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Dienstag, 29. Januar 2019

Bergfreuden mit Brauchtum, Schnee und Skispaß

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Schnee-Idylle im Gailtal in Kärnten. (Alle Fotos: (c) presseweller)


Zur Osterzeit in den südlichen Alpen unterwegs


Von Jürgen Weller

Januar 2019. So oft schon zog es uns um die Osterzeit in die Bergwelten auf der Südseite des Alpenhauptkamms. Mal begann die Reise kurz vor Palmsonntag, mal verlief sie über die Feiertage oder begann erst danach. Entweder war die Skisaison noch in Gang, oder sie war gerade beendet. Schnee gab es in vielen Jahren noch reichlich, und meist zeigten sich bereits die Krokusse auf besonnten Wiesen und Matten der Südhänge.

Wie zauberhaft es doch immer ist, wenn die Sonne vom strahlend-blauen Himmel den Schnee glitzern und funkeln lässt, Nadelwald und Landschaft sich in diesem besonderen Weiß zeigen, wie wir es bereits von viel früher aus eigener Anschauung und von Bildern in Schul-Fibeln kennen. Sie tragen Erinnerungen und Wärme in Herz und Kopf und lassen uns sagen „wie romantisch“. Schon lange sind, wie sonst überall, wo die Bedingungen passen, auch südlich des Alpenhauptkamms viele Berge als wintertouristische Ziele ausgebaut, die von Urlaubern und Einheimischen gern zum Skifahren, für zünftige Rodelpartien und zum Langlauf genutzt werden, Veranstaltungen, Hüttenzauber und Aprés-Ski oft eingeschlossen.


Vor dem Nordportal der Febertauernstraße: Blick in die Hohen Tauern.


Gleich hinter den Hohen Tauern
Hinter der mächtigen Kette der Hohen Tauern mit dem Großglockner als höchstem Berg beginnt die Südseite des Alpenhauptkamms. „Joa, Schnee gibt‘s noch genug“, sagte unser Freund Lorenz aus Kärnten meist, wenn wir vor der Osterzeit anriefen, um uns nach den Wetterbedingungen zu erkundigen. Je nach Anreise waren die Südhänge und Teilbereiche des Tals schon „aper“, also schneefrei, aber ansonsten lag noch reichlich der weißen Pracht wie auch im vorigen Jahr.
Eines unserer Ziele war öfter das Defereggental in Osttirol. Das Hochtal mit seinen Steilwiesen und den Bergbauernhöfen „ganz oben“ und von Dreitausendern überragt, steigt am Stallersattel bis auf 2000 Meter an und sieht im Schnee wie aus dem Märchenbuch aus. Die Passstraße Stallersattel nach Südtirol ist den Winter über für lange Zeit gesperrt.


Im Skigebiet Brunnalm im Defereggentsl unterwegs.


Rund um den Obersee präsentierte sich eine perfekte Schneelandschaft, in der während unseres Besuchs an einem sonnigen Tag Tiefschneefahrer, Langläufer und Spaziergänger unterwegs waren. Wunderbar. Alpinfahrer und Snowboarder sind im Skigebiet Brunnalm richtig. Es führt bis auf über 2500 Meter. Im Tal-Hauptort bei St. Jakob fuhren wir mit der Kabinenbahn hoch und sahen dem bunten Treiben der Skifahrer zu, die mal elegant wedelnd, mal in Schussfahrt von der Höhe kamen. Von der Brunnalm aus geht es mit Liften weiter in die Höhe. Insgesamt offenbarte sich uns eine eindrucksvolle Schneelandschaft mit teils klasse Ausblicken auf die Bergwelt.
Wir hatten ein schönes Quartier in St. Jakob. Im Ort selbst sowie in St. Veit und Hopfgarten gibt es so einige Restaurants und Gasthöfe für die gute Einkehr sowie viele Unterkunftsmöglichkeiten, von Hotels über Gasthöfe bis zu Ferienwohnungen und Pensionen.

Durchs Drautal übern Berg
Die nächste Etappe ist uns vertraut. Von St. Jakob geht es wieder talabwärts bis Huben auf der Südrampe der Felbertauernstraße. Durchs Iseltal südwärts ist bald Lienz erreicht. Schon von Weitem sind die Lienzer Dolomiten zu sehen, die einmal mehr diese wundervolle Bergwelt ins Szene setzen. Durchs Drautal ostwärts fahren wir nach Oberdrauburg. Dort geht es mit dem kehrenreichen Gailbergsattel übern Berg nach Kötschach-Mauthen. Ab Lienz sind wir knapp 35 Kilometer gefahren. Hier, im Kärntner Gailtal, sind wir gern auch schon im von Sissy und Stefanie Sonnleitner geführten Restaurant eingekehrt sind. Wichtige Stichworte dort sind seit Jahren „Genusswerkstatt“ sowie „Slow-Food-Travel Alpen-Adria“. Im quirligen Ort steht der „Gailtaler Dom“. Wir sehen von Schnee bedeckte Landschaften und Bergpanoramen in Karnischen und Gailtaler Alpen. Bei uns „Freunden der Berge“ ist das nun einmal – zu allen Jahreszeiten – einfach nur richtig schön.


Noch dicker Schnee am Nassfeld vor der Malurch-Kulisse. 


Rund ums Nassfeld
Hier im Gailtal fahren wir wiederum in Ostrichtung, bis wir einige Kilometer vor dem Bezirksstädtchen Hermagor nach Tröpolach abzweigen, das wir bereits nach rund 25 Kilometern erreichen. Tröpolach ist der Talort zum schon seit Jahrzehnten bekannten Skigebiet Nassfeld. Von der Entwicklung haben wir einen guten Teil miterlebt, vom ehemals ersten Lift bis zum heutigen Ausbau mit Kabinenbahn, Sesselliften und vielem mehr sowie mit rund 110 Pistenkilometern.
Teils konnten wir zur Osterzeit sogar noch die Loipen im Tal nutzen. Auf dem Nassfeld erlebten wir zu dieser Zeit schon riesige Schneehöhen. Kaum vorstellbar: Wir spazierten im dicken hohen Schnee über die Netz- und Begrenzungsstangen des Tennisplatzes! Seit jeher gilt das rund 1530 Meter hoch gelegene Nassfeld, gleich an der Grenze zu Italien, als schneereiches Gebiet. Davon wusste bereits in den 1920er-Jahren ein Grieben-Reiseführer zu berichten. Von Tröpolach gelangt man mit der Kabinenbahn „Millennium-Express“ zu Zwischenstationen wie bei Schlanitzen und „Tressdorfer Alm“ sowie schließlich zur Endstation auf der knapp 2000 Meter hohen Madritsche. Von dort ergeben sich für Alpinfahrer verschiedene Möglichkeiten, die Pisten nach Wunsch zu bügeln. An Einkehrmöglichkeiten mangelt es nicht.


Langlauf am Nassfeld unter blauem Himmel bei Sonnenschein. 


Sicher, es ist praktisch, wenn man auf dem Nassfeld wohnt, aber dank der Kabinenbahn ist es in den Talorten und Dörfern mit ihrem Charme sowie dem Skibusverkehr ebenfalls angenehm. Das Auto kann beim Quartier bleiben, oder man nutzt den großen Zentralparkplatz bei der Talstation des Millennium-Express‘. „Oben und unten“ gibt es ein großes Angebot an Hotels, Gasthöfen, Ferienwohnungen und Pensionen, im Tal ist auch Wintercamping möglich, teils einschließlich SPA mit Hallenbad. Alles ergänzt sich durch vielfältige Einkehrmöglichkeiten. Wer Bodenständiges und Regionales zum Essen liebt, hat ebenso vielfältige Möglichkeiten wie Freunde internationaler Küche – schließlich schließt das eine das andere nicht aus. Wir waren schon in zig Restaurants unterwegs und müssen keinen „Geheimtipp“ abgeben. Seit einigen Jahren schon setzen einige Häuser auf regionale Produkte bei der Speisenzubereitung. In den Talorten wie Tröpolach, Hermagor, Untermöschach und Waidegg sowie, von Jenig auf die Höhe abzweigend, in Kreuth fühlten wir uns bei den „Wirtsleuten“ stets gut aufgehoben. Die Speisenauswahl ist überall wieder etwas anders, vielfach wird auch das typische Regionalgericht, die mit Topfen (Quark) gefüllte „Kärntner Nudel“ serviert. Lecker.
Wer noch nie zum Winterurlaub in diesem reizvollen Tal zwischen Gailtaler Alpen und Karnischen Alpen war, sollte sich informieren und es vielleicht einmal ausprobieren.

