Freitag, 14. April 2017

Natur und Kultur: Bergidyll Lesachtal in Kärnten


Wandern und Erlebnis zwischen Karnischen Alpen und Lienzer Dolomiten




Zwischen Karnischen Alpen (Foto) und Lienzer Dolomiten: Das Lesachtal im südwestlichen Kärnten bietet eindrucksvolle Bergkulissen. (Alle Fotos: (c) presseweller)


14. April 2017. (DiaPrw). Ein alter Freund nahm uns einst mit ins Lesachtal, das wir bis dahin nur von einer Durchfahrt her kannten. Wir wohnten beim Paternwirt in Maria Luggau. Oben in Nostra auf der Nordseite der Karnischen Alpen zeigte unserer Freund uns sein Elternhaus und lud uns zu einer „Jause“ ein, manchmal auch „Marende“ genannt. Wir genossen Speck, Wurst, Almkäse und Bauernbrot sowie den Ausblick aufs Tal und die beeindruckende Berglandschaft. Hört oder liest man übers Lesachtal im Südwestzipfel Kärntens, dann verbinden sich schnell einige Begriffe damit: Naturtal, Wolayersee, Maria Luggau und alte Mühlen. Dann kommen schon Wandern, Bergtouren, Ruhe. Inzwischen oft von uns bereist, vermitteln im Hochtal sattgrüne Bergwiesen und beschauliche Dörfer ein entspannendes Gefühl. 

Nein, gar so klein ist das Tal nicht. Von Kötschach-Mauthen im Kärntner Gailtal zieht es sich auf die Höhe und durch viele Orte über das Tiroler Gailtal bis ins Drautal, etwas nördlich von Sillian.
Während der Fahrt durchs Lesachtal lassen uns die die Wiesen und sattgrünen Matten nicht los, und irgendwo weit vor uns erhebt sich ein Kirchturm. Davon gibt es einige, schließlich pilgern von Kötschach-Mauthen, wo der „Gailtaler Dom“ bereits von Glaube und Frömmigkeit erzählt, so manche zu Fuß ins Hochtal. „Jedes Jahr geht’s in die Luggau“, erzählen sie uns, womit sie damit den über 1170 Meter hoch gelegenen Ort Maria Luggau, die Basilika Maria Schnee und das Servitenkloster meinen. Wie Anton Oberguggenberger jun. auf seiner Webseite maria-luggau.at schreibt, kommen pro Jahr zirka 60 Wallfahrtsgruppen sowie viele Einzelpilger.


Die Basilika Maria Schnee in Maria Luggau ist ein beliebter Wallfahrtsort. 


 Längst haben Wanderer und Bergtourengeher das Lesachtal, vor vielen Jahren als „naturbelassenstes Tal Europas" ausgezeichnet, für sich entdeckt. Kein Wunder, haben sie schließlich die Wahl, auf der Nordseite die Lienzer Dolomiten unter die Wanderschuhe zu nehmen und auf der Südseite in die Bergwelt des Karnischen Hauptkamms einzutauchen, hart an der Grenze zu Italien. Tradition und Brauchtum haben hier ihren Platz, zum Beispiel für Freunde der Volksmusik. Viele werden bereits den Namen der Musikantenfamilie „Lexer“ gehört haben, die auch den gleichnamigen „Musikhof“ betreibt. Im Ort Liesing gibt es sogar eine Volksmusikakademie.
In einem Taleingang in Maria Luggau stehen außerdem alte – restaurierte – wasserbetriebene Mühlen. Dazu passt, dass hier traditionell noch Brot gebacken wird. Viele Brauchtumsfeste runden das Heimat- und Traditionsbewusstsein ab.



Wie ein Auge liegt der Wolayersee in den Bergen.

Von Bergen umsäumt: Wolayersee

Für Wanderfreunde gibt es zig Möglichkeiten, die Landschaft zu erkunden. Beliebt ist die Tour zum Wolayersee, der wie ein „Auge“ malerisch zwischen den Felsen liegt. Man erreicht ihn von Birnbaum aus über das Dorf Nostra. Von dort gibt es noch ein Fahrstraße bis zum großen Parkplatz, wo die kleine Hubertuskapelle steht. Von hier geht es über Wege rund sieben Kilometer meist bergauf, bis der See in den Blick kommt. Mit der Wolayerseehütte besteht die Möglichkeit, einzukehren und sich zu stärken. Wie wäre es mit einer Kärntner Brettljause oder einem Wiener Schnitzel? Für diejenigen, die von hier weitere Touren in die berauschende und geschichtsträchtige Bergwelt unternehmen wollen, bestehen in der Hütte auch Übernachtungsmöglichkeiten (wolayerseehuette-lesachtal.at).
Eine längere und anstrengendere ausprobierte Wanderung begann für uns an der Valentinalm. Der Weg dorthin zweigt am Plöckenpass, oberhalb von Kötschach-Mauthen, ab. Von dort führt die bergige Route an der Kellerwand (bis über 2700 Meter) vorbei. Man sollte schon für mehre Stunden fit sein.
Die gesamte Region ist übrigens erdgeschichtlich interessant. Im weitläufigen Geopark Karnische Alpen lässt sich manches entdecken. Unsere Fossilienfunde mit Farnen und Muschelabdrücken hüten wir seit Jahrzehnten.



Am Weg vom Dorf Nostra aus im Wolayertal steht die Hubertuskapelle. Daneben gibt es einen Parkplatz für Wanderer und Spaziergänger.


Einst mit Badehütte - heute Wellnesshotel

Schon vor Jahrzehnten lernten wir das Tuffbad kennen, damals noch mit dem alten Alpengasthof und natürlich dem besonderen Mineralwasser, bei dem es sich den damaligen Hinweisen und den allgemein zugänglichen Veröffentlichungen nach um Magnesium-Sulfat-Hydrogencarbonatwasser handelt. Den Quellbereich hatten bereits Mitte des 18. Jahrhunderts Mönche des Luggauer Servitenklosters entdeckt. Nach Badehütte und Alpengasthof gibt es seit bereits einigen Jahren hier das „Almwellness-Resort Tuffbad“, ein Vier-Sterne-S-Haus. Natürlich spielt das gute Wasser auch hier eine wichtige Rolle. Das Tuffbad liegt am Südabfall der Lienzer Dolomiten. Von der Hauptstraße zweigt man bei St. Lorenzen ab.



Wandern, Bergtouren machen und Almen entdecken.


Wandern, Radeln und Wassersport

Das weitgehend naturbelassene Lesachtal ist zweifellos ein El Dorado für Wanderer sowie ebenfalls für Bergtourengeher und Bergsteiger. Zum großen Teil entlang des Kamms verläuft der Karnische Höhenweg, der Friedensweg, Europäischer Weitwanderweg 10. Er führt bis Sillian in Osttirol. Wen es interessiert: Geschichte des 20. Jahrhunderts hat hier ihre Spuren hinterlassen. Der Kamm der „Karnischen“ war im Ersten Weltkrieg umkämpftes Frontgebiet. So idyllisch die Natur ist: Krieg kennt keine Grenzen.
Vom Lesachtal weg in den westlichen Gailtaler Alpen geht es über den Gailtaler Höhenweg weit ins Gailtal bis zur Windischen Höhe und entlang des mächtigen Reißkofels, dem höchsten Berg der Gailtaler Alpen. Tipp: Es lohnt sich, ab dem sonnigen Frühling die Mussen zu erwandern, in Nähe des Gailbergsattels: eine bunte Mischung aus vielen und heute auch seltenen Blumen!

