Donnerstag, 20. Februar 2014

Vom Breisgau ins Elsass





Frühlingswiese im Breisgau, unterwegs in Emmendingen und Colmar. (Fotos/Montage: © presseweller)



Dem Frühling entgegen

Von Jürgen Weller


Februar 2014. Kommt man aus den deutschen Regionen nördlich des Mains, dann kann man dem Frühling ein Stück entgegenfahren. Das geht mit dem Zug, aber am unabhängigsten mit dem eigenen Auto. Im Süden Deutschlands setzt der Frühling früher ein. Er „wandert“ dann nach und nach Richtung Norden. Das lässt sich an der Blüte ausmachen, aber auch ganz praktisch an den Temperaturen. Und jetzt, Mitte Februar, dauert es gar nicht mehr so lange, bis es in der Natur grünt und blüht. Auf unserer Tour geht es von Emmendingen im Breisgau über den Rhein ins benachbarte Elsass, nach Colmar. Beide Städtchen laden zum Bummeln und Schauen ein.

Emmendingen lässt sich bequem über die Autobahn A5 erreichen. Von uns aus dem südlichen Westfalen sind es rund 400 Kilometer. Wer sich Zeit lässt, nimmt einen Abstecher unter die Räder, fährt zum Beispiel ein Stück der Schwarzwaldhochstraße. An vielen Stellen begeistern die weiten Ausblicke ins Land. In der Ferne mitten im Grün ein Schwarzwaldhof, dann der idyllisch gelegene Mummelsee, wo Kaffeezeit ist, weit hinten im Dunst der Kaiserstuhl und die Vogesen. Ja, über den Rhein wollen wir die nächsten Tage auch noch. Das erste Ziel aber ist Emmendingen, so mehr oder weniger mittendrin zwischen Kaiserstuhl, Rhein und Freiburg, umgeben von Wäldern und idyllischen Tälern. Unser Hotel-Gasthof liegt in Teningen, nur einen Katzensprung von der Kreisstadt entfernt. Parkplatz, W-LAN, tolles Frühstücksbüfett – alles da. Seit vorigem Jahr gibt es in Emmendingen auch ein Feng-Shui-Hotel. Mitten in der Stadt. Je nach Zeit ist es übrigens gar nicht einfach, ein Zimmer in Emmendingen und naher Umgebung zu finden. Neben der Stadt selbst bieten sich als Alternativen außer Teningen beispielsweise auch Mundingen, Windenreute und Maleck an, alles gemütliche Örtchen. 
Der Breisgau ist vielen ebenso ein Begriff wie Freiburg mit dem weltbekannten Münster. Aber Emmendingen mit seinen rund 26.000 Einwohnern hat seine Reize. Wir bummeln durch die Gassen rund um den großen Marktplatz mit Fachwerkhäusern, dem alten Rathaus und Brunnen. Wie in Freiburg gibt es auch hier Bächle, schmale Kanäle, die durch die Straßen laufen. Marktrecht gab es Anfang des 15. Jahrhunderts, Stadtrecht über 170 Jahre später. Historisches neben Fachgeschäften, Cafés, Gaststätten und Restaurants aller Coleur. Den Eingang Richtung der schmucken Gassen und des Marktes bildet das Emmendinger Stadttor. Markant. Alles sieht hübsch und ordentlich aus. Anheimelnd. Die mächtige evangelische Stadtkirche geht auf das 15. Jahrhundert zurück, imposant zeigt sich auch die ein paar Jahrhunderte neuere katholische Kirche. Wenn die Frühlingsblumen sprießen, ist der große Park ein Muss, in dem auch ein riesiger Mammut-Baum steht: Entlang der Blütenpracht spazieren, auf der Bank am Teich sitzen, dem Gesang der Vögel lauschen und über Frühling und Natur sinnieren. Steigen wir etwas aufwärts Richtung Wöpplingsberg, eröffnet sich uns der Blick über die Stadt, und – vom Eichbergturm aus  –  weit ins Land. Macht man auch hier in diesem Landstrich einen köstlichen Flammkuchen, wollen wir ihn doch auch noch jenseits der Grenze, im Elsass, genießen. Im Breisgau pflegt man die badische Küche, Einflüsse au dem nahen Elsass sind unverkennbar. Immer passend die badischen Weine und die glutroten vom Kaiserstuhl. 