Palmzweige und Osterschinken
In diesen Alpenregionen pflegen viele zu großen Feiertagen tradiertes Brauchtum. In der Osterzeit ist das neben dem großen Fest selbst schon der Palmsonntag. Viele besuchen die Kirchen mit „Palm“zweigen in den Händen. Die Zweige erhalten während der Messe einen Segen. Damit geht man später durchs Haus, durch die Speisekammer und auf Höfen durch den Stall, sodass Mensch, Vieh und Gebäude gesegnet sind. Mann und Frau tragen zumeist „Sonntagsstaat“, Anzüge wie den typischen „Kärntner“ in Braun und mit Besatz für die Herren und Kleider oder Röcke für die Damen. Feierlich.
In den Häusern bereitet man sich auf die Ostertage vor. Hier und da wird noch Brot gebacken, im Gailtal auch der „Osterschinken“ vorbereitet. Wenn die Kirchenglocken nach Rom geflogen sind, wie es im Volksmund überliefert ist, künden am Karfreitag und -samstag die „Ratschenbuben“ den Kirchbeginn an. Ratschen sind meist hölzerne Gerätschaften, mit denen laute knarrende Töne in Folge erzeugt werden. Wir sehen Frauen mit Körben, die zur Kirche eilen. Was mag wohl im Korb sein? Wir haben es erfahren wie Sie jetzt: Es sind Fleisch, Schinken und Wurst. Nein, das bekommt nicht der Pfarrer oder Pastor. Diese inhaltvollen Körbe werden in der Kirche geweiht. Hinterher bei der Mahlzeit zu Hause spricht man von „Geweihtem“. Dazu gehört der Osterschinken. Wir konnten ihn und anderes „Geweihte“ schon öfter kosten. Dieser Gailtaler Schinken und Schinkenspeck wird mit frischem Kren, also Meerrettich, und mit süßem Reindling – ein Hefekuchen mit Zucker, Zimt und Rosinen – serviert. Beim ersten Mal vor über 40 Jahren auf einem Bergbauernhof hoch oben in Forst oberhab von Reisach hätten wir uns nicht vorstellen können, dass das dermaßen gut schmeckt! Oh wie lecker. Hin und wieder probieren wir es zu Hause in ähnlicher Form aus, weil es – uns – einfach nur gut schmeckt. Insgesamt ist Ostern mit den verschiedenen kirchlichen Messen ein großes Fest, bei dem Familie, Besuche und feiertagsmäßige Ausrichtung angesagt sind. Es war und ist für uns immer wieder erfreulich und sehr angenehm, das miterleben zu können.


Zur Osterzeit gibt es "Geweihtes". Eine Gailtaler Jause schmeckt stets prima.


Über Tarvis zu den Juliern
Während wir zur Fahrt nach Nordwest-Slowenien meist den Wurzenpass bevorzugen, nutzen wir zur Winterzeit je nach Witterungsverhältnissen alternativ die Strecke von Hermagor übers italienische Tarvisio nach Kranjska Gora. Es sind nur knapp 60 Kilometer. Von Tarvis führt der Weg bergauf mit leichten Steigungen ein Stück weit unterhalb der malerischen Fusine-Seen vorbei. Bei Ratece ist dann die Grenze erreicht. Der Talboden wird nördlich von den Karawanken und südlich von den Julischen Alpen überragt. Schon beim „Eintritt“ in diese Bergwelt sind wir zu allen Jahreszeiten stets wie verzaubert. Bald hinter der Grenze kann man in die „Planica“ fahren, wo die weltberühmten Skiflug-Schanzen stehen. Es lohnt sich zu gucken, womit es die Skispringer zu tun haben. Wir wollten nicht da oben stehen und dann hinuntersausen oder „fliegen“. 


Im Planica-Tal bei den international bekannten Skiflug-Schanzen. 


Weiter über die Hauptstraße ist in Kürze Podkoren erreicht, danach der bei Touristen und Skisportfreunden weit bekannte Ort Kranjska Gora mit vielen Hotels und Restaurants. Beim Blick gen Süden kommt die „zackige“, wunderschöne Silhouette der Julischen Alpen ins Spiel, die im Umfeld der Schneelandschaft ihren eigenen reizvollen Ausdruck hat. Alpinfahrer finden viele Möglichkeiten, sich auf – teils auch steilen – Pisten auszutoben. Im Tal, das von der jungen Save durchflossen wird, und anderswo finden Langläufer, abhängig von der Schneelage, natürlich auch Loipen. Je nach Jahr ist um die Osterzeit vielfach noch g‘führiger Schnee zu finden.
Vor Jahren um die Osterzeit hatten wir uns vorgenommen, wenigstens ein Stück des eindrucksvollen Vrsic-Passes zu fahren. Den Pass mit über 50 Kehren und sehenswerten Ausblicken, die immer „Ahs“ und „Ohs“ hervorrufen, hatten wir bereits öfter von der Nord- und von der Südseite her überquert. Jetzt zur Osterzeit aber, die sich noch winterlich gab, ging gar nichts. Das machte uns eine Auskunft schnell klar: Sie können nicht viel weiter fahren. Es liegen zum Teil noch mehrere Meter Schnee am Vrsic“.

Auf dem Weg von Ratece nach Kranjska Gora - die Julischen Alpen im Blick.


Gut, dann bummeln wir im Ort. Die längst schon wieder renovierte Kirche anschauen, mal durch die kleinen Läden in der verkehrsberuhigten Zone bummeln und auf leckeres Essen oder Kaffee und Kuchen einkehren. Das kann man übrigens gut in Kranjska Gora sowie bodenständig und preislich passend ebenfalls in den kleinen Orten Podkoren und Ratece. Nachdem bei der vorigen Einkehr in Ratece die Portionen so groß waren, sagten wir der Wirtin, dass uns, wie bei der Bestellung schon geäußert, weitaus kleinere Portionen gereicht hätten. Sie antwortete mit leichtem slawischen Akzent: „Es ist uns lieber, etwas mehr zu servieren, als dass der Gast zu wenig bekommt und nicht zufrieden ist.“ Da hat sie Recht. Es hat prima geschmeckt, und wir waren sehr zufrieden! Die Preise hier wie in den anderen „Gostilnas“, Gasthöfen, sind zivil. Alles "passt"!

In Kranjska Gora, wo wir bereits in verschiedenen Hotels gewohnt haben, sowie in den umliegenden Orten steht eine große Auswahl an Hotels und anderen Gastbetrieben und Privatunterkünften – erkennbar am Schild „Sobe“ (Zimmer) zur Auswahl.
Wer noch ein Stück weiter fahren will, kommt auf die Pokljuka oberhalb des Bleder Sees, wo Jahr für Jahr internationale Langlaufwettbewerbe wie im Biathlon ausgetragen werden. Im Winter waren wir noch nicht da, aber im Sommer erfreuten wir uns bereits an dieser Landschaft, aus der es für uns weiter zum idyllischen See von Bohinj ging. Das ist aber eine andere Geschichte. 
  
Ob Wintersportler oder nicht: Es ist reizvoll, rund um die Osterzeit in den „südlichen“ Bergen, hinter den Hohen Tauern, unterwegs zu sein. Klar, die Schnee- und Wetterbedingungen sind Jahr für Jahr wieder anders. Bei uns ließen sich „Frühling im Tal und Winter auf den Bergen“ öfter erleben. Je nach Urlaubswunsch ist es ratsam, sich zeitnah zu informieren. Das gilt natürlich auch für die jeweiligen Straßenbedingungen. (DialogPresseweller)

Hinweise: Fotos sind aus verschiedenen Jahren, Örtlichkeiten können sich verändert haben. Der Text basiert auf Besuchen aus mehreren Jahren/ Jahrzehnten. Veränderungen der Örtlichkeiten sind möglich. Irrtum bleibt zu Fotos und Text in allen Fällen vorbehalten! Zu Aktuellem, von den Winterurlaubseinrichtungen und Unterkunftsmöglichkeiten über Schneelage und Straßenverhältnisse insgesamt und vor Ort, raten wir, sich über Verkehrsinformationsdienste und die jeweiligen Internetseiten der Regionen/ Orte zu informieren. 


Weitere Informationen 
ergänzend Webseiten zu Osttirol
Gailtal, Nassfeld: www.nlw.at
ergänzend Webseiten Slowenien

Reiseberichte, Tipps, Magazine immer auf www.presseweller.de

Samstag, 26. Mai 2018

Im Kärntner Gailtal kommt Urlaubslust auf


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Vom Weg zur Rattendorfer Alm hat man diesen Ausblick auf Rattendorf und die Gailtaler Alpen.



Almen, Radwege und mehr/ Schön wohnen wie am Kastnerhof in Rattendorf

26. Mai 2018 (DiaPrw). Grüne Wiesen und Wälder, der Gailfluss und Berggipfel malen im westlichen Gailtal zwischen Kötschach-Mauthen und Pressegger See ein wunderschönes Landschaftsbild. Das Gailtal zwischen Gailtaler und Karnischen Alpen, in denen auf der Höhe die Grenze zu Italien verläuft, ist so beeindruckend und romantisch, dass viele Gäste immer wieder hierher kommen. Mit seinen Almen, den Brauchtumsfesten, dem warmen Pressegger See, den Wander-, Rad- und Mountainbikewegen einerseits sowie dem international bekannten Skigebiet Nassfeld andererseits ist es seit Jahrzehnten ein beliebtes Sommer- und Winterziel! Uns ist seit Jahren ein Dorf ans Herz gewachsen, Rattendorf.



Der Kastnerhof in Rattendorf. Links im Hintergrund die Spitze des Zweikofels in den Karnischen Alpen, rechts Seitenansicht mit "Spielecke"-Garten und Balkonblumenschmuck. 