Für Fahrradfahrer geht es auf und ab. Je nach Strecke ist schon ein gutes Stück Kondition gefordert. Im Büchlein „Familienradeln und Mountainbiking, Ostalpen und Südliche Kalkalpen“, erschienen im Verlag Buch-Juwel, ist auch die Strecke durchs Lesachtal beschrieben. Mountainbiker können aber von nahezu jedem Ort aus herausfordernde Strecken unter die Pedale nehmen. Für den Autoverkehr sind viele der Gräben – kurvenreich runter und wieder rauf – inzwischen überbrückt. Wir haben auch noch die alten Straßen kennengelernt.
Wassersportler können im Tal zum Beispiel Kajaktouren unternehmen. Auf der östlichen Seite Richtung Kötschach-Mauthen fordern die Wasser der Gailschlucht zum früher oft beschriebenen Canyoning heraus.


Blumen und Kräuter am Wegesrand entdecken.Natur genießen.


Einfach mal entspannen

Diese wunderschöne Landschaft lässt sich je nach eigenem Interesse nicht nur für größere Aktivitäten nutzen. Sie bietet sich geradezu dafür an, Spaziergänge zu machen, die mild-würzige Bergluft zu genießen, abzuschalten, den Alltagsstress zu vergessen und zu relaxen, Körper und Geist zu entschleunigen. Man hat sich dem „Slow Food Travel“ verschrieben. Alles etwas langsamer. Das Essen genießen. Beim Kornmahlen oder Brotbacken dabei sein, Kräuter entdecken oder sich die „Heumilch“ auf der Zunge zergehen lassen: Vieles ist möglich. Es dazu auch attraktive Pauschalen.



Dem Rauschen des Wasserfalls lauschen. Natur pur genießen.


Das Lesachtal bereisen wir immer wieder einmal gerne. An Unterkünften haben Urlauber die Wahl zwischen Ferienwohnungen, Pensionen, Gasthöfen und Hotels, auch spezielle wie Wanderniki (www.wanderniki.at) in Liesing-Obergail,und Almwellness-Hotel in St. Lorenzen-Tuffbad (www.almwellness.com). In dieser beeindruckenden Berglandschaft des Lesachtales schauen wir zwar stets gerne nach links und rechts, jedoch ohne Hektik. Wir genießen einfach diese Natur- und Kulturlandschaft und freuen uns auf Bodenständiges bei der Einkehr.


Tauchen Sie ein in die abwechslungsreiche Lesachtaler Bergwelt. 


Anfahrt aus Deutschland

Je nach Abreiseort über den „direkten“ Weg: Kufstein, Kitzbühel, Mittersill, Felbertauernstraße (Maut), Lienz. Im Kreisel Weg 1 Richtung Sillian/ Italien. Vor Sillian zweigt links die Straße ins Tiroler Gailtal/ Lesachtal ab. Weg 2: Im Kreisel wie vor die Abfahrt Richtung Oberdrauburg, Spittal nutzen. Auf der Straße wird die Grenze nach Kärnten passiert. In Oberdrauburg rechts ab Richtung Kötschach-Mauthen/ Gailtal über den kurven- und kehrenreichen Gailbergsattel. In Kötschach ein Stück durch den Ort, dann rechts in Lesachtal. Ansichtssache: Uns kommt diese Strecke über den Gailberg landschaftlich abwechslungsreicher vor. Wenn Sie die Tauernautobahn nutzen wollen, müssen Sie nach der Abfahrt noch ein gutes Stück Richtung Westen fahren: Entweder nutzen Sie die Abfahrt ins Drautal/ Lienz oder ins Gailtal/ Hermagor – weiter bis Kötschach. Hinweis: Die meisten wissen und kennen es: Anders als zurzeit noch in Deutschland fällt neben der Maut für einige Tunnel und manche Passstraßen auch eine Gebühr für Autobahnen an sowie für manche „Schnell- oder Autostraßen“! Das so genannte „Autobahn-Pickerl“ besorgt man sich am besten bereits zu Hause oder vor der Grenze. Ist es im oberen Bereich der Windschutzscheibe angeklebt, läuft man nicht Gefahr, eventuell aus Versehen auf eine gebührenpflichtige Straße zu kommen und bei einer Kontrolle zur Kasse gebeten zu werden. (jw)

Links
Über die Seite www.lesachtal.com erfahren Sie mehr zum Tal. Sie gelangen von hier auch zu den verschiedenen Gastgebern, von Ferienwohnungen bis zu Hotels.
Auf  www.maria-luggau.at geht es rund um den Wallfahrtsort mit Erläuterungen und Veranstaltungen.
Zur Gesamtregion in diesem Teil des südwestlichen Kärntens gelangen Sie über www.nlw.at

Zum Büchlein "Familienradeln und Mountainbiking" mehr bei www.buch-juwel.de

Hinweis: Fotos aus verschiedenen Jahren, dadurch keine Gewähr für Aktualität der Örtlichkeiten sowie für Pauschalen und andere Angebote. Text nach Eigenerlebnis und eigenen Recherchen. Zwischen Recherche, Texterstellung und Aufruf der Seite kann es Veränderungen zu Straßenverläufen, Wanderwegen und anderem gegeben haben und aktuell geben, bis zu kompletten Sperrungen oder anderen Verläufen. Es ist ratsam, sich zu Bergtouren ausführlich vor Ort zu informieren und die Witterungsbedingungen zu beachten oder je nach Angebot geführte Touzren zu nutzen. Irrtum und Änderungen in jeder Hinsicht bleiben stets vorbehalten.
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Donnerstag, 9. März 2017

Bei Schluga in den Kärntner Bergfrühling eintauchen

Camping und mehr mit AlpinSPA, Aktivitäten und Sparangeboten



Eintauchen und Relaxen im AlpinSPA mit Bergblick. (Foto: schluga.com)


9. März 2017. Hermagor-Pressegger See (DiaPrW). Wo im Südwesten Kärntens die Karnischen mit den Gailtaler Alpen um Höhe und Schönheit wetteifern, zeigt sich das Gailtal in seinem ganzen Liebreiz. In Frühling und Vorsommer haben das junge Grün und zarte Blüten in der Natur- und Kulturlandschaft ihren wichtigen Anteil daran. Es ist eine Landschaft, die seit jeher Urlauber in ihren Bann zieht, die relaxen oder sich aktiv betätigen wollen. Auf dem Nassfeld können auch noch bis Ostern Pisten gepflügt werden. Für Campingfreunde hat Schluga Camping Hermagor (www.schluga.com) so einige Sparpakete geschnürt.

Die weithin bekannten Anlagen von Schluga – Camping, Mobilehomes, Apartments erhielten für 2017 bereits wieder einige Auszeichnungen, zum Beispiel als „Super-Platz“ vom ADAC. Während der Naturpark Schluga Seecamping am 10. Mai öffnet, steht der großzügige Platz Schluga Camping Hermagor das ganze Jahr zur Verfügung, sodass Campingfreude den Bergfrühling miterleben können. Übrigens geht das auch ohne Caravan oder Wohnmobil. Es stehen CampingFass, AlpinLODGE und Mobilheime zur Auswahl sowie die Appartements de Luxe****.

Wellness im AlpinSPA
Gäste wissen den AlpinSPA am Schluga Camping Hermagor zu schätzen. Das Hallenschwimmbad mit Gegenstromanlage, verschiedene Saunen und Dampfbad, Ruhebereich, Salzruheraum, Massageräume und mehr sowie die Relax-Oase mit Panoramablick auf die Berge laden zum Entspannen ein. Da fühlt man sich so richtig wohl und fit für neue Unternehmungen,ob Spaziergänge, Radtouren oder – noch während der Wintersaison – den Pistenspaß.

Spar-Extras nutzen
Gäste können verschiedene Sparmöglichkeiten zu unterschiedlichen Zeiten nutzen. Aktuell zum Beispiel für Schluga Camping Hermagor bis zum 4. Juli die „10=9“-Angebote. Für Mobilheime heißt es „4=3“, vom 13. April bis 31. Mai. Einbezogen sind ebenfalls die Appartements de Luxe**** sowie die AlpinLODGE, und zwar mit „4=3“, gültig bis 31. Mai. Es gibt quasi jeweils einen Tag geschenkt!
Ermäßigungen gelten auch für Kinder unter 14 Jahren. Zu Spar- und Preis-Details sowie zum gesamten Angebot sollte man sich auf den Schluga-Internetseiten informieren.
Dort kann man auch in vielen Bildern stöbern und die Vorfreude auf entspannte Urlaubstage im Kärntner Gailtal kann beginnen.