Im Alsace nach Colmar

Es ist mehr oder weniger ein „Katzensprung“ von Emmendingen ins Alsace, wie die französischen Nachbarn das Elsass nennen. Es liegt an der westlichen Seite des Rheins, deshalb heißt dieses Departement auch „Haut Rhin“. Nach dem Passieren der Grenze ein gutes Stück unterhalb von Breisach merken wir schnell, dass es hier noch weitaus mehr Kreisverkehre als bei uns gibt. Sind ja meist auch ganz praktisch, also in vielen Fällen praktischer als Ampeln. Örtchen und Einkaufsmärkte an den Straßen ziehen vorüber. Unser Ziel – nach nur gut 60 Kilometern –  ist ein typischer Ausflugs- und Touristenort, Colmar.
Etwas außerhalb des Marktes, keine fünf Minuten Gehweg entfernt, finden wir einen großen Parkplatz. Sogar kostenlos. Er steht ziemlich voll. Aber es gibt hier und da eine Lücke. Verflixt eng angelegt, fast noch enger als in vielen deutschen Parkhäusern. Man muss froh sein, wenn das Auto bei der Rückkunft keine Macken hat. Unseres hatte keine. Das elsässische Colmar mit über 65.000 Einwohnern ist vielen bekannt. Der alte Ort, vor über 1.100 Jahren urkundlich erwähnt und vor über 780 Jahren mit Stadtrechten ausgestattet, ist ein Idyll mit seinen Kanälen und Fachwerkbauten. Am und rund um den Markt mit dem mittelalterlichen Flair, der praktisch eine reichlich frequentierte „gute Stube“ ist,  herrscht reges Leben. Eine Jazz-Formation spielt. Auf einem kleinen Trödel-Markt bieten Händler „alte Schätzchen“ feil. Das Leben pulsiert, wirkt irgendwie südlich-heiter und trotz imposanter Kulisse kuschelig. Unterhalten sich hier Gruppen in Deutsch, sind es dort welche, die französisch oder englisch sprechen. Wir gönnen uns im Außenbereich eines Gasthofes ein Stück Flammkuchen, der hier auch Flammekuche und anders heißt, mit Speck, Zwiebeln und Käse. Lecker. Dazu ein Mineralwasser und danach einen Kaffee. Der Service funktioniert. Schnell und freundlich. Natürlich gibt es für Freunde guten Essens weitaus mehr zu entdecken, von der Gänseleberpastete über die typischen Sauerkrautgerichte bis zum Gugglhupf. Nicht zu vergessen, die Vins d' Alsace, die Weine des Elsass und das Hähnchen in Weinsoße, das Coq au Vin. Ein Stückchen weiter ein Karussell auf alt, wie früher. Es weckt Erinnerungen an Kindertage.
Die Kirchen wie das Martinsmünster locken zum Besuch sowie neben vielem anderen das Unterlinden-Museum mit dem Isenheimer Altar und der Kreuzigungs-Darstellung  – vom bekannten Matthias Grünewald aus dem Frankenland gefertigt.
So fließt der Tag schnell dahin. Am Rückweg, vorbei an einzelnen besonders herausgeputzten Dörfern, schauen wir noch einmal in die Vogesen, bummeln durch ein altes Burgtor, erfreuen uns am Blumenschmuck und queren, nun ein gutes Stück nördlicher als zum Start, den Rhein. Gemütlich wirkende Weinorte, alles in Nähe des Kaiserstuhls, sind unsere Begleiter. „Da müssen wir auch noch hin“, sagen wir uns, bis wir dann wieder in Teningen, kurz vor Emmendingen, sind und wir bei einem Glas trockenem Roten überlegen, was wir morgen erkunden wollen. 

Mehr Informationen: www.emmendingen.de, www.colmar.fr

Abdruck in Printmedien frei bei PDF oder Belegseite.

Reiseberichte und Meldungen zu größeren Veranstaltungen finden Sie auch immer auf den Seiten http://www.presseweller.de
Speziell zum Siegerland auch auf: http://www.buch-juwel.de

Die Fotos oben und viele weitere Einzelfotos (honorarpflichtig) können angefordert werden
bei dialog>at