Rattendorf kennen wir seit der Jugend. Der Name hat nichts mit den Nagern zu tun, sondern könnte mit „Roden“ zusammenhängen. Seit Jahren quartieren wir uns gerne in einer Ferienwohnung mit inklusivem Frühstück ein. Das ermöglicht zum Beispiel der Kastnerhof (www.kastnerhof.com). Neben den großzügigen Ferienwohnungen gibt es auch Zimmer – alles übrigens neu gestaltet und renoviert sowie natürlich mit Dusche/ WC, teils mit Balkon, SAT-TV, W-LAN und mehr sowie zu erschwinglichen Preisen. Die Ungezwungenheit sowie die freundlichen und sich kümmernden Gastgeber lassen uns stets sagen: „Wir fühlen uns hier wohl!“

Teil des großzügigen Ess-Küchen- und Wohnbereichs mit Sat-TV (o.). Hübsche Dekos im und vorm Haus lockern auf. Am Kastnerhof kann man sich auch mit "Kuh"-ten - statt guten - Tag begrüßen. (Fotos (c) oberhalb: Kastner 3, presseweller 3/ alle Fotos unterhalb: presseweller)


Kuh-ten“ Tag
Aufgrund der vielen Stammgäste mag es anderen Gästen ebenso gehen wie uns. Kinder und Enkel werden im Haus, in dem man sich wegen der Kuhhaltung auch mit „kuh-ten Tag“ begrüßen kann, ihre Freude haben. Einen kleinen Spielplatz gibt es im Vorgarten, wo die Eltern oder Großeltern aus der idyllischen Laube zuschauen können, gleich gegenüber ist der größere Gemeinde-Spielplatz. Abends sitzen die Erwachsenen, oft auch auch mit den Gastgebern, gerne zu gemütlich-fröhlichen Runden auf der Vorterrasse zusammen, wobei über die Erlebnisse des Tages und vieles andere erzählt wird. Irgendwann endet der Abend im Resümee: Das war wieder einmal ein rundum schöner Urlaubstag. Der Kastnerhof steht hier gleichsam für andere Urlaubsbetriebe im Dorf und im Tal, von der Ferienwohnung über Pensionen und Campinganlagen bis zum Viersternehotel.



Praktisch: Einstieg in den Gailtal-Radweg direkt von Rattendorf aus. 


Radweg, Almweg und Spazierstrecken
Rattendorf liegt quasi direkt am Gailtal-Radweg R 3. Auf dem nahezu ebenen und gut ausgeschildertem Weg, der von Kötschach-Mauthen bis bei Villach führt, können kleinere und größere Etappen unter die Räder genommen werden. Da er größtenteils abseits der Hauptverkehrsstraßen verläuft und immer wieder in Dörfer abgezweigt werden kann, eignet er sich auch gut für Familien. Wenn das Bike nicht dabei ist: Es gibt verschiedene Ausleihmöglichkeiten. Zum Teil halten auch die Gastbetriebe Räder vor. Mountainbiker haben in den Karnischen Alpen zig Möglichkeiten, hoch zu schnaufen und sich nachher beim Downhill den Wind um die Ohren wehen zu lassen. Zu Spaziergängen laden zum Beispiel der Wasser-Erlebnis-Weg ein, der Weg zur Fischzucht und ein ausgiebiger Dorfrundgang. Für mehrstündige Wanderungen, zum Beispiel zur Rattendorfer Alm, wo während der Saison der schmackhafte Almkäse produziert wird, gibt es viele Möglichkeiten.


Zur Rattendorfer Alm wandern und den Ausblick genießen. Von hier geht es auch zum Einstieg in den Karnischen Höhenweg - nach Ost Richtung Nassfeld, nach West Richtung Plöckenpass.


Von der Alm unterhalb des fast 2300 Meter hohen Trogkofels steigen Wanderfreunde in den Karnischen Höhenweg ein, den Fernwanderweg Via della Pace, den Friedensweg. Ringsum gibt es zahlreiche Almen. Deshalb beschrieb bereits vor Jahrzehnten der westfälische Autor Georg Hainer das Gailtal als „Tal der Almen“. Vom Frühsommer bis zum Spätherbst lohnt sich die Fahrt mit dem Millennium-Express. Die Talstation der Kabinenbahn im Rattendorfer Nachbarort Tröpolach liegt nur rund zwei Kilometer entfernt. Endstation ist auf knapp 2000 Metern auf der Madritsche, mitten in einer fürwahr aussichtsreichen Bergwelt rund um das international bekannte Wintersportgebiet Nassfeld und in der Sommerzeit mit vielen Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Erwachsene. Klar, dass man sich oben auch stärken kann. Bergluft macht Hunger.


Ob auf der Alm oder im Gasthof: Eine gute Jause, Zwischenmahlzeit, sollte man sich mal gönnen. Neben "Speck" gehören auch Hauswurst und der Almkäse dazu.


Badespaß, Bummel und Einkehr
Viele verbinden Sommer mit Badespaß. In etwa 20 Auto-Minuten ist von Rattendorf aus der bekannte Pressegger See mit seinen Strandbädern erreicht: schwimmen. planschen Bötchen fahren. Außerdem lockt dort der „1. Kärntner Erlebnispark“. Der See gilt als einer der wärmsten Kärntens. Schwimm- und Badespaß lässt sich auch im Freibad Kirchbach erleben. Mit dem Auto ist es von Rattendorf aus in wenigen Minuten erreichbar.


Der Pressegger See wird auch liebevoll "Gailtaler Badewanne" genannt. An den Strandbädern ausruhen, schwimmen, eine Bötchenfahrt unternehmen - es ist vieles möglich. 


Zum Geschäftsbummel laden die Bezirkshauptstadt Hermagor sowie das quirlige Kötschach-Mauthen ein. Aufgrund der zentralen Lage von Rattendorf ist es auch nicht weit nach Villach oder ins italienische Tarvisio mit seinem großen Markt.



Lecker und typisch: Kärntner Nudel, hier beim Almabtriebsfest. 


Wenn es darum geht, auf Gutes einzukehren, haben Gäste rund um Rattendorf die Auswahl aus vielen Gasthöfen und Restaurants, in denen Bodenständiges und Internationales serviert wird. Fahren Sie in Jenig die Bergstraße hoch nach Kreuth zum Hotel Presslauer. Die Speisenkarte ist reichlich, das Essen klasse, und Sie sitzen im Panoramarestaurant oder auf der Terrasse mit Blick auf die Karnischen Alpen. „Drinnen oder draußen“ heißt es ebenfalls beim Waidegger Wirt mit dem runden und guten Speisenangebot. Der „Wirt“ liegt nur unweit vom Golfplatz entfernt. Bodenständiges, von der Leberknödelsuppe bis zum Zwiebelrostbraten, ist richtig lecker. Wir haben es schon gerne im Tröpolacher Hof genossen. Schräg gegenüber ist der Pizzastadl. Dort gibt es Pizza, Pasta und mehr. Natürlich finden sich im Umland viele weitere Möglichkeiten guter Einkehr. Schließlich ist das Gailtal der Slow-Food-Bewegung angeschlossen. In Rattendorf selbst lädt, gleich gegenüber des Kastnerhofes, das kleine aber gemütliche Café Maier – ein Dorfprojekt - auf Snacks bis zur Pizza ein. Eine großer Gastgarten gehört dazu. Für einen abendlichen Fußweg lohnen sich auch die Jeniger Stubn im Nachbarort Jenig. Es gibt neben Getränken aller Art ebenfalls Kleinigkeiten zum Essen. Alle beschriebenen Lokalitäten und viele mehr in der Region haben wir bereits öfter ausprobiert, und wir waren stets zufrieden! Zu den je nach Saison aktuellen Öffnungszeiten sollte man sich vor Ort informieren.


Der "Hausberg", der über 2150 Meter hohe Gartnerkofel, ist von Rattendorf aus gut zu sehen.


Bei Festen mitfeiern
Von Frühsommer bis Herbst laden im Gailtal zahlreiche bodenständige Festlichkeiten zum Mitfeiern ein, vom Honigfest über das überregional bekannte Gailtaler Speckfest bis zu Kirchtagen mit „Kufenstechen“, ein Reitwettbewerb mit langer Tradition. In Rattendorf sind es über den Sommer bis in den September hinein zum Beispiel der mehrtägige Kirchtag, das beliebte Waldfest und schließlich der Almabtrieb. Überall sind Urlauber stets gern dabei – so, als gehöre man dazu!
Wenn dann abends in gemütlicher Runde noch einige Gailtaler diese besonderen Kärntner Lieder anstimmen, die von Sehnsucht, Heimat, Almleben und Liebe erzählen, dann wird‘s ringsum stiller, bevor bald der Abend ausklingt. Da wird vielen Gästen schnell klar, warum ihnen dieses so schöne Fleckchen Erde im Südwesten Kärntens schon längst zur „Urlaubs-Heimat“ geworden ist.