Anfragen, kostenlose Informationen und Prospekte bei: Schluga – Camping, Mobilehomes, Apartments, Vellach 15, A-9620 Hermagor-Pressegger See, Telefon (0043 / 4282) 20 51, Fax … 2051 20, E-Mail camping@schluga.com, im Internet www.schluga.com


Foto-Download über „Tourismus“ auf http://www.presseweller.de
Zu weiteren Fotos bitte anfragen.

*Ein Presseweller-Beitrag im Auftrag von Schluga - Camping, Mobilhomes, Apartments*

Samstag, 18. Februar 2017

Dem Frühling auf der Spur: Schwarzwaldreise



Bäume und Landschaft bekommen bald wieder "Farbe". (Fotos: (c) presseweller)


Schauen, Wandern, Bummeln und Genießen in Ortenau und Breisgau



Siegen. 18. Februar 2017 (DiaPrW). Krokusfrühling im Tal, noch dicker Schnee auf den Bergen: So mancher hat das auf Reisen im Frühjahr schon erlebt.Wie wir seit der Schulzeit wissen, strömt in Deutschland der Frühling zuerst im Oberrheingraben ein: Markgräfler Land, Breisgau rund um Freiburg, Kaiserstuhl und weiter in die Ortenau. Die Blüte setzt früher als in nördlichen Regionen ein. Wir sind im Schwarzwald. Auf den Höhen kann immer noch Schnee liegen oder wieder neu kommen. Nach und nach aber gewinnen auch in den höheren Lagen Sonne und Wärme die Oberhand. Bei unseren März-April-Besuchen konnten wir beides erleben. Schließlich ist aber noch Winter. Deshalb eilen wir der Zeit hier etwas voraus, um den Frühling zu ahnen, auf ihn einzustimmen.

Die meist schon mildere Luft als in nördlichen Gefilden lässt im südwestlichen Baden-Württemberg bereits früh Frühlingsstimmung aufkommen. Unsere Ziele sind Breisgau und Ortenau im Schwarzwald. Die ersten Störche sind auch schon da. Diese Landschaften stehen nicht nur für die tiefen Wälder auf den Höhenzügen, sondern auch für Weinreben und Obstbäume und so viele andere Naturprodukte. für Städte, Städtchen, verträumte Orte, oft noch mit schmucken Häusern in braun-weißem Fachwerk. Hinter mancher Fassade „verbergen“ sich treffliche Restaurants. Schließlich pflegt man in der Region gutes Essen. Die badische Küche, oft mit Einflüssen aus dem Elsass, gibt den guten Geschmack vor. Ob gut bodenständig oder fein – wir konnten vieles verkosten. Wem es passt, der genießt dazu ein Glas badischen Weins.


Im Tal grünt es schon, oben, hier am Notschrei, ist noch tiefer Winter.


Wandern, Radeln und Burgenschau


Wen im Frühlingssonnenschein die Wanderlust packt, hat alle Möglichkeiten, ob über Höhenwege oder entlang der Flüsse wie im Renchtal und im Elztal. Fahrradfahrer finden ebenfalls ihr Terrain. Wer sich auspowern will, fährt über passartige Strecken wie über die Straße zum Kandel – und dann in vielen Kurven abwärts ins bekannte Glottertal (auf Bike-Click bei www.presseweller.de gelangt man zur Tourbeschreibung). Bummel-Spaziergänge mit Schaufenster-Guck können ebenfalls auf dem Plan stehen, zum Beispiel in Oberkirch mit der neuen (bei unserem vorigen Besuch schon zum Teil fast fertigen) Fußgängerzone, in Emmendingen mit Gassen und großem Park und natürlich in Freiburg, wo der Besuch des Freiburger Münsters für viele dazugehört. 


Bald schon blüht es, kommen Farbtupfer ins Bild.


Geschichtsspuren gibt es überall. Die Burgruine Schauenburg – mit Burgwirtschaft – steht in Oberkirch im Focus. Die Ursprünge reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück.Von unserem Zimmer im sehr angenehmen Hotel Renchtalblick hatten wir einen Blick auf den Höhenzug gegenüber mit der Burgruine. Noch ein Stück näher kamen wir ihr in Gaisbach auf dem Schlossgelände mit Kapelle und Restaurant. Von hier bergauf gelangt man zur Anlage, um die auch ein rund drei Kilometer langer Rundweg führt.












Über dem Renchtal erhebt sich (l.) die Ruine der Schauenburg. Man kann sie gut von Gaisbach aus erwandern. Einkehrmöglichkeiten gibt es  auf dem Burggelände und in Gaisbach.











Schon von Mundingen aus, kann man in der Ferne die Burgruine Landeck sehen. Sie lässt sich mit einer kleinen Wanderung, per Bike oder bequem mit dem Auto erreichen. Gleich gegenüber besteht eine gute Einkehrmöglichkeit.  
In Mundingen bei Emmendingen haben wir Ausblick auf die Burgruine Landeck.Wandert oder fährt man vom Ort Richtung Freiamt, ist man bald direkt an den großen Ruinen-Gebäuden, die links auf einem Fels stehen und deren Geschichte im 13. Jahrhundert beginnt. Gleich gegenüber ist ein Restaurant mit Café. Von diesen „Aussichtspunkten“ aus reicht der Blick weit übers Land bis zum Kaiserstuhl. Je nach Ausgangspunkt sind im Breisgau auch die Vogesen zu sehen.













Von weithin sichtbar, der Kaiserstuhl. Der Rhein und Frankreich sind nah. Die Gegend ist bekannt für viele Sonnenstunden und natürlich für ein "gutes Tröpfchen", die Kaiserstühler Weine.





Die Natur ist in Veränderung. Wir freuen uns über Knospen, erste weiße Blütenansätze, blühende
Blumen und Sträucher, die nun ihre Farbe mehr und mehr verändern. Was für eine schöne Welt, mal weiß mit Schnee, mal blühend bunt. Immer ein Wunder! Und für uns so wunderschön anzuschauen, wenn wir durch Wald und Flur streifen und ins Gärten umsehen, auf Wein-Anlagen, Obstbäume und Beerenfelder im immer farblich satteren Grün schauen. Ja, die Natur mag das ganze Jahr hindurch wohl die schönsten Bilder malen!




Ein Stück nach oben schauen. Die Störche sind da. Vielerorts sind Storchennester zu sehen. 


Auf Gutes einkehren - „Simplicissimus“

Mittags, zur Kaffeezeit oder abends – Einkehrmöglichkeiten bestehen überall. In Oberkirch findet man in der Innenstadt viele Möglichkeiten zur Einkehr. Sobald es die Temperaturen zulassen, wirkt die Szenerie wie im Süden: Außengastronomie mit Stühlen, Bänken, Tischen und Sonnenschirmen. So ist es auch in Emmendingen und in Freiburg.


Im schönen Emmendingen rund um den Marktplatz.


In Oberkirch sind wir den Spuren von Hans Jakob Grimmelshausen, dem bedeutenden Schriftsteller aus dem 17. Jahrhundert, gefolgt. Das bekannteste Werk ist der „Simplicissimus“. Der Weg führt nach Gaisbach. Das Dorf liegt unterhalb der Burgruine Schauenburg. Im Schlossbereich geht es an der Kapelle vorbei zum Restaurant „Silbener Stern“. Lange Zeit wirkte Grimmelshausen in dieser Gaststätte, die schon von außen ursprünglich-romantischen Charme hat. Der „Silberne Stern“ ist bekannt, aber wer von außerhalb kommt, sollte es einmal versuchen. Mit unseren Begleitern wählen wir unterschiedliche Gerichte, vom Zanderfilet über ein Pilzragout bis zu Steaks. Wer Salat dazu hatte: üppig und geschmackvoll zubereitet. „Es hat trefflich gemundet“, um in alter Grimmelshausensprache zu bleiben. Klasse!