Montag, 20. Januar 2014

Panoramahotel in Kreuth: Liebling bei Gruppen


Tolle Aussicht oberhalb von Hermagor / Winterspaß genießen


Januar 2014. (DialogPresseweller). Kreuth heißen viele Orte. Aber oberhalb von Hermagor/Nassfeld und dem Dörfchen Möschach im Südwesten Kärntens gibt es nur eines, und nur genau dort auf rund 900 Metern Seehöhe gibt es auch das Panoramahotel Hauserhof. Panorama deshalb, weil man von hier einen geradezu grandiosen Ausblick auf die Gailtaler und Karnischen Alpen sowie weit übers Tal Richtung Osten bis zum Pressegger See und zum Dobratsch hat. Wenn im Winter die Berge dick verschneit sind, hat das seinen ganz besonderen Reiz. Neben den individuellen Urlaubern, die diese Atmosphäre und das Ambiente des Hauses zu schätzen wissen, sind es oft Gruppen, die sich hier verwöhnen lassen, es ruhig erholsam angehen oder aktiv sein wollen. 
Im Winter wie im Sommer ist die Region Nassfeld-Hermagor ein beliebtes Ziel für Urlauber. In Kärntens größtem Skigebiet mit rund 110 Pistenkilometern, Berg- und Talloipen sowie Rodelbahnen für zünftige Schlittenpartien, geht die Saison schon immer mindestens bis Ostern. Den Wintergenuss – mal Ski fahren, mal Langlauf, mal eine Schneewanderung, mal eine zünftige Rodelpartie machen oder beim Mondscheinrodeln dabei sein – haben sich auch Gäste des Panoramahotels Hauserhof  in Kreuth auf die Fahnen geschrieben. Direkt vom Haus aus ist vieles möglich, und auch ins Skiresort Nassfeld gelangt man, ohne das eigene Auto bewegen zu müssen. Direkt vom Haus aus geht es mit dem Ski-Shuttle zur Talstation. Weil die Möglichkeiten so vielfältig sind und die Betreuung so persönlich ist, haben schon seit vielen Jahren auch Busreisegruppen, Vereine und Clubs das Panoramahotel entdeckt.
Den Gästen Tipps für Ausflüge geben oder „gemeinsam etwas unternehmen“, zum Beispiel eine Fahrt mit Hotelinhaber „Charlie“ nach Oberkrain zur Veranstaltungsstätte von Slavko Avsenik, eine gemütliche Skirunde auf dem Nassfeld mit ortskundiger Begleitung oder eine Loipentour: Alles das ist seit jeher wichtiger Teil der Betreuung der Hotelgäste. Die freuen sich aber auch über das gepflegte und komfortable Ambiente des Hauses mit gemütlichen Zimmern, der großen, einladenden Reception mit offen angegliedertem Raum und Zugang zur großen Terrasse sowie dem urigen  Gaststättenbereich mit der integrierten Hotelbar, an der aufmerksame Mitarbeiter gerne einen Wein, einen Cocktail, ein frisch gezapftes Bier oder anderes servieren und wo man abends gemütlich zusammensitzt. Großzügig angelegt ist der Wellnessbereich mit Saunen, Wärmekabine, mehreren Duschvarianten, Radtrainer und Ruhebereich. Wer „Surfen“ will: W-LAN ist kostenlos nutzbar. Da quasi neben dem Haus die Rodelbahn liegt, auf der es rasant abwärts geht, ist natürlich das romantische Mondscheinrodeln ein besonderer Höhepunkt des Urlaubs, der fröhliches Feiern einschließt. Außerdem: Wer schon einmal da war, wird sie kennen, die lustigen bunten Abende mit Musik, Witz und guter Stimmung.

 Genuss und Stammgruppen

So gibt es im Panoramahotel Hauserhof jeden Tag Abwechslung zwischen dem reichhaltigen Frühstücksbuffet mit dem bunten Allerlei, einschließlich regionaler Spezialitäten und der großen Auswahl für das individuelle Müsli, sowie dem abwechslungsreichen mehrgängigen Abendmenü, jeden Tag aus mehreren Angeboten wählbar – auch für Vegetarier. Schon die große Salatbar macht Lust aufs Essen. Das wird noch übertroffen vom romantischen Candle-Light-Dinner mit fünfgängigem Menü. Nicht alltäglich. Eine Alternative ist der Grillabend, an dem Feines vom Rost serviert wird. Das wird durch die „Hausers“ und ihre individuelle Betreuung abgerundet, die in solchen Häusern mit überschaubarer Größe noch gut möglich ist. Das persönliche Bemühen um den Gast ist den Inhabern stets wichtig.  Manche sagen daher „ein Haus mit Herz“ oder auch „einfach zum Wohlfühlen“.
Es ist daher kein Wunder, dass neben Einzelreisenden Gruppen, Clubs und Vereine immer wieder ins Panoramahotel kommen, ob aus Baden-Württemberg, der Steiermark und vielen anderen Regionen. Gute Betreuung und gepflegtes Ambiente wissen ältere und jüngere Gäste  zu schätzen. Wer wie wir schon öfter da war, wird das gerne bestätigen.
Und wenn dann irgendwann im Spätfrühling der Schnee wieder gegen die Sonne verloren hat,  kommen die Radler, Wanderer und Motorradfahrer, können sich Bike-Freaks vorm Haus an flott aufgemachten Maschinen, von der BMW bis zur Harley, gar nicht satt sehen. Dann geht’s hier von Kreuth, auch mit Begleitung, zu Touren in die Karnischen Alpen, die Dolomiten und die Julischen Alpen, kurvenreiche Passstraßen und fantastische Landschaften inklusive. 
Will man als Reisegruppe oder Club zum Panoramahotel fahren, sollte man sich frühzeitig informieren. Die Wintersaison geht noch bis in die Osterzeit. Das nahe Nassfeld punktet zurzeit mit sehr guter Schneelage. Aber auch für die Zeit danach ist für Gruppen aller Art rechtzeitige Anfrage empfehlenswert.
Infos gibt es direkt beim Hotel, Panoramahotel Hauerhof, Kreuth, A-9621 Hermagor, Telefon (0043/4282) 22 86, Mail: info@panoramahotel.at, Web: http.//www.panoramahotel.at
Infos zur Region: www.naturarena.com

Foto: Auch im Winter traumhafte Aussicht: Panoramahotel Hauserhof. (Fotos: Haus/prw)

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Freitag, 26. Juli 2013

Komm und schau mich an: Breisgau


Markttag in Emmendingen. (Foto: presseweller)