Tipp: Im Gailtal gibt es zahlreiche Feste. Neben den Kirchtagen und dem Kufenstechen wie in Egg stehen zahlreiche Genussfeste im Vordergrund wie das Gailtaler Speckfest in Hermagor sowie dort auch das Honigfest sowie das Käse-Festival in Kötschach-Mauthen, außerdem gibt es auch ein Apfelfest und ein Polentafest und viele mehr. Informieren Sie sich zu Veranstaltungen auf der Webseite der Region, www.nlw.at



Da haben Kinder ihren Spaß: Spielplatz in Rattendorf und überall Tiere wie Kühe, Pferde und sogar Esel und mehr. 

Abwechslung für Kinder/ Immer wieder Neues
Urlauberfamilien sind seit jeher in Rattendorf anzutreffen. Auf dem Programm für den Nachwuchs stehen je nach Alter kleine Radrunden, spielen, ein Spaziergang mit den Eltern zum Doberbach, wo Steine gesucht werden, die dann beim Werfen möglichst oft übers Wasser springen sollen, und Steinmännchen, „Steinmanderl“ gebaut werden. Auf weiterem Weg sieht man einen Wasserfall. Wegen der Tiere, Blumen, Pflanzen und schönen Aussichten haben Kinder meist auch Spaß beim Besuch einer der Almen. Gern werden auch dort Steine gesucht. Vielleicht ist eine Versteinerung, eine Fossilie, zu finden. Im Geo-Park Karnische Alpen lässt sich einiges entdecken – ein gutes Stück Erdgeschichte. Alleine spielen? Im Ort gibt es viele Kinder, und Anschluss ist meist schnell gefunden. So entstehen bei Stammgästen häufig Freundschaften über Jahrzehnte und Generationen.
Die hohe Stammgästequote mag daher rühren, weil sich Urlauber in den Hotels, Gasthöfen, Pensionen und Ferienwohnungen einfach wohlfühlen und es außerdem in der Region immer wieder Neues zu entdecken und zu erleben gibt. Da kommen dann gegenseitig Gästefragen wie „Habt ihr euch das schon angeschaut?“ „Nein, wussten wir noch gar nicht.“
Schon die Berge wie der Reißkofel, der Zweikofel, der Trogkofel und Gartnerkofel, der Spitzegel beim Pressegger See und das große Dobratsch-Massiv zeigen von jeder Seite aus sowie im Morgen- und Abendlicht wieder andere Bilder. In den Bergen warten verwunschene Seen wie der Zollnersee und Wiesen mit teils seltenen Blumen wie die Wulfenia, Trichterlilie, Kohlrösl, Frauenschuh und natürlich Enzian und Edelweiß. Was für ein wunderschöne und abwechslungsreiche Bergwelt!
„Wir kommen seit über 25 Jahren hierher“, erzählt uns eine Mutter hoch oben auf der Restaurant-Terrasse. Inzwischen urlauben auch die Kinder mit den Enkeln hier.“ Bei einem Paar aus Holland ist es ähnlich. Es erzählt uns auch von seinen Ausflügen und Wanderungen. Schließlich sind die Möglichkeiten im Gailtal vielfältig, über Grenzen hinweg!

Tipp: Für Abwechslung und Aktivitäten haben Sie zahlreiche Möglichkeiten. Für viele wird im Sommer der Badespaß im Vordergrund stehen. Was kann sonst noch auf dem Programm stehen?  Nur als Beispiele: Wandern in verschiedenen Höhenlagen, Radtouren, Mountainbiken, Motorradtouren, Golf, Besuch der Garnitzenklamm in Möderndorf bei Hermagor, von Möderndorf auch zum Almdorf rund um die Egger Alm, wo man nahezu eben spazieren oder hoch zur Poludnigalm wandern kann, Museums- und Kirchenbesuche sowie Autoausflüge zum Weissensee, ins nahe Italien und nach Slowenien. Verschiedenes finden Sie in unseren Reiseberichten auf diesem Blog.


Wenn die Sonne über den Bergen erwacht ist, freut man sich auf einen schönen Tag.


Anreise mit dem Auto
Grundsätzlich kann auch die Bahn genutzt werden, die über Villach, Arnoldstein bis Hermagor fährt. Mit dem Auto empfehlen sich mehrere Wege, die ihre landschaftlichen Reize haben. Als Zwischenziel nehmen wir München. Beliebt sind die Routen über die Tauernautobahn bis nach Arnoldstein/ Thörl-Maglern über den Gailtalzubringer bis Nötsch und weiter über die B 111 Richtung Hermagor. Eine etwas nähere Alternativstrecke ins westliche Gailtal besteht über die Abfahrt bei Feistritz/ Drau und dann über die teils enge Passstraße Windische Höhe ins Gailtal.
Für das westliche Gailtal wie nach Rattendorf ist es von Rosenheim/ Inntaldreieck kilometermäßig kürzer über die reizvolle Felbertauernroute, ab Kufstein/ Süd/ Felbertauern allerdings ohne Autobahn. Freunde von Passfahrten können auch die Radstädter Tauern und den Katschberg statt der Autobahn nutzen.
Entfernung München – Hermagor um die 300 Kilometer, je nach Stecke mal weniger und mal mehr.
Für Autobahnen und teilweise Schnellstraßen benötigen Sie eine Autobahnvignette, „Pickerl“. Für manche Tunnels (Felbertauern und Tauernautobahn) und Passstraßen (hier zum Beispiel Großgockner) fällt zusätzlich Maut an. (jw)

Mehr Infos: www.kastnerhof.com  Tel./Fax: (0043) /0/ 4285 443, E-Mail: kastnerhof@speed.at
Auf der Seite erfahren Sie mehr zu den Ferienwohnungen, Zimmern, inklusive Preisen, sowie zum Haus.
Zum Gebiet: www.nassfeld.at
Informationen zur Region, einschließlich Aktivmöglichkeiten. Unter „Suche“ Rattendorf eingeben.

Reiseberichte und -tipps sind wie Autothemen immer ohne Anmeldung über die Seite www.presseweller.de aufrufbar.

Autor Jürgen Weller schreibt und veröffentlicht seit 40 Jahren Reiseberichte und -tipps zu Deutschland und von dort mit dem Auto relativ nah erreichbaren Zielen in Europa wie Österreich,  nordöstliches Italien und nordwestliches Slowenien.

Hinweis für Medien: Falls Sie an einem Abdruck, einer Einstellung des Reiseberichts, auch in verkürzter Form, sowie an den Fotos oben oder anderen Fotos interessiert sind, fragen Sie bitte bei uns an. 

Donnerstag, 12. Januar 2017

Winterurlaub und Genuss: Streifzüge in Gail- und Savetal


Abendliche Winterszenerie im Gailtal/ Kärnten. (Alle Fotos: (c) presseweller)

Südwestliches Kärnten und nordwestliches Slowenien machen Reiselust


Januar 2017. (DialogPrW). Ist es nicht immer wieder beeindruckend, im Winter die verschneiten Berglandschaften zu schauen? Sie taugen nicht nur zum Wintersport, sondern auch zum Erholen und Genießen. Die gute Einkehr auf Bodenständiges oder Feines gehört dazu. Gemütlich sitzt es sich später am warmen Kachelofen, um in Ruhe zu lesen, zu stricken oder in kleiner Runde über Gott und die Welt zu reden. Schon so oft konnten wir uns an winterlichen Tagen in und an den Bergen erfreuen. Zwischen Gailtaler und Karnische Alpen schmiegt sich das Gailtal im südwestlichen Kärnten, zwischen Karawanken und den imposanten Julischen Alpen das Savetal.

Bereits bei der Anfahrt in die Regionen kosten wir von den wunderschönen Landschaftsbildern. Im Oberen Gailtal steuern wir Tröpolach an. Dort ist die Talstation des Millennium-Express', mit dem man ins bekannte Skigebiet Nassfeld gelangt. Wer oben ist, kann während der Wintersaison rund 110 Pistenkilometer unter die Bretter nehmen. Zur Unterkunft haben Urlauber zahlreiche Hotels der Drei- und Viersternekategorie wie beispielsweise Sonnenalpe, Wulfenia, Haus Nassfeld, Gartnerkofel, Almhotel und Alpenhotel sowie Ferienwohnungen und Ferienhäuser zur Auswahl. Praktisch: Zu Fuß oder mit kurzer Autofahrt entlang des Pramollo-Sees ist man schon in Italien und kann in den dortigen Restaurants italienische Küche kosten.


Am Nassfeld im dicken Schnee auf der Piste.