In Gaisbach gibt es die Simplicissimusstraße - gleich dabei auch das Restaurant. 


Zum Hotel Renchtalblick auf der anderen Seite gehört ebenfalls ein großes Restaurant. Wir hatten hier gute Frühstücksbüfetts, und das Lesen der Speisenkarte war appetitanregend. Da wir tagsüber unterwegs waren, konnten wir es leider nicht ausprobieren.
Eine angenehm-nostalgische Atmosphäre vermittelt das Restaurant „Vielharmonie“ in Emmendingen, kurz vor dem Stadttor zur Innenstadt. Es mag von außen eher unscheinbar aussehen, aber hat viel in Sachen „Essgenuss“ zu bieten. Wir haben es schon mehrmals ausprobiert und sind immer wieder begeistert.
Herzhaft, gut, vielseitig und preislich überschaubar ist auch das Angebot vieler Gaststätten. Da ist zum Beispiel das „Gasthaus zum Eichbaum“ in Mundingen bei Emmendingen, das auch über viele Parkplätze verfügt. Im Vordergrund steht badische Küche. Kleinere und größere Gerichte waren perfekt angemacht. Gut!
Ein paar Kilometer weiter, oben am Berg in Windenreute direkt am Wald, kehren wir ins „Landgasthaus Waldschänke“ ein. Das Gasthaus liegt ruhig und verfügt über eine riesengroße Terrasse. Das vielseitige Essensangebot mit zivilen Preisen ist reichhaltig und war für uns einfach nur „richtig gut!“. Viele Parkplätze gibt es hier ebenfalls.


Folgt man der Badischen Weinstraße, gibt es viel zu sehen und gute Einkehrmöglichkeiten.

Meist überall stehen auch vegetarische Gerichte sowie teils „kleinere Portionen“ auf der Karte. Unserer Erfahrung nach ist man überall sehr um den Gast bemüht. An Bodenständigem können wir Spätzle verschiedener Zubereitung, zum Beispiel Käsespätzle mit Kräutern, und den typischen Flammkuchen, zum Beispiel Elsässer Art, empfehlen.




Lassen Sie sich inspirieren vom vielfältigen Speisenangebot der Gastronomie.



Viele Orte und Städtchen der Regionen lohnen schon von den Baulichkeiten her einen Bummel. Es gibt viele Museen, auch zu besonderen Themen sowie Galerien wie in Riegel. Abstecher wie in den Hochschwarzwald oder nach Frankreich sind kilometermäßig überschaubar. Ringsum aber bietet die Frühlingslandschaft die Bühne für Aktivitäten, Erholung und gute Einkehr!               Jürgen Weller



An der Rench spazieren: angenehm mit den breiten Uferbereichen. 


Hinweise: Unterkunftsmöglichkeiten gibt es in allen Regionen, von der Ferienwohnung über Pensionen und Gasthöfe bis zu Hotels. Auf den Regionsseiten kann man auch nach speziellen Möglichkeiten für Urlaub mit Kindern schauen. Verschiedene Ausflugsziele bieten Abwechslungsreiches für Familien mit Kindern!

Anfahrt vom westlichen Norden her am besten über die A 5; von Frankfurt ausgehend sind es bis Oberkirch in der Ortenau knapp über 200 Kilometer (km), bis Freiburg (Breisgau) rund 270 km.
Zu Öffnungszeiten von Hotels, Restaurants, Gasthöfen sollte man sich informieren. Bei den hier beschriebenen Restaurants/ Gasthöfen kann fürs schöne Essengehen je nach Zeit Reservierung sinnvoll sein! Unten sind einige Webadressen aufgeführt.Eine Gewähr für Öffnung usw. wird nicht übernommen. Zu Essen und Co. geben wir nur unsere persönliche Meinung wieder. Klar, dieser Reisebericht ist keine PR- und kein Werbebeitrag.
Reiseberichte finden Sie immer auf unserer Webseite: http://www.presseweller.de

Infoadressen
www.freiburg.de – auf Tourismus

www.renchtalblick.de
www.silberner-stern.de
vielharmonie-emmendingen.de
www.gasthaus-eichbaum.de
landgasthaus-waldschaenke.de


Donnerstag, 12. Januar 2017

Winterurlaub und Genuss: Streifzüge in Gail- und Savetal


Abendliche Winterszenerie im Gailtal/ Kärnten. (Alle Fotos: (c) presseweller)

Südwestliches Kärnten und nordwestliches Slowenien machen Reiselust


Januar 2017. (DialogPrW). Ist es nicht immer wieder beeindruckend, im Winter die verschneiten Berglandschaften zu schauen? Sie taugen nicht nur zum Wintersport, sondern auch zum Erholen und Genießen. Die gute Einkehr auf Bodenständiges oder Feines gehört dazu. Gemütlich sitzt es sich später am warmen Kachelofen, um in Ruhe zu lesen, zu stricken oder in kleiner Runde über Gott und die Welt zu reden. Schon so oft konnten wir uns an winterlichen Tagen in und an den Bergen erfreuen. Zwischen Gailtaler und Karnische Alpen schmiegt sich das Gailtal im südwestlichen Kärnten, zwischen Karawanken und den imposanten Julischen Alpen das Savetal.

Bereits bei der Anfahrt in die Regionen kosten wir von den wunderschönen Landschaftsbildern. Im Oberen Gailtal steuern wir Tröpolach an. Dort ist die Talstation des Millennium-Express', mit dem man ins bekannte Skigebiet Nassfeld gelangt. Wer oben ist, kann während der Wintersaison rund 110 Pistenkilometer unter die Bretter nehmen. Zur Unterkunft haben Urlauber zahlreiche Hotels der Drei- und Viersternekategorie wie beispielsweise Sonnenalpe, Wulfenia, Haus Nassfeld, Gartnerkofel, Almhotel und Alpenhotel sowie Ferienwohnungen und Ferienhäuser zur Auswahl. Praktisch: Zu Fuß oder mit kurzer Autofahrt entlang des Pramollo-Sees ist man schon in Italien und kann in den dortigen Restaurants italienische Küche kosten.


Am Nassfeld im dicken Schnee auf der Piste.


Im Tal und in den Gailtaler Alpen

Zwischen den Orten Waidegg, Jenig, Rattendorf, Tröpolach und Hermagor laden ebenfalls viele Hotels ein. In Tallage zum Beispiel der Waidegger Wirt in Waidegg, das Sonnleitn in Jenig und das Viersternehaus Hansbauerhof in Rattendorf sowie in Tröpolach, alles in Nähe der Talstation des Millenniumexpress', das Q2 Nassfeld, Carinzia, Tröpolacherhof und Samerhof. Ein bisschen auf Höhe in den Gailtaler Alpen geht es in ebenfalls komfortable, ruhige und ansprechend ausgestattete Hotels, unter anderem ins Berghotel Presslauer in Kreuth, oberhalb von Jenig, und ins Panoramahotel Hauserhof in Kreuth, oberhalb von Hermagor.
Dazu gibt es in der gesamten Region bis zum Pressegger See jede Menge Zimmer, Apartments und Ferienwohnungen. Wintercamping ist ebenfalls möglich.
Ob am Berg oder im Tal: Wir haben bereits in zahlreichen Hotels, Pensionen und in Ferienwohnungen schöne Tage verbracht und die bekannt angenehme Gastfreundschaft kennengelernt. Für uns entsprach sie dem alten Kärnten-Slogan: Urlaub bei Freunden. Ja!
Kehren Sie auf Gutes ein. Eine feine Auswahl bietet neben anderen der Waidegger Wirt. Hier schmeckt's! Bodenständig und gut, ob typischer Schweinsbraten oder Leberknödelsuppe, ist das Essen im Tröpolacher Hof. Schön, man kann die üppigen Gerichte auch als „kleine Portion“ bekommen. Das ist leider längst noch nicht überall Standard. Pizza? Dem Hotel Samerhof in Tröpolach ist der „Pizza-Stadl“ angegliedert. Die Pizzen sind klasse, natürlich gibt es auch anderes wie Nudelgerichte. Mittagessen im Berghotel Presslauer in Kreuth haben wir voriges Jahr mal wieder probiert. Es gibt nicht nur eine gute Auswahl, das Essen ist schön angerichtet und bereitet dem Gaumen Freude. Das ist auch so im Biedermeier-Schlössl Lerchenhof an der Straße ins Gitschtal, übrigens auch ein gutes Hotel mit großem Park. In Hermagor selbst essen wir immer wieder gerne im Bärenwirt an der Hauptstraße: eine feine Auswahl von der bodenständigen Kärntner Nudel bis zum Kalbsschnitzel.
Urlaub soll die Sinne berühren, eine ausgewogene Mischung aus Ausspannen und Aktivität haben und schließlich auch „durch den Magen gehen“.