Ein Landschafts-Geschichts-Genuss-Erlebnis


Von Jürgen Weller

Reden Urlauber vom Südwesten Deutschlands, dann gehören für sie Rhein, Schwarzwald und Kaiserstuhl dazu … und eben das Wort Breisgau. Gleichbedeutend für eine sonnenverwöhnte Landschaft mit mildem Klima, in dem Edelkastanien ebenso ihren Platz haben wie der Wein. Beim Blick ins Rund in die dunkelgrünen Schwarzwaldberge über idyllische Dörfer, Orte und Städte wie Sexau, Emmendingen und Freiburg, scheint es von den Hängen „Kommt herein, entdeckt mich!“ zu wispern. "Ja wir kommen, wir schauen Euch an!"
Die Sonne zaubert ein Lächeln auf die Schwarzwaldhänge, über denen ein tiefes Blau steht und den Sommer kündet. Es ist eine freundliche Landschaft, die, Walzerklängen gleich, Freude ins Herz trägt, um auf den Höhen dann in den musikalisch ruhigen Teil zu verfallen, damit der Wanderer oder Besucher sich voll und ganz der Aussicht über Dörfer und Täler und zu den Hängen im Rund, bis rüber zu den Vogesen, widmen kann. Wie schön kann Landschaft sein. Ziehen sich einerseits die Rebstöcke in Reih und Glied die Hänge hinauf, sind es anderswo die Obstbäume, die Äpfel, Pflaumen und Kirschen, die den Wiesen Gesicht geben und unter anderem zu gehaltvollen Obstbränden verarbeitet werden. Und irgendwo trieffen wir auf eine vorwitzige Ziege, die sich hoch zu den Mirabellen reckt und lustvoll am Fruchtsüß des Sommers nascht.
Überall im Südschwarzwald erlebt der Reisende diese Landschaftsbilder, in denen nicht nur in den Städten und Städtchen Hinschauen und Genießen angesagt sind, sondern auch in kleinen Orten, die bei Durchfahrenden wenig Beachtung finden. Die liebliche Brunnengestaltung in Sexau, wo - wie in manchen anderen Orten – Störche ihr Nest bauen, Waldkirch, von wo es einen Katzensprung hoch zum Kandel ist und weiter bis ins fernsehbekannte Glottertal. Emmendingen mit seinen heute rund 27.000 Einwohnern und seit Ende des 16. Jahrhunderts mit Stadtrechten ausgestattet, gibt sich mit Parks, seinen Kirchen, dem großen Markt, dem Unteren Tor, dem letzten erhaltenen Stadttor, und den Straßen zum Bummeln so richtig beschaulich. Überall kann man einkehren. Gerade hat im Ort ein Feng-Shui-Hotel eröffnet. Wen es hoch auf den Eichbergsturm mit der über 40 Meter hohen Aussichtsplattform zieht, kann sich auf einen wahren erhabenen Ausblick freuen: über die Rheinebene, zu den Schwarzwaldhöhen, zu den Vogesen ins Elsass. „Schöne Aussichten“ machen Lust auf mehr.

Klein und genussvoll

Uns zieht es immer wieder auch in die kleineren Orte wie Maleck oder Windenreute. Dort gibt es auf der Höhe eine „Waldschänke“. Ruhig, am oberen Ende des Ortes, gleich am Wald und mit Blick auf Wiesen und Hügel. Riesige Terrasse, zum großen Teil mit großen Markisen geschützt, die der hochsommerlich strahlenden Sonne ein bisschen Kraft nehmen und wo es sich bis spätabends gemütlich sitzen lässt. Gelb-gemusterte Tischdecken wirken sonnenfreudig und einladend, Vasen mit Kräutersträußchen statt Blumen, rings um die Terrasse und im Garten Tomaten, Salate und Kräuter. Da kommt Naturgefühl auf.
Für einen Westfalen ungewohnt, hat ein kleines Bier hier schon 0,3 Liter. Aber da gibt’s für das Schwarzwälder Pils auch noch einen Pfiff, der hier noch kleiner als in Österreich ausfällt, 0,1 Liter. Das sieht gegenüber den anderen Gläsern schon mickrig aus. Vielleicht sollte man sich auch für einen der guten badischen Weine entscheiden, ob einen der weißen wie Grauburgunder oder Riesling oder einen Roten, zum Beispiel einen trockenen Spätburgunder, der im Glas funkelt. Aber das Trinken ist nur Ouvertüre und Begleitmusik. Gut essen wollen wir auch. Die Speisekarte ist reichhaltig, ob man nun der Fleischeslust fröhnt oder Vegetarisches bevorzugt. Am Tisch gibt’s außer einer bodenständigen Flädelesuppe Pfifferlinge im Nudelnest, eine Gemüsepfanne mit kurz gebratenen Kartoffeln, Ziegenkäsepäckchen in Schwarzwälder Schinken mit Salat und Stein-Champignons mit Salatbett. Salat steht hier nicht für ein paar Blätter, sondern für eine Riesenportion. Was Horst Armbruster in der Küche aus marktfrischen Zutaten „zaubert“, kann sich anrichtsmäßig sehen und vor allem auch schmecken lassen – und das zu zivilen Preisen. Klasse. Das scheint in der Region nicht unbekannt zu sein. Teils mussten wir warten, bis ein Terrassentisch frei war.
Außerhalb von bodenständig geht auch. So kamen wir auf Empfehlung in ein anderes Dorf, ein paar Autominuten von Emmendinen entfernt: Malterdingen. Noch nie im Leben gehört. Sauber, mit schöner Kirche und Denkmal im Ort. In der Hauptstraße wirkte das „Chada Thai“ nahezu unscheinbar, wenn es auch auf der straßenseitigen kleinen Terrasse schon Betrieb gab. Der Tisch war für den Garten reserviert. Wie vom anderen Stern. Eine verwunschene Welt mit Sträuchern, Stauden, Blumen, in denen sich die Tische verbargen: traumhaft für Sommerabende. Aufmerksame Bedienung. Ein fruchtiger Sommerdrink mit Strohhalm. Potpourris aus nach Blüten duftendem Reis, Kokosmilch, Würzpasten, Tofu, Chili, Koreander, Hähnchenstückchen und anderem mehr, zum Beispiel beim „Gaeng Kiew Whan Gal“. Eine geschmackliche Erfüllung. Einfach nur gut. Preise? Völlig in Ordnung und gut erschwinglich. Kleiner Ort und Geheimtipp? Im Prinzip ja, aber doch nicht so ganz. Als wir gegen 21.30 Uhr gehen, kommen immer wieder Gäste nach. Man sollte unbedingt vorbestellen! Wenn man bei kleinen, feinen und genussvollen Orten bleiben will, dann darf man „über den Berg“ Maleck mit dem Parkhotel Krone nicht vergessen. Dort sitzt man draußen im Parkgarten ebenso gemütlich wie drinnen und speist für unseren Geschmack vorzüglich. 