Im Tal und in den Gailtaler Alpen

Zwischen den Orten Waidegg, Jenig, Rattendorf, Tröpolach und Hermagor laden ebenfalls viele Hotels ein. In Tallage zum Beispiel der Waidegger Wirt in Waidegg, das Sonnleitn in Jenig und das Viersternehaus Hansbauerhof in Rattendorf sowie in Tröpolach, alles in Nähe der Talstation des Millenniumexpress', das Q2 Nassfeld, Carinzia, Tröpolacherhof und Samerhof. Ein bisschen auf Höhe in den Gailtaler Alpen geht es in ebenfalls komfortable, ruhige und ansprechend ausgestattete Hotels, unter anderem ins Berghotel Presslauer in Kreuth, oberhalb von Jenig, und ins Panoramahotel Hauserhof in Kreuth, oberhalb von Hermagor.
Dazu gibt es in der gesamten Region bis zum Pressegger See jede Menge Zimmer, Apartments und Ferienwohnungen. Wintercamping ist ebenfalls möglich.
Ob am Berg oder im Tal: Wir haben bereits in zahlreichen Hotels, Pensionen und in Ferienwohnungen schöne Tage verbracht und die bekannt angenehme Gastfreundschaft kennengelernt. Für uns entsprach sie dem alten Kärnten-Slogan: Urlaub bei Freunden. Ja!
Kehren Sie auf Gutes ein. Eine feine Auswahl bietet neben anderen der Waidegger Wirt. Hier schmeckt's! Bodenständig und gut, ob typischer Schweinsbraten oder Leberknödelsuppe, ist das Essen im Tröpolacher Hof. Schön, man kann die üppigen Gerichte auch als „kleine Portion“ bekommen. Das ist leider längst noch nicht überall Standard. Pizza? Dem Hotel Samerhof in Tröpolach ist der „Pizza-Stadl“ angegliedert. Die Pizzen sind klasse, natürlich gibt es auch anderes wie Nudelgerichte. Mittagessen im Berghotel Presslauer in Kreuth haben wir voriges Jahr mal wieder probiert. Es gibt nicht nur eine gute Auswahl, das Essen ist schön angerichtet und bereitet dem Gaumen Freude. Das ist auch so im Biedermeier-Schlössl Lerchenhof an der Straße ins Gitschtal, übrigens auch ein gutes Hotel mit großem Park. In Hermagor selbst essen wir immer wieder gerne im Bärenwirt an der Hauptstraße: eine feine Auswahl von der bodenständigen Kärntner Nudel bis zum Kalbsschnitzel.
Urlaub soll die Sinne berühren, eine ausgewogene Mischung aus Ausspannen und Aktivität haben und schließlich auch „durch den Magen gehen“.



        Im oberen Savatal, im Hintergrund felsige Julier rund um den Mt. Kanin und Mangart.


Im Oberen Savatal in Slowenien

Schon oft konnten wir uns an dieser majestätischen Bergkulisse erfreuen. Der bekannteste Ort ist Kranjska Gora. Das ist auch im Winter so. An den Hängen der Julischen Alpen werden jedes Jahr Ski-Weltcups ausgefahren. Für Freunde des alpinen Skifahrens stehen daher die verschiedensten Abfahrten zur Verfügung, insgesamt rund 20 Pistenkilometer, die es aber mit roten und auch schwarzen Pisten in sich haben. Zum direkten Umfeld gehören die Orte Ratece, von wo es in die Planica abgeht, weltbekannt für die Skiflugschanzen, und Podkoren, am Fuße des Wurzenpasses. Zur Unterkunft finden Sie Zimmer in Pensionen, Gasthöfen und Hotels. Im lebendigen Krajnska Gora selbst stehen verschiedene gute Hotels zur Auswahl, zum Beispiel Kompass, Lek, Kotnik, Prisank-Ramada und mehr. Schon in der noch jugoslawischen Zeit haben wir in vielen Hotels im Ort übernachtet und waren stets sehr zufrieden. Die komfortablen Hotels glänzten bereits damals mit umfangreicher Ausstattung, teils inklusive Hallenbad.



Ist schon heftig, die Abfahrt in den Julischen Alpen im oberen Savatal.


Genießer haben die große Auswahl sowohl in Kranjska Gora als auch in den Nebenorten. Außer den Hotels laden Gostilnas (Gasthöfe) und Restavracijas (Restaurants) ein. Wenn auch üppig, sollte man sich eine bodenständige Vorspeisenplatte mit Karstschinken, Prsut, und reicher Zusatzbelegung nicht versäumen. Es gibt richtig gute Suppen. Wer Sauerkraut mag, dem ist Jota zu empfehlen. Sauerkraut ist die Hauptzutat dieser landestypischen „Juha“, was allgemein für Suppe steht. Aber es gibt vieles mehr neben diesen und den aus Deutschland von „Balkanrestaurants“ bekannten Speisen.
Nicht umsonst schwärmen manche grenznah wohnende Österreicher von den Gasthöfen in Podkoren und Ratece. Wir nutzen sie ebenfalls gerne. Da es einige dieser Häuser gibt, hier nur einmal ein paar Namen: Ponca Doo, Gostilna Surc, Mojmir und Pri Zejavu. Wenn Sie aus Italien über Ratece einreisen, finden sie kurz nach der Grenze rechts ein gutes Gastronomieangebot in der Gostilna Ponca. Was von Weitem wie eine Raststätte aufgrund des großen Parkplatzes aussieht, erweist sich als Schatz für gutes Essen. Aber noch mehr: Es gibt eine Terrasse, von der Sie einen Blick auf eine steile Ski-Abfahrtsstrecke haben und in den Talbereich, wo Langläufer unterwegs sind.
Wollen Sie den Nachmittag mit Kaffee und Kuchen beschließen, kehren Sie zum Beispiel in Kranjska Gora ins feine Café London ein, seitlich dem Ramada-Hotel in der Ortsmitte angegliedert, und wählen Sie aus Törtchen, Gebäck und Co. und Ihrer Café-Spezialität. Klasse Ambiente und gut!



Vor dem Hauptgang eine gute Suppe!


Preissituation

In beiden Regionen sind die Preise für Übernachtungen und Essen ähnlich wie in Deutschland, für manche Produkte wie Espresso und einiges anderes in Slowenien auch etwas günstiger. Die Übernachtungs- und Pensionspreise sind ebenfalls ähnlich. Es kommt immer darauf an, welchen Standard man möchte. Wer ein bisschen schaut, kann durchaus preiswerte, erschwingliche Möglichkeiten finden. Zum Teil gibt es auch Packages, bei denen verschiedene Leistungen wie der Skipass eingeschlossen sind, oder auch hohe Ermäßigungen für Kinder – ja nach Alter. Ein wichtiger Faktor ist außerdem der Zeitraum: Hauptsaison, Ferienzeit oder zwischendurch.

Anfahrt

Um auf die Südseite der Hohen Tauern zu kommen, nutzen wir während des Winters je nach aktueller Wetterlage die Felbertauernstraße oder die Tauernautobahn sowie für die Weiterfahrt verschiedene Strecken. Um bei winterlichen Verhältnissen Passstrecken zu vermeiden, kann man von der Tauernautobahn bei Arnoldstein auf den Gailtalzubringer abzweigen, der bei Nötsch endet. Dann Bundesstraße bis Hermagor und weiter. Nach Slowenien kann man ebenfalls bei Arnoldstein/ Thörl Maglern die Autobahn verlassen und bis Tarvisio fahren oder bis zu dem Städtchen auf der Autobahn bleiben. Von dort folgt man bei mäßiger Steigung dem Schild Slovenija und passiert bei Ratece die Grenze. Alternativ durch den Karawankentunnel und danach bei Jesenice abfahren und Richtung Westen über die Staatsstraße Richtung Kranjska Gora. Für die Autobahn(en) wird in beiden Ländern eine Mautkarte, „Pickerl“ benötigt, zusätzlich fällt Maut für Tunnel(s) an. (jw)

Hinweise

Wegstrecken und Befahrbarkeit orientieren sich an der allgemeinen Wetter- und Verkehrssituation. Da es auch plötzlich heftig schneien kann, ist es ratsam, stets den Verkehrsfunk zu hören oder sich anderweitig wie Navi oder Wetter-App zu informieren. Unsere Hinweise sind nur Tipps ohne jegliche Gewähr. Namen von Hotels, Gasthöfen usw. sind nur mit dem Grundnamen, meist ohne vorgestellte Erweiterungen zu Hotelgruppen oder anderem benannt. Es kann auch Änderungen zu Namen geben und dazu, ob sie aktuell geöffnet sind oder nicht. Detailpreise zu Übernachtungen und Speisen haben wir nicht angegeben, da sie sich jederzeit und ja nach Saison ändern können. Rechnen Sie aber für ein durchschnittliches Mittags- oder Abendgericht zumindest mit zwischen etwa neun und dreizehn Euro – weiter nach oben kann es natürlich auch gehen. Unsere Preiseindrücke beziehen sich auf zuletzt Herbst 2016.
Zu Details der Skigebiete, der aktuellen Schneelage und dem allgemeinen Angebot, inklusive Unterkünften und deren Verfügbarkeit, können Sie sich direkt auf den Homepages der Regionen oder Orte informieren. Von dort gelangen Sie meist weiter auf die Internetseite von Hotels, Gasthöfen, FeWos und Pensionen. Sofern Sie allgemein Ort und Hotels im Web eingeben, gelangen Sie oft auf Buchungsportale mit den dort gelisteten Anbietern. Wir nutzen lieber den Direktkontakt zum Vermieter und sind damit seit Jahrzehnten „gut gefahren“. Aber jeder, wie er es mag. Irrtum in unserem Bericht ist stets vorbehalten.

Aktuell zum 14. Januar 2017: Das Nassfeld meldet auf seiner Homepage 50 cm Neuschnee sowie eine Pistenschneehöhe von 70 - 110 cm; für Kranjska Gora meldet das Portal schneehohen.de für Tal/ Berg 50 cm/ 70 cm. Auf oder über die Homepages unten können Sie auch mehr zu den zurzeit zugänglichen präparierten Pisten sowie zu den Bergbahnen/ Liften erfahren, die zurzeit in Betrieb sind,.     