        Im oberen Savatal, im Hintergrund felsige Julier rund um den Mt. Kanin und Mangart.


Im Oberen Savatal in Slowenien

Schon oft konnten wir uns an dieser majestätischen Bergkulisse erfreuen. Der bekannteste Ort ist Kranjska Gora. Das ist auch im Winter so. An den Hängen der Julischen Alpen werden jedes Jahr Ski-Weltcups ausgefahren. Für Freunde des alpinen Skifahrens stehen daher die verschiedensten Abfahrten zur Verfügung, insgesamt rund 20 Pistenkilometer, die es aber mit roten und auch schwarzen Pisten in sich haben. Zum direkten Umfeld gehören die Orte Ratece, von wo es in die Planica abgeht, weltbekannt für die Skiflugschanzen, und Podkoren, am Fuße des Wurzenpasses. Zur Unterkunft finden Sie Zimmer in Pensionen, Gasthöfen und Hotels. Im lebendigen Krajnska Gora selbst stehen verschiedene gute Hotels zur Auswahl, zum Beispiel Kompass, Lek, Kotnik, Prisank-Ramada und mehr. Schon in der noch jugoslawischen Zeit haben wir in vielen Hotels im Ort übernachtet und waren stets sehr zufrieden. Die komfortablen Hotels glänzten bereits damals mit umfangreicher Ausstattung, teils inklusive Hallenbad.



Ist schon heftig, die Abfahrt in den Julischen Alpen im oberen Savatal.


Genießer haben die große Auswahl sowohl in Kranjska Gora als auch in den Nebenorten. Außer den Hotels laden Gostilnas (Gasthöfe) und Restavracijas (Restaurants) ein. Wenn auch üppig, sollte man sich eine bodenständige Vorspeisenplatte mit Karstschinken, Prsut, und reicher Zusatzbelegung nicht versäumen. Es gibt richtig gute Suppen. Wer Sauerkraut mag, dem ist Jota zu empfehlen. Sauerkraut ist die Hauptzutat dieser landestypischen „Juha“, was allgemein für Suppe steht. Aber es gibt vieles mehr neben diesen und den aus Deutschland von „Balkanrestaurants“ bekannten Speisen.
Nicht umsonst schwärmen manche grenznah wohnende Österreicher von den Gasthöfen in Podkoren und Ratece. Wir nutzen sie ebenfalls gerne. Da es einige dieser Häuser gibt, hier nur einmal ein paar Namen: Ponca Doo, Gostilna Surc, Mojmir und Pri Zejavu. Wenn Sie aus Italien über Ratece einreisen, finden sie kurz nach der Grenze rechts ein gutes Gastronomieangebot in der Gostilna Ponca. Was von Weitem wie eine Raststätte aufgrund des großen Parkplatzes aussieht, erweist sich als Schatz für gutes Essen. Aber noch mehr: Es gibt eine Terrasse, von der Sie einen Blick auf eine steile Ski-Abfahrtsstrecke haben und in den Talbereich, wo Langläufer unterwegs sind.
Wollen Sie den Nachmittag mit Kaffee und Kuchen beschließen, kehren Sie zum Beispiel in Kranjska Gora ins feine Café London ein, seitlich dem Ramada-Hotel in der Ortsmitte angegliedert, und wählen Sie aus Törtchen, Gebäck und Co. und Ihrer Café-Spezialität. Klasse Ambiente und gut!



Vor dem Hauptgang eine gute Suppe!


Preissituation

In beiden Regionen sind die Preise für Übernachtungen und Essen ähnlich wie in Deutschland, für manche Produkte wie Espresso und einiges anderes in Slowenien auch etwas günstiger. Die Übernachtungs- und Pensionspreise sind ebenfalls ähnlich. Es kommt immer darauf an, welchen Standard man möchte. Wer ein bisschen schaut, kann durchaus preiswerte, erschwingliche Möglichkeiten finden. Zum Teil gibt es auch Packages, bei denen verschiedene Leistungen wie der Skipass eingeschlossen sind, oder auch hohe Ermäßigungen für Kinder – ja nach Alter. Ein wichtiger Faktor ist außerdem der Zeitraum: Hauptsaison, Ferienzeit oder zwischendurch.

Anfahrt

Um auf die Südseite der Hohen Tauern zu kommen, nutzen wir während des Winters je nach aktueller Wetterlage die Felbertauernstraße oder die Tauernautobahn sowie für die Weiterfahrt verschiedene Strecken. Um bei winterlichen Verhältnissen Passstrecken zu vermeiden, kann man von der Tauernautobahn bei Arnoldstein auf den Gailtalzubringer abzweigen, der bei Nötsch endet. Dann Bundesstraße bis Hermagor und weiter. Nach Slowenien kann man ebenfalls bei Arnoldstein/ Thörl Maglern die Autobahn verlassen und bis Tarvisio fahren oder bis zu dem Städtchen auf der Autobahn bleiben. Von dort folgt man bei mäßiger Steigung dem Schild Slovenija und passiert bei Ratece die Grenze. Alternativ durch den Karawankentunnel und danach bei Jesenice abfahren und Richtung Westen über die Staatsstraße Richtung Kranjska Gora. Für die Autobahn(en) wird in beiden Ländern eine Mautkarte, „Pickerl“ benötigt, zusätzlich fällt Maut für Tunnel(s) an. (jw)

Hinweise

Wegstrecken und Befahrbarkeit orientieren sich an der allgemeinen Wetter- und Verkehrssituation. Da es auch plötzlich heftig schneien kann, ist es ratsam, stets den Verkehrsfunk zu hören oder sich anderweitig wie Navi oder Wetter-App zu informieren. Unsere Hinweise sind nur Tipps ohne jegliche Gewähr. Namen von Hotels, Gasthöfen usw. sind nur mit dem Grundnamen, meist ohne vorgestellte Erweiterungen zu Hotelgruppen oder anderem benannt. Es kann auch Änderungen zu Namen geben und dazu, ob sie aktuell geöffnet sind oder nicht. Detailpreise zu Übernachtungen und Speisen haben wir nicht angegeben, da sie sich jederzeit und ja nach Saison ändern können. Rechnen Sie aber für ein durchschnittliches Mittags- oder Abendgericht zumindest mit zwischen etwa neun und dreizehn Euro – weiter nach oben kann es natürlich auch gehen. Unsere Preiseindrücke beziehen sich auf zuletzt Herbst 2016.
Zu Details der Skigebiete, der aktuellen Schneelage und dem allgemeinen Angebot, inklusive Unterkünften und deren Verfügbarkeit, können Sie sich direkt auf den Homepages der Regionen oder Orte informieren. Von dort gelangen Sie meist weiter auf die Internetseite von Hotels, Gasthöfen, FeWos und Pensionen. Sofern Sie allgemein Ort und Hotels im Web eingeben, gelangen Sie oft auf Buchungsportale mit den dort gelisteten Anbietern. Wir nutzen lieber den Direktkontakt zum Vermieter und sind damit seit Jahrzehnten „gut gefahren“. Aber jeder, wie er es mag. Irrtum in unserem Bericht ist stets vorbehalten.