Freiburg sehen

Beim Breisgau-Besuch gehört Freiburg dazu: Anfang des 12. Jahrhunderts mit Markt- und Stadtrecht ausgestattet und bekannt für sein Münster. Die Stadt ist quasi die Metropole des Breisgaus: reges Leben auf dem Münsterplatz, die typischen „Bächle“, die sauber eingerinnt durch die Straßen fließen. Eine große Stadtwelt mit doch gemütlichem Flair, die zum ausgiebigen Bummeln einlädt. Am Freiburger Münster mit dem 116 Meter hohen Turm wurde rund 300 Jahre gebaut, und es stehen immer noch Gerüste. Die Ursprünge gehen wohl auf den Anfang des 13. Jahrhunderts zurück, die stilmäßige Ausrichtung wird mit spätromanisch/gotisch beschrieben. Innen schauen wir uns die wunderschönen Buntglasfenster an, die bildhauerische Gruppendarstellung des Heiligen Abendmahls mit Jesus und den Jüngern. Wenn dann die Glocken des Freiburger Münsters erklingen, ist das ein erhebendes Gefühl. Wer sich detailliert zur Kirche und Freiburg informieren will, sollte an einer Führung teilnehmen oder sich ein gutes Reiseführer-Büchlein besorgen In den Beschreibungen wird man auch stets auf das alte Geschlecht der Zähringer stoßen. 
Zur Einkehr bestehen überall Möglichkeiten, ob zu bodenständigen oder internationalen Gerichten oder zu Kaffee und Kuchen, wobei natürlich auch für uns „Schwarzwälder Kirsch“ ganz oben auf der Probierliste stand. 
Über allem wachen der Schlossberg sowie der Schauinsland, der über 1.280 Meter hohe Hausberg Freiburgs. Vom Aussichtsturm geht der Blick weit übers Land, vom Rhein bis zum Kaiserstuhl.
Reist man mit dem Auto an, findet man in Freiburg Parkplätze und Parkhäuser, auch in Zentrumsnähe. Die Parkgebühren sind teils allerdings nicht niedrig.
Als wir den Breisgau über die A5 verlassen, blicken wir lächelnd zurück, "ja wir haben dich angeschaut, aber wir wollen noch mehr von dir entdecken". Dazu lacht die Sonne bei strahlend blauem Himmel.Einladend.


Informationen: www.emmendingen.de, www.freiburg.de, www.schwarzwald-tourismus.info

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Freitag, 5. Juli 2013

Auf die Pässe, fertig, los!






                           Blick vom Nassfeld zum Garnterkofel. (Foto: presseweller)



Von Pontebba in Friaul übers Kärntner Nassfeld zum Vrsic-Pass

Juli 2013. Siegen (Dialog). So mancher weiß sie statt Tunnelunterquerung noch zu schätzen: Fahrten über Passstraßen. In den Alpen gibt’s mehr als genug davon und neben den Klassikern wie Großglockner und St. Gotthard viele kleinere, die Spaß beim Fahren und Landschaftsgenuss bringen. Mit dem Start in Pontebba im italienischen Friaul führt die Strecke übers Kärntner Nassfeld bis schließlich auf die Höhe des Vrsic-Passes in Slowenien.