Schauen Sie hier:


Reisen, Urlaub und mehr:



Der Journalist, Buch- und Magazinautor Jürgen Weller (jw) schreibt und veröffentlicht seit 1978 Reiseberichte. Mit seinem Medienbüro DialogPresseweller greift er gerne auch Örtlichkeiten und Themen abseits ausgetretener Touristenpfade auf. Im PR-Bereich war Weller für verschiedene Tourismusorganisationen tätig, beratend und ausführend. 

Donnerstag, 7. Juli 2016

Im Kärntner Gailtal: Almbesuche, Radeln, Wanderlust


Die Kühe kommen! Almabtrieb in Rattendorf im Kärntner Gailtal ist ein fröhliches Fest für Gäste und Einheimische. Vom Kastnerhof aus hatten wir quasi einen Logenplatz.  (Foto: Kastner)


Im Spätsommer den Almabtrieb miterleben/ Gemütlich wohnen und die Urlaubstage rundum genießen


7. Juli 2016. Siegen (DiaPrW). Das Gailtal im Südwesten Kärntens schmiegt sich zwischen die meist grünen Kuppen der Gailtaler und die Felsformationen der Karnischen Alpen, gleich unterhalb der Grenze zu Italien. Es ist ein Landstrich mit lieblichen Dörfern, der Naturerlebnis mit nahezu alle Möglichkeiten für Aktivitäten vereint, vom Badespaß im warmen Pressegger See und in Freibädern über Radeln und Wandern bis zum Golf. So spaziert man zum Beispiel in Rattendorf gemütlich über den Wassererlebnisweg oder erwandert sich die Rattendorfer Alm, wo ein schmackhafter Käse produziert wird und man den Bergmassiven von Trogkofel und Zweikofel ein Stück näher ist. Radfreunde steigen in den nahezu eben verlaufenden Gailtal-Radweg ein, von dem man immer wieder in Dörfer abzweigen kann, oder steigen aufs Mountainbike, um herausfordernde Bergstrecken unter die Räder zu nehmen. Für Golfer sind es nur wenige Kilometer zur Anlage „Nassfeld Golf“ in Waidegg.

Im Gailtal gibt es so vieles zu entdecken und zu erleben, dass Familien, Jung und Alt, jeden Tag etwas anderes unternehmen können. Mit ein Grund, warum wir Rattendorf schon so oft mit gemütlicher Unterkunft wie auf dem Kastnerhof als Urlaubsziel hatten. Früher hatte die Jugend einmal einen Spruch kreiert, der so ähnlich hieß wie hier: Wer Rattendorf besteht, kann die Welt bereisen". Muss man aber nicht, weil es reichlich Betätigungsfelder am Ort und im Tal gibt. Ein paar Beispiele dazu: im Nachbarort Tröpolach ist die Talstation der Kabinenbahn, des Millennium-Express'. Die Fahrt hoch übers Nassfeld bis auf fast 2000 Meter zum Kofelplatz ist schön. Oben genießt man die wundervolle Aussicht, die weit über Täler und Berge, im Norden bis zu den Hohen Tauern, geht. Zwischendurch auf Kaffee und Kuchen oder Deftiges einkehren, über den – kinderwagengerechten Weg – runter zum See spazieren oder ein Stück des Karnischen Höhenwegs gehen. Ein Spaß für Jung und Alt ist die rasante Fahrt mit der Sommer-“Rodelbahn“, dem Pendolino. Auf Geraden und Kurven saust man bis zur Tressdorfer Alm mit ihrer Schaukäserei. Nah dabei wartet der NTC Outdoor-Park mit Felsenlabyrinth und mehr. An der Millennium-Express-Station Tressdorfer Alm kann man zurück ins Tal oder auch wieder hoch zum Kofelplatz fahren. Was anderes? Von etwas unterhalb des Nassfeld-Hauptortes kommt man mit der Sesselbahn dem Gartnerkofel näher. An der Bergstation haben Kinder ihren Spaß am Bergspielplatz Almrausch. Klar, dass sich für Wanderer zig Möglichkeiten ergeben. Am späten Nachmittag geht es zurück nach Rattendorf.



Die Rattendorfer Alm kann man sich erwandern, mit dem Mountainbike erobern oder mit dem Auto ansteuern: herrliche Lage, Ausblick bis in die Hohen Tauern. (Fotos u. unten: presseweller)

Freibad, See und Klamm

„Was unternehmen wir morgen oder heute? Diese Frage stellt sich meist abends oder morgens beim gemütlichen Frühstück. Wenn es noch angenehm warm ist, bietet es sich an, per Fahrrad oder Auto das nur wenige Kilometer entfernte Freibad in Kirchbach zu besuchen. Der Pressegger See, ein Stück an Hermagor vorbei, ist ebenfalls mit dem Fahrrad zu erreichen. Wem das kilometermäßig zu weit ist: mit dem Auto. Es gibt auf Süd- und Nordseite Strandbäder. Vor Hermagor zweigt die Straße rechts Richtung Möderndorf ab. Bevor es hoch auf die Egger Alm geht – ein großes Almdorf auf einer weiten Ebene –, sieht man rechts den Eingang zur Garnitzenklamm. Entlang des rauschenden Wassers wandern. Erlebnisreich und mit den Steilwänden beeindruckend. Es gibt mehrere Sektionen. Da es bei den späteren Teilen auch auf Kondition und Schwindelfreiheit ankommt, ist es sehr ratsam, sich vorher zu informieren. 
Nun ist jetzt ohnehin, schwupps, wieder ein Tag vorbei. Man kann man auch Ausflüge einbauen, zum Beispiel zum Weissensee oder mal rüber nach Italien, ins Friaul, auf einen Cappuccino oder eine Pizza oder zum großen Markt in Tarvis. Rattendorf liegt relativ zentral für viele Ausflugsmöglichkeiten, es gibt Möglichkeiten nahezu ohne Ende. Wir finden über so viele Jahrzehnte immer wieder Neues und Sehenswertes.



Durchs Tal verläuft der Gailtal-Radweg.


Bei fröhlichen Festen mitfeiern

Bis in den Herbst hinein gibt es fröhlich-gesellige Brauchtums- und Genussfeste im Tal. Da stehen zum Beispiel noch Kirchtage mit ihrem bunten Programm im Veranstaltungskalender. Trachten spielen bei nahezu allen Festen eine große Rolle. Im „Tal der Almen“, wie der Siegerländer Schriftsteller Georg Hainer das Gailtal vor über 35 Jahren beschrieb, steht auch der Käse im Mittelpunkt, unter anderem der namentlich EU-geschützte Gailtaler Almkäse. Neben den „Käseschauen“ gibt es im Spätsommer in Kötschach-Mauthen das „Käse-Festival“ mit buntem Programm, in diesem Jahr (2016) am 24. und 25. September. Wenn die Almsaison endet, je nach Witterung, steigt in Rattendorf ein besonderes Fest, das Almabtriebsfest. Auf dem Dorfplatz kommt man zusammen und kann bei Musik und guter Stimmung so manches Schmankerl genießen, die bekannte Kärntner Nudel inklusive. Alle warten, bis die geschmückten Kühe mit Sennerinnen und Sennern vom Almweg ins Dorf einziehen. Man hört es an den Glocken. Ein Fremdgefühl? Nein, hier wird seit Generationen der alte Spruch gepflegt: „Urlaub bei Freunden“.

Wohnen? Viele Möglichkeiten
Das Unterkunftsangebot ist vielfältig, von der Ferienwohnung über Camping, die Pension und den Bauernhofurlaub bis zum Gasthaus und Komforthotel. So mancher kennt zum Beispiel den Kastnerhof in Rattendorf mit seiner familiären Betreuung und dem gemütlichen überdachten Treffpunkt am Haus, wo man abends gerne zusammensitzt. Im Haus mit Ferienwohnungen und Pensionszimmern (Kastnerhof, Rattendorf, 9631 Rattendorf/ Jenig, Telefon/ Fax 0043 4285 443, E-Mail kastnerhof@speed.at) kommen Familien mit Kindern, Paare und Alleinreisende zusammen, um zu entspannen, ihren Urlaub zu genießen. 
Das Haus bietet quasi einen Logenplatz fürs Almabtriebsfest. Der Spielplatz und das Café Maier, das auch abends zur Einkehr einlädt, liegen direkt gegenüber. Als wir morgens im gemütlichen Zimmer mit dem traditionellen Kachelofen beim guten Frühstück sitzen, wissen wir schon, was wir heute machen: eine gemächliche Radrunde durchs Dorf und zum Teil entlang der Gail sowie mit dem Auto hoch ins benachbarte Kreuth oberhalb von Jenig fahren und unterhalb der Kreuther Höhe vorbei an grünen Wiesen und Höfen spazieren. Von hier oben gibt es tolle Ausblicke auf die Karnischen Alpen.
Wie es auch sein soll, ob gemütlich, aktiv, erholsam oder zum Entschleunigen: Das Gailtal bietet so viele Möglichkeiten – übrigens auch im Winter mit dem bekannten Skigebiet Nassfeld. (jw)

Infos zum Haus: www.kastnerhof.com
Infos zum Urlaubsgebiet: www.nassfeld.at, E-Mail: info@nassfeld.at

1. Foto oben Almabtrieb in Rattendorf:
Download des Fotos über „Tourismus-Medientexte“ auf www.presseweller.de
Zu weiteren Fotos bitte anfragen

Jürgen Weller, Medienbüro DialogPresseweller, veröffentlicht seit über 35 Jahren Reiseberichte und Informationen zum Gailtal und Nassfeld im Südwesten Kärntens sowie zu den angrenzenden Urlaubsräumen Lesachtal und Weissensee. Reiseberichte und Kooperationen, auch zu anderen Regionen, sind in Tages- und Wochenzeitungen, in Zeitschriften, im Rundfunk und Fernsehen erschienen sowie weit verbreitet im Internet. Aufgrund von rund über 100 Besuchen in der Region sind auch Specials wie zum Almleben und zu Fahrradtouren sowie Magazine und Videos erschienen.