Aktuell zum 14. Januar 2017: Das Nassfeld meldet auf seiner Homepage 50 cm Neuschnee sowie eine Pistenschneehöhe von 70 - 110 cm; für Kranjska Gora meldet das Portal schneehohen.de für Tal/ Berg 50 cm/ 70 cm. Auf oder über die Homepages unten können Sie auch mehr zu den zurzeit zugänglichen präparierten Pisten sowie zu den Bergbahnen/ Liften erfahren, die zurzeit in Betrieb sind,.     

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Reisen, Urlaub und mehr:



Der Journalist, Buch- und Magazinautor Jürgen Weller (jw) schreibt und veröffentlicht seit 1978 Reiseberichte. Mit seinem Medienbüro DialogPresseweller greift er gerne auch Örtlichkeiten und Themen abseits ausgetretener Touristenpfade auf. Im PR-Bereich war Weller für verschiedene Tourismusorganisationen tätig, beratend und ausführend. 

Mittwoch, 2. November 2016

Im Herbst erleben: Oste, Altes Land und Buxtehude


Mit Presseweller zur Schwebefähre, in die Nordheide und zur Petrikirche


Laub und Nebelwiesen: Novemberstimmung im Norden.(Fotos(c):presseweller)


Siegen. November 2016 (DiaPrW). Erste Novembertage. Die Luft ist frisch. Die Wälder zeigen sich im letzten Bunt des Jahres. Das viele hellgelbe bis braune Laub ist untrügliches Zeichen dafür, dass die Laubbäume bald kahl sind und sich im Morgennebel wie mystische Gestalten zeigen. Wir sind in der Nordheide und im Alten Land rund um Buxtehude unterwegs. „Wenn die Tage in dieser Jahreszeit auch mal teils diesig und neblig sind,“ erzählen uns Urlauber, „hat die Landschaft in dieser ruhigeren Jahreszeit doch ihren ganz besonderen Reiz“. Recht haben sie.

Im Spätherbst fallen die Blätter, und die Dämmerung kommt früh. Das ist auch in Norddeutschland eine romantisch-ruhige Zeit. Wenn der Nebel aus den Wiesen aufsteigt, Tiere, Büsche und Bäume nur schemenhaft erscheinen und am frühen Abend am weiten Horizont die Sonne rot in einen Wald oder eine Wiese einzutauchen scheint, weckt das gefühlvolle Stimmungen. Es ist die Zeit, um vom Alltag auszuspannen und sich das eine und andere anzuschauen. Die Auswahl ist schier groß zwischen Elbe und Oste. Die sehenswerte Altstadt von Buxtehude, an der Este gelegen und ehemals Hansestadt, wird überragt von der evangelischen Kirche St. Petri, die auf ihrer Spitze neben dem Turmkreuz ein Seepferdchen trägt. Das Innere lohnt ebenfalls zum Anschauen. Zu empfehlen ist auch ein Besuch des Heimatmuseums. Hier lässt sich die bekannte Geschichte von „Has' und Igel“ nachvollziehen. Bald wird schon wieder der Weihnachtsmarkt in Buxtehude Einzug halten.



Von Weitem sichtbar ist der Turm von St.Petri in Buxtehude.Auf der Turmspitze ist kein Wetterhahn wie oft zu sehen, sondern ein Seepferdchen.

Kirchen mit Holztürmen

Von Buxtehude, dem „Tor zum Alten Land“, erkunden wir dieses Alte Land. Das große Obstanbaugebiet, zum Beispiel für Äpfel und Kirschen, ist weithin bekannt. Wir spazieren über den Elbdeich, schauen rüber nach Blankenese. Teils geht es wie auf Stader Sand direkt an die Elbe. „Dicke Pötte“ wie voll beladene Containerschiffe steuern Hamburg an oder sind am Rückweg.
Jork, Steinkirchen, Dollern, Himmelpforten, Grünendeich und Stade sind Anlaufpunkte. Große Höfe und Hofläden, Backsteinhäuser, Backsteinfachwerk, auch mit Ausmalungen, sowie hier und da Zugbrücken und Kirchen mit Holztürmen sind Begleiter. Viele Orgeln in Kirchen gehen auf den international bekannten Orgelbauer Arp Schnitger zurück, der zwischen Mitte des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts lebte.
Zwischendrin lohnt sich ebenfalls ein Halt. Die kleinen Seen wie in Appelbeck - mit Einkehrmöglichkeit - und in Harsefeld sind ganz idyllisch. 



Schön die kleinen Seen wie hier in Harsefeld und in Appelbeck. 


Osten im Norden? Zur Schwebefähre

Richtung Norden kommt Osten! Wie ist das? Der Ort heißt so, weil er an der Oste liegt. Genau dort schauen wir uns etwas an, was es nicht so oft gibt: eine Schwebefähre, die über die Oste auf die Westseite nach Hemmoor führt. Dieses imposante Stahlbauwerk ist seit rund zehn Jahren wieder restauriert und reaktiviert. Regelmäßige Fährfahrten gibt es von April bis 31. Oktober, von Anfang November bis Ende März nur für Gruppen nach Anmeldung. Macht aber nichts. Anschauen ist auch interessant. Das lässt sich mit einem Bummel durch den Ort und einer Einkehr verbinden.
Fährt man nun weiter Richtung Nordosten und Elbe kommt das vielen bekannte Wischhafen. Dort führt eine Schiffsfähre auf die andere Elbseite. „Ist wie eine klitzekleine Seefahrt“, sagen manche. Auf der anderen Seite liegt Glückstadt. Sehenswert.


Sonst selten zu sehen: Schwebefähre über die Oste in Osten.


Mal radeln

In dieser Region gibt es viele Radwege, meist gut ausgebaut und beschildert sowie oft deutlich getrennt von Straßen – also nicht nur durch eine Markierung. Es geht relativ eben voran. Wenn man aber gegen den Herbstwind anfährt, muss man schon etwas kräftiger in die Pedale treten oder beim Pedelec, dem E-Rad, den Antrieb hochschalten. Entlang der Elbe selbst gibt es seit Jahren den Elbradweg. Zum Verlauf sollte man sich informieren.



Deutlich getrennt von der Straße:ein typischer Radweg im Norden.


In der Region hat man viele Möglichkeiten zur Einkehr, ob in Restaurants oder bodenständigen Gasthöfen. Das Unterkunftsangebot für Urlauber reicht von der Ferienwohnung über Gasthöfe bis zu Hotels. (jw)

Infos

Reiseberichte und -tipps erhalten Sie immer über die frei aufrufbare Webseite „Tourismus-Medientexte“ auf http://www.presseweller.de


Dienstag, 18. Oktober 2016

Winterurlaub mit Panoramablick in Kärntens Südwesten


Romantisch: Abenstimmung im Panoramahotel Hauserhof. (Fotos 2: Hauserhof)


Wie aus dem Bilderbuch ist der Ausblick vom Panoramahotel Hauserhof aus in Nassfeld-Hermagor auf die Schnee-Landschaft


Nassfeld-Hermagor. 17. Oktober 2016 (DialogPrw). Viele Häuser gibt es nicht im Örtchen Kreuth ob Möschach, wie es genau heißt, dafür liegt Besuchern aber ein Tal zu Füßen, das Kärntner Gailtal mit Blick über die Bezirksstadt Hermagor, den Pressegger See bis zum mächtigen Dobratsch! Immer wieder wunderschön. Natürlich hat man auch die Gailtaler und die Karnischen Alpen mit dem Poludnig im Blick. Die Karnischen bilden zugleich die Grenze zu Italien. Ist im Winter alles schneebedeckt, wirkt die Landschaft wie aus dem Märchenbuch. Kein Wunder also, dass Urlauber sagen: "Wir genießen einerseits die Ruhe und andererseits die Aktivmöglichkeiten, die von hier aus möglich sind." Im Panoramahotel Hauserhof (www.panoramahotel.at) fühlen sich Gäste wohl. Kärntens größtes Skigebiet das Nassfeld, ist nah, im Haus verbinden sich Gemütlichkeit, Komfort und Wellnessmöglichkeiten sowie familiäre Betreuung. Da wir es schon öfter genießen konnten, sagen wir kurz, es ist "ein Wohfühlambiente". 