Pontebba ist ein beschauliches Städtchen, wo man gerne auf Pasta, Dolce und einen Espresso einkehrt. An der Nordseite des Dorfes beginnt der Aufstieg auf den Passo Pramollo, den Nassfeldpass. Kehre um Kehre windet sich die Straße hoch, und wir sind beeindruckt, wenn wir ein Stück nach oben schauen. Die Fahrt wird durch Galerien gehen, die am Berg zu hängen scheinen. Die Straße ist teilweise schmal, aber in weiten Teilen gut ausgebaut. Nach rund 13 Kilometern und auf rund 1.530 Meter Seehöhe haben wir es, am Bergsee vorbei, geschafft. Es erwarten uns beindruckende Panoramen mit Gartnerkofel, Auernig und Richtung Süden dem Malurch, der sich im See spiegelt. Wunderschön. Wer in diesem Urlaubsrevier bleiben oder eine Pause einlegen will: Eine rasante Abfahrt kann man auch mit dem „Pendolino“, der Sommerrodelbahn, hinlegen. Sie führt bis aufs Gelände der Tressdorfer Alm.
Bei uns geht's die teils steile und kurvenreiche Passstraße abwärts nach Tröpolach und dort Richtung Osten über das Bezirksstädtchen Hermagor durchs Gailtal Richtung Villach bis zum Abzweig Wurzenpass: mit bis über 18 Prozent hoch in die Karawanken und nach der ehemaligen Grenzstation abwärts über Podkoren nach Kranjska Gora. Kurz vorm Passende gibt es rechts einen kleine Parkmöglichkeit. Es lohnt sich, hier mal anhalten und in die Julische Alpen zu schauen: einfach toll. Ganz dörflich wirken die Örtchen Podkoren und Ratece, die auch zur Einkehr einladen. Vielleicht mal eine Krainer Wurst, einen Grillspieß mit Duvec-Reis oder den luftgetrockneten Prsut, den Karstschinken, mit Weißbrot und Oliven. Genuss, der zur Landschaft passt.

Kehre um Kehre aufwärts
Pulsierend gibt sich Kranjska Gora, unter anderem bekannt von den jährlichen Weltcup-Skirennen. Dem Schild Bovec folgend, fahren wir bald in südliche Richtung auf den Vrsic-Pass, mitten durch die Julier, wo die Berge beispielsweise Prisank, Razor und Triglav heißen, der höchste Gipfel in Slowenien. Gibt sich die Straße zuerst noch mäßig steigend, wird es zunehmend steiler. Vorbei an der „Russischen Kapelle“ winden wir uns in 24 – gepflasterten – Kehren aufwärts. Nach nahezu jeder Kehre gibt es neue, phantastische Ausblicke in die Bergwelt, die einst auch Julius Kugy und Chesne de Bois auf der Suche nach der blauen Blume ihres Herzens durchstreiften. Als Ergebnis entstand ein Alpineum auf der Südseite, im jungen Tal der smaragdfarbenen Soca. Unsere Reise endet leider auf der gut 1.600 Meter hohen Passhöhe. Rechts in den Wiesen grasen Schafe, links geht es steil aufwärts zu einer bewirtschafteten Hütte, in der man sich stärken kann. Die Sonne brennt, ein leichter Wind säuselt durchs Haar. Jetzt würde es genau passen, das einst von Slavko Avsenik und seinen Oberkrainern eingespielte Musikstück „Zauber der Julier“. Ja, sie sind zauberhaft, wie auch die übrigen Landschaften entlang dieser Straßen mit Gailtaler und Karnischen Alpen, Karawanken und Julischen Alpen.
Diese um die 100 Kilometer lange Tour legten wir dem Auto zurück. Sie bietet sich wegen der Passstraßen und Kurven auch für Motorradfahrer an sowie für Radler, gegebenenfalls mit Zwischenübernachtung, die einerseits feste in die Pedale treten und andererseits die Abfahrten genießen wollen. Unterkunftsmöglichkeiten gibt es reichlich entlang der gesamten Strecke. Jürgen Weller

Weitere Rad-, Motorbike- und Ausflugstipps bei http://www.presseweller.de
© 2013 auf Text und Foto presseweller


Donnerstag, 23. Mai 2013

Mehr als Hase und Igel: Buxtehude





Beeindruckend, die Fassade des Heimatmuseums. (Foto: presseweller)



Lebendige Stadt im schönen Norden Deutschlands

Von Jürgen Weller

Mai 2013. (Dialog). Wer kennt Buxtehude? Es werden nicht wenige sein. Schließlich ist die Stadt im Norden Deutschlands beim Alten Land und südwestlich von Hamburg kein Phantom, sondern ein pulsierender Ort mit schöner Altstadt und unter anderem bekannt für die alte Geschichte vom Wettlauf, dem Wettloop, zwischen Hase und Igel.

Wer schon einmal da war, in Buxtehude, wird nach dem Besuch der Altstadt sagen „Ein schönes Städtchen“. So ging es auch unseren Kärntner Freunden, die begeistert waren vom Backstein und Fachwerk, den Gassen und schließlich auch der „Langen Straße“ mit ihren vielen Geschäften, die zum Bummeln einlädt. Die alte Hansestadt an der Este, heute mit gut 40.000 Einwohnern, ist eine pulsierende Stadt, in der Altes und Modernes in einer sehenswerten Melange aufgehen, eine Stadt, in der es ein Katzensprung ins Obstanbaugebiet Altes Land und an die Elbe sowie weiter in die Geest mit ihren Dörfern ist. Der Alte Hafen vermag ein Stückchen Maritimes vermitteln, in der Altstadt liegt im Fleet ein Ewer vor der ehemaligen Mühle. Markante Punkte sind das Heimatmuseum mit seiner wirkungsvollen Fassade und die Kirche St. Petri. Sie trägt keinen Hahn auf der Turmspitze, sondern ein Seepferdchen: Elbe und Nordsee sind eben nah. Damit ist die Backsteinkirche auch ein beliebtes Fotomotiv. Kleine und große Häuser im Backsteinfachwerk bestimmen die Altstadt, in der Fachgeschäfte, Restaurants und Cafés ihren Platz haben. Ganz nah bei der Kirche das Abthaus, dass auch der Kärntner Bildhauer Lorenz Wieser vor rund 30 Jahren in einem Linolschnitt verewigte.