Reiseberichte, Tipps und Hinweise lassen sich zentral über die Seite http://www.presseweller.de aufrufen, über „Tourismus-Medientexte“, „Magazine, Videos, Blogs“ und „Bike-Click“.   

Hinweis: Für Termine keine Gewähr. Örtlichkeiten,incl. Straßenführungen, Fahrtermine von Bergbahnen, Bezeichnungen, Angebote können sich zwischen Erstveröffentlichung und dem Lesen geändert haben. Irrtum bleibt immer vorbehalten. Es ist sinnvoll, sich vorher beim Tourismusbüro bzw. Informationscenter zu informieren. Je nach geplanter Wander-, Rad- oder sonstiger Tour ist es ratsam, zu Wetter- und Witterungsbedingungen Informationen einzuholen. 

Mittwoch, 1. Juni 2016

Wunderschöne Landschaften und verwunschene Seen Von Osttirol über Kärnten bis ins nordöstliche Friaul


Traumhaft, die Bergkulisse mit dem Fusine-See in Friaul. (Fotos: (c) JoeW/ presseweller)


Entdeckungen südlich der Hohen Tauern mit Staller Sattel, Lesachtal, Nassfeld, Friaul / Für Autoausflügler, Radler und Motorbiker



**Entschuldigung für die ggü. der Ankündigung etwas verspäte Einstellung**

Mai 2015. (DialogPrW). Lust auf Urlaub? Schon zur Jugendzeit begeisterte uns der reiseerfahrene Otto, wenn er von den vielen Möglichkeiten des Bergurlaubs erzählte. „Wenn du morgens bei Sonnenschein aus dem Fenster auf grüne Wiesen und Bergspitzen unter blauem Himmel blickst, hast du direkt gute Laune.“ Auf der ersten gemeinsamen Tour führte er uns in einer dreitägigen Autoreise über zig Alpenpässe an die Südseite der Hohen Tauern bis nach Kärnten ins Gailtal. Von dort erkundeten wir so einiges wie die bunten italienischen Märkte in Friaul. Wir labten uns an frischen dicken, saftigen Pfirsichen und schauten uns Schuhe und Lederwaren an. Bei Passriach am Südufer des Pressegger Sees stiegen wir ins angenehm warme Wasser, und an der Garnitzenklamm vorbei fuhren wir hoch zur Eggeralm – ein wunderschönes Almdorf, wo wir Decken auf der Wiese ausbreiteten, uns sonnten und sich hier und da einmal eine Kuh oder eine Pferd diese „Sommerfrischler“ anschaute. Unsere Vorliebe für die Landschaften war geweckt und blieb erhalten. So konnten wir in den vielen folgenden Jahren noch so einige weitere lohnende Ziele entdecken. Nur einige wenige davon sind unten zusammengestellt, vom Stallersattel in Osttirol übers Lesachtal und das Nassfeld bis zu Seen im italienischen Friaul. Gucken Sie mal.

Nun ist es einmal so, dass man je nach Ziel meist die Autobahn oder die großen Hauptdurchgangsstraßen nutzt, um möglichst schnell am Urlaubsort anzukommen. So manches Sehenswerte bleibt dabei einfach am Wegesrand liegen. Gerne fahren wir die – mautpflichtige – Felbertauernstraße, auf der es von Mittersill aus auf gut ausgebauter Strecke und durch den Tunnel auf die Südseite der Hohen Tauern geht, malerische Ausblicke inklusive. Wir sind in Osttirol. Nach rund 46 Kilometern (km) von Mittersill aus kommt man auf der Südrampe nach Huben. Biegt man hier links nach Kals ab, geht es, an einem Wasserfall vorbei, über die „Kalser Glocknerstraße“ bergauf. Oben ist man dem Großglockner ein Stück näher.


Der Stallersattel im Defereggental lohnt einen Ausflug. Über die kehrenreiche Bergstraße geht es westlich ins Antholzer Tal. Von oben sieht man den See auf italienischer Seite. 
In Huben kann man auch rechts abfahren, Richtung Stallersattel durchs Defereggental, vorbei an Dörfern und Steilwiesen bis zur Passhöhe auf rund 2000 Metern Seehöhe. Kurz vorm Übergang nach Südtirol liegt rechts idyllisch der Obersee: Spaziergänge machen wie rund um den See, einkehren oder von hier zu einer Wanderung aufbrechen. Berauschend ist es, am oberen Hangrand hinab über die kehrenreiche Passstraße hinweg ins Südtiroler Antholzer Tal zu schauen, wo das Auge einen weiteren See schimmern sieht. Klar, dass bei Motorradfahrern* solche Bergstrecken wie nach Kals und über den Staller Sattel beliebt sind, und auch für Mountainbiker gibt es viele Möglichkeiten.


Lienz in Osttirol glänzt schon mit mediterranem Flair. 

Lienz, Gail- und Lesachtal

Auf der Felbertauern-Weiterfahrt kommt ab Huben nach rund 20 km Lienz. Es lohnt sich anzuhalten, weil die Stadt bereits mediterranes Flair verbreitet, schön und angenehm zum Bummeln ist. „Lienz begeistert uns schon lange“, sagen uns Bekannte. Wenn wir auf der Rückfahrt von Italien sind, legen wir dort meist eine Pause mit mindestens einer Übernachtung ein.“
Für uns ist nun östliche Richtung der Drau entlang angesagt. Radler** können dem Drautalradweg folgen, schöne Bergpanoramen inklusive. Unterwegs wechselt das Bundesland, man sieht es am Schild: Kärnten. In Oberdrauburg biegen wir rechts über den kehrenreichen Gailbergsattel nach Kötschach-Mauthen ab. Wir sind im Gailtal. Im Ort gibt es das Museum 1915 bis 1918 mit zahlreichen Exponaten zum 1. Weltkrieg. Auf der Weiterfahrt nach Süden über den Plöckenpass kann man zu dieser Thematik auch ein Freilichtmuseum mit alten Stellungen, Durchgängen und mehr erkunden. Der aussichtsreiche Weg bergab führt in die Region Carnia, Italien: sehr vielfältig und mit so vielen klasse Routen, Dörfern, Panoramen und Besonderheiten, dass die Region demnächst in einem anderen Bericht vorgestellt werden. Der Plöcken ist übrigens im Ursprung ein alter Alpenübergang aus der Römerzeit.


Natur wird im Lesachtal großgeschrieben. Eng mit dem Hochtal verbunden ist die Basilika Maria Luggau. Dorthin führen jedes Jahr zahlreiche Wallfahrten.

Basilika und Wolayer See

Zweigt man in Kötschach-Mauthen vorher rechts ins Lesachtal ab, gelangt man in das weitgehend naturbelassene Hochtal mit Heuwiesen und grünen Matten sowie an der Straße und über die Hänge verteilte Dörfer: wundervoll, ein Natur- und Kulturland, das Träume von Märchen und Mythen aufkommen lässt. Im Wallfahrtsort Maria Luggau (gut 25 km von Kötschach) steht die ehrwürdige Basilika Maria Schnee mit Kloster. Die Ursprünge gehen bereits auf Ende des 16. Jahrhunderts zurück. Für Radler ist das Hochtal herausfordernd, Motorbiker haben es mit zig Kurven und Kehren zu tun. Die Straße ist in den vergangenen Jahren ständig verbessert worden. Viele Gräben, die wir früher noch durchfahren mussten, sind heute überbrückt.
Wer wandern will, sollte sich den zirka 1950 Meter hoch gelegenen Wolayer See anschauen, der wie ein großes „Auge“ zwischen den Bergen liegt. Über Nostra kann man bis zum Wanderparkplatz an der Hubertuskapelle im Wolayertal fahren, aber dann muss man noch einige Zeit zu Fuß und meist hoch wandern. Zum See kann man auch vom Plöckenpass aus wandern.



Wie ein Auge liegt der Wolayersee in den Bergen. Eine Wanderroute führt über Nostra.



Man beginnt an der Hubertuskapelle. Dort gibt es auch einen großen Parkplatz.