Wunderschöner Ausblick vom Hotel auf die verschneite Landschaft. 


Das Nassfeld im Südwesten Kärntens ist mit rund 110 Pistenkilometern und direktem Zugang mit der Kabinenbahn Millennium-Express aus dem Tal nicht nur international bekannt, sondern bietet während des Winters eine ganze Reihe an Veranstaltungen, die für Abwechslung sorgen. Wohnt man im „Hauserhof“, kann man das Auto am Hotel stehen lassen. Der Skibus hält vor der Tür und bringt die Gäste zur Bergbahn-Talstation. Praktisch und ebenfalls in der Nähe: das kleinere Skigebiet Weißbriach, das sich gerade für Familien gut eignet. Das ist aber in Sachen Winter längst nicht alles. Je nach Wetterlage stehen im Tal Langlauf und Eisvergnügen mit Eislauf, Eisstock schießen und anderem an: Dazu laden der große Weissensee und der Pressegger See ein, der dem Hotel quasi zu Füßen liegt. Jeder mag selbst entscheiden, mal aufs dicke Eis zu gehen oder einfach nur zuzuschauen. Freunde von Schneeschuhwanderungen sind in Nassfeld-Hermagor ebenfalls richtig.Es gibt viele Möglichkeiten, durch die wunderbar verschneite Bergwelt zu streifen. 
Urig und gesellig geht’s auf der beleuchteten Rodelbahn zu, nur ein paar Gehminuten vom Hotel entfernt. Hauseigene Schlitten können kostenfrei ausgeliehen werden. Es geht rund zwei Kilometer flott bergab. Okay, danach wieder zu Fuß bergauf. Man sollte es einmal am Abend erleben. Es ist immer ein großes Gaudi für die Gäste.


Mal einen Skitag am nahen Kärntner Nassfeld einlegen. (Foto: nassfeld.at) 


Komfort, Abwechslung und Wellness
Gäste des Panoramahotels mit dem gemütlich-komfortablen Ambiente können sich verwöhnen lassen: Neben dem großen Frühstücksbuffet, inklusive Müsli zur eigenen Zusammenstellung, Kaffee, Tee, Fruchtsäften, Kuchen und mehr wartet abends ein viergängiges Wahlmenü. Bei dem Angebot leckerer Speisen fällt die Auswahl nicht leicht. Nach dem Wintervergnügen, ob Spaziergang oder Skitag, weiß man die nachmittägliche Skifahrer-Jause zu schätzen.

Ob Tanzabend, Glühweinparty mit Lagerfeuer und zünftige Rodelpartien: Für Unterhaltung ist gesorgt. Vielleicht nimmt man zwischendurch oder danach noch einen Aperitif an der Hotelbar. Das war für uns immer abwechslungsreich, mit Menschen aus den verschiedensten Regionen ins Gespräch zu kommen. Mal waren es Familie oder Paare, mal Gäste einer Vereins- oder Gruppenreise, die dies Gebiet im südwestlichen Kärnten kennenelernen wollten - und dann oft wiederkommen. Morgens schwärmen noch viele Gäste von dem rundum "schönen Abend". 
Wer entspannen will, taucht in die Wohlfühloase ein, in der das Angebot von Erlebnisduschen, Dampfbad mit „Sternenhimmel“ und Sauna bis zum Tepidarium und zur Physiothermkabinine reicht. Ein Kneipp-Tretbecken gibt es ebenfalls. So verbindet sich Aktiv-Erlebnis mit Wellness und Entschleunigen in einem gepflegten Hotelambiente, umgeben von einer wunderschönen Landschaft. 
Das Hotel ist auch bei Gruppen sowie  Busgästen beliebt. Zu Freiplätzen und Co. gibt die Preisliste Aufschluss. 
Kinder erhalten je nach Alter hohe Ermäßigungen. Klar, dass es auch Gratis-W-LAN gibt.

Weitere Infos und Anfragen: Panoaramahotel Hauserhof, Kreuth ob Möschach 1, A-9620 Hermagor-Pressegger See, Telefon (0043/0/4282 22 86, Fax 22 86 40, E-Mail: info@panoramahotel.at, Internet: www.panoramahotel.at
Infos zu Nassfeld-Hermagor im Internet: www.nassfeld.at

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Montag, 19. September 2016

Herbstzauber in Karnischen Alpen und Dolomiten


Herbstidyll im Kärntner Gailtal: grasende Pferde. (Fotos(c): presseweller)


Eine wundervolle Reise durch Kärnten, Südtirol und Friaul-Venetien


Jürgen Weller

September 2016. Ist es zu allen Jahreszeiten eine Lust, in den Bergen unterwegs zu sein, so malen Spätsommer und Herbst wieder andere und besondere Bilder. Die Urlauberkinder haben schnell Freundschaft geschlossen. Sie sammeln „Keschtn“, Kastanien, für die Wildfütterung im Winter. Wie oft schon bin ich auf diesen Herbstspuren im Kärntner Gailtal zwischen Morgensonne und Dämmerung unterwegs gewesen. Hier, wo die Karnischen Alpen die Grenze zu Italien bilden und hoch oben der Via della Pace, der Friedensweg, verläuft. Wenn morgens die Sonne aus dem Osten Schritt für Schritt dem Süden zuwandert, taucht sie Almmatten und Berge in ein strahlendes gelbliches Licht. Es ist so wundervoll und beeindruckend wie auch wieder viele Stunden später das beginnende Dämmerlicht. Dann versetzt die rote Kugel der im Westen untergehenden Sonne die Felswände von Gartner- und Zweikofel in ein magisches Rot, bevor sie irgendwo ganz hinten hinter Lesachtal- und Drautal wegtaucht. Der letzte Schimmer will wohl sagen „Morgen habt ihr mich wieder.“ Und morgen, dann schauen wir im Lesachtal vorbei und blicken in Südtirol auf die Dolomiten, fahren durch die westlichen Karnischen bis nach Sappada und weiter.

In dieser Jahreszeit sind überall Wanderer unterwegs. Sie schätzen die gegenüber dem Hochsommer milderen Temperaturen und die Fernsicht, die von den Bergen in diesem südwestlichen Kärntner Landstrich je nach Standort bis zu den Dolomiten und den Julischen Alpen reichen. Auch Radler und Ausflügler genießen diese Jahreszeit, in der auf überdachten Balkonen der Kukuruz, die Maiskolben, zum Trocknen hängen, Holz geschnitten und in ofengroßen Stücken gestapelt wird. Schließlich ist der Winter absehbar. Der Almabtrieb ist zum großen Teil vorbei. Aber Pferde und Kühe genießen noch ihre „Freizeit“ auf grünen Wiesen. Enten watscheln um die Hofstelle. Noch gibt es vielerorts diese bäuerliche Idylle. Schön! Die Tage gehen freilich schnell dahin. Schon früh setzt die Dämmerung ein. Man zieht sich in die Stuben zurück und gönnt sich eine Jause. Der köstliche Almkäse, gewürzter Topfen (Quark), Hauswurst, kerniges Brot und mehr gehören dazu. Man hockt gemütlich zusammen und erzählt, bis bald Bettzeit ist.