Has', Igel und mehr

Im Heimatmuseum erfährt man mehr überTrachten, Hochzeitstüren und natürlich die Geschichte vom Wettlauf zwischen Hase und Igel, bei dem der Igel stets stolz – hier übersetzt – verkünden konnte „Ich bin schon hier“. Im Prinzip geht es dabei um den stolzen Stadtbewohner und den schlauen oder kreativen Bauern aus der Geest. Der war einfach im Doppel angetreten.
Und wenn in Buxtehude „Die Hunde mit dem Schwanz bellen“, so rührt das von den einstigen holländischen Siedlern her, die auch zur Bauweise und zum Fleet mit den Brücken beigetragen haben. Es geht schlicht und einfach um das Läuten der Kirchenglocken. Die Glocke heißt „bell“, die Hunte war der Schwanz, das Seil, mit dem geläutet wurde. Es gab und gibt ganz putzige Ansichtskarten dazu zu kaufen.
Buxtehude war übrigens eine der Städte, die schon früh Fußgängerzone und verkehrsberuhigte Zonen mit diesen typischen Schwellen einrichtete. Radler können auf vielen auf dem Bürgersteig gekennzeichneten Strecken fahren. So gibt es auch einen regen Radverkehr in der Stadt. Mit einem durchaus guten Parkplatzangebot an Parkstreifen und -plätzen wurde auch an die Autofahrer gedacht.
Für Abwechslung sorgen zahlreiche kulturelle und allgemeine Veranstaltungen bis zum Weihnachtsmarkt. Wer das platte Land zum Radeln nutzen swill, sollte einmal an einer begleiteten Radtour, zum Beispiel ins Alte Land, teilnehmen. So lohnt sich auch ein mehrtägiger Besuch.
Das Unterkunftsangebot reicht, mal in der Stadt, mal stadtnah, von Ferienwohnungen über Pensionen bis zu Hotels. Mit Auto oder Motorrad erreicht man Buxtehude über die Autobahn A1, Abfahrt Sittensen oder, je nach Ausgangspunkt, Rade sowie über die B 73. Mit der Bahn oder S-Bahn geht es zum Beispiel nach Hamburg oder Bremerhaven.
Mehr Informationen gibt es unter „Tourismus“ auf www.buxtehude.de

Hinweis für Redaktionen: Kurzfassung. Zu Fotos (honorarpflichtig) für Print und Web sowie längere Fassung bitte anfragen über http://www.presseweller.de

Samstag, 16. März 2013

Ginsburg, Wandersteig und Kultur Pur: Siegerland





Der Turm der Ginsburg. Nur ein paar Treppen hoch, und dann gibt es eine wunderbare Aussicht über die Wälder und Täler des Siegerlandes. (Foto: presseweller)


Rund um Hilchenbach und im Rothaargebirge unterwegs


Von Jürgen Weller

Ausflug ins Rothaargebirge im Siegerland zum Burgturm. Von Hilchenbach über die kurvenreiche Straße nach Lützel, im Ort nochmals hoch und dann talwärts zur Ginsberger Heide. Keine Burg zu sehen. „Jetzt müssen wir einen leichten Spaziergang machen“, sagen unsere Bekannten.  In Ordnung. Das Wetter passt irgrndwie. Nach gut 20 Minuten mit leichtem Anstieg kommen dann nach einer Wegbiegung die Reste der Burganlage und der Turm der Ginsburg  in Sicht. Geschafft. Die Ginsburg ist ein „altes Schätzchen“ mit reicher Geschichte und soll aufs 12. Jahrhundert zurückgehen. Geschichtsinteressierte stoßen dabei auch auf  „Wilhelm von Oranien“.