Nassfeld, Almen, Wulfenia und Geo-Park

Zurück nach Kötschach-Mauthen. Wir folgen nun dem Gailtal. Fahrradfahrer steigen in den Gailtal-Radweg R 3 ein. Hinter Strass gibt es einen Abzweig „Nassfeld“, der übers Dorf Tröpolach führt, von Kötschach etwa 26 km. Von dort rund zwölf Kilometer bergauf, und wir stehen an der Grenze zu Italien. Von hier bestehen zig Wandermöglichkeiten, auch solche, die keine Stundenwanderungen erfordern und relativ leicht zu bewältigen sind. Das ist zum Beispiel so, wenn man am Pramollo-See entlang spaziert; sich für die Tressdorfer Alm im Westen entscheidet, wo es eine Schaukäserei gibt, oder zur Watschiger Alm geht, etwas stärker ansteigend, auf östlicher Seite. Von hier ist der Weg nur kurz zum Wachstumsgebiet der blauen Wulfenia (Wulfenia carinth.), die in dieser Art und Verbreitung bis auf Unterarten einzig hier blühen soll. Schön anzusehen. Blütezeit ist je nach Witterung meist Mitte bis Ende Juni, Anfang Juli. Über das gesamte Gebiet, bis ins Lesachtal, erstreckt sich auch der Geo-Park. Auf Geo-Trails kann man der Erdgeschichte auf die Spur kommen, Fossilien inklusive. Das ist meist auch für Kinder sehr interessant. Für den Nachwuchs gibt es rund ums Nassfeld auch sonst viele Möglichkeiten. Hoch kommt man übrigens leicht: direkt aus dem Tal bis zum Kofelplatz, mit der Kabinenbahn, dem Millennium-Express, weiter oder anders mit Sesselliften.



Tolle Ausblicke gibt es von oberhalb des Nassfelds am Kofelplatz. Man kann spazieren und wandern, und es gibt verschiedene Möglichkeiten für Kinder. Es ist praktisch, mit der Kabinenbahn Millenniumexpress von Tröpolach auf die Höhe zu fahren.



Eine Alm besuchen und einkehren. Hier, auf der Tressdorfer Alm, gibt es eine Schaukäserei
.

Rüber nach Italien

Normalerweise gelangt man über den Nassfeldpass ins italienische Pontebba, den wir auf Hin- oder Rückweg immer gerne nutzen. Wegen eines Felssturzes auf italienischer Seite ist er zurzeit gesperrt. Jetzt Mitte Mai 2016 war uns nicht klar, wann er wieder geöffnet wird. Deshalb hier nun die andere Route durchs Gailtal***. Wir zweigen bei Arnoldstein/ Thörl Maglern Richtung Italien ab nach Tarvisio, ein pulsierendes Städtchen mit seinem großen, altbekannten Markt, nur rund 50 km von Tröpolach entfernt. „Der Marktbesuch, nach Klamotten schauen und dann gemütlich auf Cappuccino und Pizza einkehren, gehören für uns immer dazu,“ erzählen uns zwei langjährige Gailtalurlauberinnen. „Tarvis muss einmal im Urlaub sein!“ Einfach mal selbst bummeln und anschauen. Ringsum gibt es überall Cafés und viele weitere Einkehrmöglichkeiten – nah zu Österreich, trotzdem alles in italienischem Ambiente. Si, ja!



Taschen, Schuhe, Klamotten und mehr gibt es auf dem Tarviser Markt. 


Nun kann man ein Stück weiter nach Süden fahren, wo Radler bald auf richtig klasse breite Radwege treffen. Wir fahren aber östlich hoch Richtung Slowenien und zweigen unterwegs bei Valroma (Weißenfels) ab, wo wir nach gut zehn Kilometern zu den Laghi di Fusine, den Fusine- oder Weißenfelser Seen (siehe Titelfoto) gelangen, die sich auf über 900 Metern in die Berge schmiegen, umrahmt von den Julischen Alpen und überragt vom fast 2700 Meter hohen Mangart. Es sind magische Momente, unteren und oberen See mit ihrem grünlichen Wasser vor der Wald- und Bergkulisse zu sehen. Wanderer und Berggeher haben hier alle Möglichkeiten. Am oberen Fusine treffen wir im Ufer-Restaurant unseren alten Bekannten Norbert Schluga und seine Gruppe. Sie waren mit Bergwanderern seines Campingplatzes gerade von einer Tour durch die Julier zurückgekommen: „Es war wieder einmalig und nur schön“, erzählte er uns, als wir auf der Terrasse des Gasthauses saßen. Die ganze Gruppe war bester Laune.

Weiter zum Predilpass und Raibl-See

Aber zurück nach Tarvisio. Wir fahren ein kurzes Stück südlich und dann auf den Predilpass. Auf dem Weg zur slowenischen Grenze – Steigung rund zwölf Prozent, Passhöhe und Grenze bei über 1150 Meter nach rund 14 km – kommt dann bereits ein kurzes Stück unterhalb der Predilsee, der Raiblsee. Wie ein Zauber prägen sich das grün-blaue Wasser und die Berglandschaft in die Sinne ein. Wie es einfach nur schön ist, dass alles sehen und erleben zu können, ob im späten Frühling, im Sommer oder bunten Herbst.


Wie wunderschön, der See am Predil, auch Raiblsee genannt.

Die Passtraße führt schließlich am Berg Mangart vorbei ins Tal der Soca in Slowenien, die später auf italienischer Seite Isonzo heißt. Dieses beeindruckende und geschichtsträchtige Tal haben wir mehrmals erkundet. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.
Ein Biker erzählte uns abends beim gemütlichen Treff in Kreuth oberhalb von Hermagor im Panoramahotel Hauserhof, wo selbst Touren geplant und begleitet werden, dass es wohl seit einigen Jahren vom Predilpass aus einen Weg Richtung Mangart gäbe: „Einfach nur toll, haben wir schon mit mehreren gefahren!“ Nach unseren Recherchen zweigt diese Straße, zum Teil eng und sehr steil sowie mit Tunnels, etwa drei Kilometer nach der Passhöhe ab und führt auf über elf Kilometern bis auf über 2050 Höhenmeter. Der Ausblick von da oben soll einfach nur toll sein!

Je nach Urlaubs-Standort in diesen Regionen sind die Ausflugsziele mit Auto oder Motorrad gut zu erreichen, meist mit einer kleineren oder auch größeren Tagestour. Wer wandern will, findet zig Möglichkeiten. Für Fahrradfahrer und Mountainbiker, die verschiedene Anlaufstellen auf längeren Strecken unter die Räder nehmen wollen, bieten sich für die gesamte Bandbreite eher Etappen mit wechselnden Standorten an. (jw)

*Für Motorbiker gibt es zig lohnende Strecken. Jahr für Jahr sind Einzelfahrer und Gruppen unterwegs. Es ist ratsam, sich vor der Tour zu aktuellen Wetter-, Straßenzustands- und Befahrkeitshinweisen zu informieren! Es gibt viele Gastbetriebe, die sich auf Motorbiker eingestellt haben.
**Für Fahrradfahrer und Mountainbiker gilt das ebenfalls. In den Talbereichen sind zwar oft ordentliche Radwege, wer über Passstraßen in die Pedale treten will, muss das oft auf der normalen Straße tun. Besondere Vorsicht ist angesagt. Die meist kurvenreichen Abfahrten sollten nicht unterschätzt werden. Zum Teil ist es auch möglich, über Alm- oder ausgewiesene Wege nach oben und später wieder ins Tal zu kommen. Gute Radkarten oder Informationen vor Ort helfen weiter.
***Auto- und Motorradfahrer, die im Gailtal den Gailtalzubringer ab Höhe Nötsch und bis Arnoldstein nutzen, benötigen das österreichische Autobahn-Pickerl! Unabhängig davon, dass Autobahnen in Österreich und Italien sowie manche Bergstraßen mautpflichtig sind!

Generell gilt für Wanderer, Bergtourengeher, Radler, Mountain- und Motorbiker, die Wetter- und Witterungslage mit Vorankündigungen zu beachten, da gerade in den Bergen schnelle Änderungen möglich sind. Gute Karten sind empfehlenswert. Für Autofahrer ist das ebenfalls ratsam, weil sich die Befahrbarkeit kurzfristig ändern kann und auch Sperrungen möglich sind. Informationen bieten zum Beispiel die Tourist- oder Tourismusinformationen in den Regionen.
Kilometer- und Höhenangaben im Bericht sind nur Zirka-Angaben, Befahrbarkeit kann sich ändern. Dafür und für Sperrungen wird keinerlei Gewähr übernommen. Insgesamt ist Irrtum vorbehalten.
Auf den Routen finden sich die verschiedensten Unterkunftsmöglichkeiten. Es gibt inzwischen schon viele, die sich auch auf Radler und Motorradfahrer, -gruppen eingestellt haben. Meist weist das ein Schild aus.
Fotos aus verschiedenen Jahren. Örtlichkeiten/ Ansichten können sich geändert haben.

Nützliche Links
www.felbertauernstrasse.at
www.defereggental.org
www.nlw.at (für Kärnten: Lesachtal, Gailtal, Nassfeld usw.)



Über die Seite http://www.presseweller.de können Sie unterschiedlichste Reiseberichte und aktuelle Kundenberichte aufrufen, zurzeit von Camping über Golf bis zum Almrosenfest und zu Klettern.