Durchs Lesachtal zum Dolomitenblick

Blauer Himmel am Morgen. Dem Westen zu, ins Lesachtal. Das für seine Naturbelassenheit bekannte Hochtal wird von Lienzer Dolomiten im Norden und dem Karnischen Hauptkamm im Süden eingerahmt. Ganz früher war die Durchfahrt noch beschwerlich. Die Straße führte durch die zahlreichen Gräben, mal runter, mal rauf. Inzwischen geht es dank vieler Brücken einfach. Links oben zwischen grünen Wiesen Nostra. Von hier wandert man zum Wolayersee, der wie ein grünblaues Auge in den westlichen Karnischen Alpen liegt. In Maria Luggau, über 1170 Meter hoch gelegen, erster Halt. Der Ort ist bekannt wegen seines Servitenklosters und der schon bei der Anfahrt sichtbaren Basilika Maria Schnee, bei der sich barocke und spätgotische Elemente, Stuckarbeiten und Malereien finden. Sie ist seit jeher ein Wallfahrts- und Pilgerziel. Jahr für Jahr wallfahren Menschen, teils seit Jahrhunderten und über hohe Bergpässe, von der Südseite der Karnischen Alpen „in die Luggau“. Nach Mitte September sind es die Gläubigen aus dem italienischen Sappada, auch „Pladen und Plodn“ genannt, die sich auf den vielstündigen beschwerlichen Weg begeben. Dorthin kommen wir auch noch.  




Die Basilika und Wallfahrtskirche Maria Schnee in Maria Luggau.


Im Lesachtal entspringt die Gail, und so wird es bald zum „Tiroler Gailtal“. Wir sind in Osttirol und fahren vorbei an Obertilliach bergab ins Drautal, dort nach Sillian und Innichen, wo wir die italienische Grenze passieren bald links abbiegen und an Sexten vorbei nach Moos ins Fischleintal fahren. Dort führt ein Weg Richtung Berge. Parken, aussteigen, schauen. Hier sind wir nicht alleine. Schließlich gibt es den „Dolomitenblick“ mit den imposanten Drei Zinnen. Aber der Himmel zeigt sich wolkenverhangen, sodass wir diesen dennoch schönen Ausblick auf die Dolomiten nur zum Teil genießen können. Überall auf der bisher gefahrenen und der weiteren Strecke gibt es Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. 
Wir fahren ein Stück zurück und Richtung Kreuzberg. Pässe dieses Namens gibt es mehrere. Dieser ist gut ausgebaut und führt mit bis zu zwölf Prozent Steigung auf über 1600 Meter Höhe von Südtirol nach Venetien. Unser Ziel ist der Monte Croce Carnico, der Plöckenpass. Im Örtchen Dosoledo machen wir Rast. Direkt an der Straße gibt es ein „Restaurant, Gelateria, Bar Dolomiti La Pizza“ mit Terrasse und gepflegten Gasträumen. Wenn wir schon hier sind, soll es auch eine Pizza sein. Die Pizzen sind reichlich belegt und schmecken einfach nur „richtig gut“. Abrundung durch ein Gelati (Eis) und einen Espresso. Alles zu empfehlen. Die Preise sind ähnlich wie in Deutschland. Gleich gegenüber ist ein großes hohes Antiquitätenhaus. Schon im Schaufenster konnten wir so manches „Schätzchen“ bewundern. Dort war leider noch Mittagspause.  



Klasse Pizza im Restaurant in Dosoledo.


Über Sappada zum Plöckenpass


Wie beeindruckend doch diese Bergwelt ist! Die Straße führt uns weiter nach Sappada im Piavetal, den Ort, der Ausgang der Wallfahrt nach Maria Luggau im Lesachtal und eine deutsche Sprachinsel ist. Fein herausgeputzt mit seinen alten Häusern, lebensgroßen Figuren, Geschäftchen und Geschäften mit einem bunten Angebot und dem in jede Richtung sehenswerten Blick auf die Berge mit Dolomiten und Karnischen Alpen, die sich in dieser Ansicht besonders imposant zeigen. Ein Bummel durch Sappada lohnt sich. Tradiertes Brauchtum steht neben moderner Ausrichtung. Natürlich sind auch hier Wanderern Tür und Tor geöffnet, zum Erkunden, zum Erleben, Herbsttage zu genießen.
  

Welch ein Panorama in Sappada.


Beim Dorfbummel in Sappada gibt es einiges zum Schauen.

In dieser Region, die an Venetien, Friaul, Carnico – auch Carnia und Karnien – und Österreich grenzt, durchfahren wir auf der Südseite der Karnischen Alpen so manche beschauliche Dörfer und gelangen über Rigolato bis vor Tolmezzo. Etwas nördlich der Stadt zweigen wir auf die Staaatsstraße Richtung Österreich ab und erreichen bald den „Monte Croze Carnico“, den Plöckenpass. Es geht unter anderem durch Timau. Der Ort wird auch Tischlwang genannt und ist ebenfalls eine deutsche Sprachinsel mit ganz eigenem Dialekt. An Weinfeldern vorbei kommen wir an den Aufstieg der kurvenreichen Passstraße. Von weiter oberhalb blicken wir auf Almen in den umliegenden Bergen und auf den Marmorbruch in der Tiefe. Auf der nur rund 1350 Meter hohen Passstraße, die im Ursprung auf die Römer zurückgeht, gibt es klasse Aussichten, bis schließlich zur Hohen Warte. Mit knapp 2800 Metern gilt der Berg als höchste Erhebung der Karnischen Alpen. Auf der Passhöhe kehren wir auf Kaffee und Kuchen ein. In Nähe der Passhöhe gibt es seit Jahrzehnten ein Windrad zur Stromerzeugung, es gilt als eines der oder das höchst gelegene in Österreich. In dieser Zone wird es gut zu tun haben, denken wir.

Gemächlich fahren wir bergab. Weiter unten gibt es einen schönen Ausblick auf Kötschach-Mauthen und die Gailtaler Alpen. Bald sind wir wieder im Gailtal. „Finito“ mit der Tour, also Ende. Die vielen Eindrücke der wunderschönen Berglandschaften begleiten uns. Wir sind wieder zurück im Gailtaler Herbst und lassen den Abend gemütlich ausklingen. Vor ein paar Tagen habe ich schon wieder „Herbsturlaub“ gebucht.


Ausklang im Café Maier in Rattendorf im Gailtal. Auf Wiedersehen!


Hinweise: Je später es in den Herbst geht, desto eher kann es sein, dass das eine und andere Hotel oder auch manche andere Beherbungsbetriebe bereits geschlossen haben, um sich auf die Wintersaison vorzubereiten. Daher ist es ratsam, sich über die Tourismusbüros der Gemeinden oder Regionen zu informieren und/ oder gezielt anzufragen. Örtlichkeiten und Befahrbarkeiten wie hier angegeben und auf Fotos gezeigt, können sich geändert haben. Deshalb keinerlei Gewähr. Irrtum bleibt generell vorbehalten.


Nützliche Links: www.nlw.at zum Südwesten Kärntens; www.lesachtal.com; www.maria-luggau.at; www.pustertal.org; www.sappadadolomiti.com; www.italia.it/de – unter Friaul-Julisch-Venetien.

Jürgen Weller, Inhaber von Medienbüro + PR DialogPresseweller schreibt und veröffentlicht seit 1978 Reiseberichte zu verschiedensten Zielen in Deutschland, Österreich, Norditalien und zum westlichen Slowenien. Es gibt wohl kaum jemanden, der in dieser Zeit mehr Berichte zum südwestlichen Kärnten - Gailtal, Lesachtal, Gitschtal - geschrieben und veröffentlicht hat. Er zeigt vor allem Regionen und Örtlichkeiten etwas abseits ausgefahrener und belebter Reise- und Durchreiserouten. Schließlich gibt es jenseits dieser Strecken so viele schöne Landschaften, Orte und Besonderheiten, die einen Besuch oder Urlaub lohnen. 

Über die Webseite http://www.presseweller,de gibt es Reisetipps und -berichte, Magazine und Videos. Alles ohne Anmeldung aufrufbar und frei zum Anschauen und Lesen.

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