Die weiten Nadelwälder legen der Landschaft im nordöstlichen Siegerland, gleich an der Grenze zu Wittgenstein, ein dunkelgrünes Kleid an, wenn auch in diesem südwestfälischen Landstrich ebenfalls viele Misch- und Laubwälder in Frühjahr und Herbst das Auge erfreuen. Mit Rothaarsteig und anderen Wegen ist reichlich Platz zum Wandern, zum tiefen Durchatmen und bald auch wieder für ein kulturelles Ereignis mit Musik, Theater und mehr: KulturPur. Am Burgfuß hat das Café geöffnet. Urig eingerichtet; eine kleine Stärkung. Über die Wiese zum Burgturm auf der über 580 Meter hohen Anhöhe. Tief unten verläuft die Straße von Hilchenbach „auf die Lützel“, und eine Bahnstrecke gibt es ebenfalls, die, von Siegen aus, vom „Rothaarexpress“ bedient wird. Der Turm könnte viel erzählen, war es doch hier, wo sich der im nahen Dillenburg geborene Wilhelm von Oranien, genannt „Der Schweiger“, in den 70er-Jahren des 16. Jahrhunderts mit Truppen versammelte, um zur Befreiung der Niederlande ins Feld zu ziehen. Im Gebäude geht es über mehrere Treppen zur Turmhöhe in rund 16 Metern. Die Aussicht über die Wälder, Täler und Höhen fasziniert. Wir haben Glück mit der Fernsicht, die weit ins Land trägt – bis in Wittgensteinische und Sauerland. Will man diese Weite nun wandernd erleben, nimmt man den Rothaarsteig unter die Füße, der auf der einen Seite weit ins Sauerland, auf der anderen bis ins Hessische, in den Westerwald, führt: einfach dem Wanderzeichen folgen, ein auf dem Rücken liegendes schwungvolles „R“ auf Rot. Radler können in diesem hügeligen Gelände ebenfalls wortwörtlich feste in die Pedale treten.
„So weile doch hier, wenn Du noch mehr erleben willst“, möchte man sagen. Jahr für Jahr findet auf der Ginsberger Heide, „Auf dem Giller“, das Gillerbergfest statt, bei dem sich die Jugend von überall her zu sportlichen Wettbewerben trifft. Schon Ende der 50er-Jahre waren Teilnehmer der Meinung, dass es „immer etwas Besonders sei, beim Gillerfest dabei zu sein“. Seit nun schon ebenfalls vielen Jahren um die Pfingstzeit hat ein weiteres und ebenfalls weit über die Grenzen des Siegerlandes hinaus bekanntes Ereignis auf den Wiesen und Plätzen zwischen den Hügeln Saison, das Kulturfestival „KulturPur“. In „Theaterzelten“ und im Freien kommt die Waldluft mit Konzerten, Theater, Kabarett und vielen anderen Vorführungen für Jung und Alt ins Vibrieren. In 2013 wird vom 16. bis zum 20. Mai das Festival der Ginsberger Heide erneut einen bunten Anstrich geben, zum Miteinander, Zuhören und Zuschauen einladen. Der derzeitigen Programmveröffentlichung nach werden zum Beispiel Rodger Hodson, Brings und Santiano, Sophie Hunger sowie Karl Dall dabei sein, und auch die Philharmonie Südwestfalen wird wieder Klangvolles abliefern. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen.

Eisenstrasse und Grund

Von Lützel aus folgen wir durch Nadelwald der schmalen alten Eisenstraße, die sich wie eine Schnur mit ihrem Asphaltband bis zum Lahnhof zieht. Der Orkan Kyrill hat seine Spuren hinterlassen. Einst wurde hier über Hohlwege das Eisen transportiert, Handel und Wandel. Schließlich ist das Siegerland als Eisenerzland bekannt – vielfach beschrieben und bedichtet wie in den Heimatbüchlein von Georg Hainer. Wir schauen vorbei beim Forsthaus Hohenroth, wo es unter anderem verschiedene Bodenlehrpfade gibt, halten an der Siegquelle an, wo der Fluss, der dem Land den Namen gibt,  ganz klein als Rinnsal seinen Anfang nimmt und wo hinter der Kuppe mit tollem Ausblick das Dörfchen Großenbach liegt, und kommen schließlich am Lahnhof an. Von dort  gibt es auch einen Abzweig ins verwunschene Ilsetal mit der Ilsequelle. 
Das Rothaargebirge ist eine Wasserscheide. Als bekannteste Flüsse entspringen  auf der Höhe Eder, Lahn und Sieg. Eder und Lahn fließen ins Wittgensteiner Land ab, die Sieg ins Siegerland. Hier und da ist der Wald lichter, wird der Blick frei. Es ist schön, ins Land zu schauen, und der Liedtext „Oh Täler weit, oh Höhen“ ist auf einmal eingängig, wird versinnbildlicht.
Auf der Rückfahrt gönnen wir uns noch das Örtchen Grund, das ganz idyllisch zwischen den Höhen liegt. Aber das ist nicht alles. Grund hat eine Besonderheit. Hier wurde im Jahre 1740 der Wissenschaftler, Autor und vor allem Augenarzt Johann Heinrich Jung-Stilling geboren, bekannt unter anderem für seine Star-Operationen. 
Mit der Rückfahrt durchs Netpher Land schließt sich der Ausflugs-Kreis. So verspricht alleine dieser kleine Siegerländer Bereich rund um die alte Eisenstrasse, von Hilchenbach mit seinen Fachwerkhäusern über Lützel und den Giller bis zum Lahnhof und nach Grund, Landschaftserlebnis, vereinen sich Geschichte von vor Jahrhunderten und Kultur der Moderne.  (3/2013 presseweller)

Infos: Es gibt zahlreiche Restaurants und Cafés sowie verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten in und rund um Hilchenbach, in Lützel, gleich hinter der Siegqelle in Großenbach sowie am Lahnhof.
Zur Region: TV Siegerland-Wittgenstein: www.siegerland-wittgenstein-tourismus.de
Zur Kultur und zum Festival KulturPur: www.siwikultur.de

Anforderung von Fotos und mehr Informationen: http://www.presseweller.de

 
    

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Vom Lesachtal bis Slowenien: Winterromantik





Eislauf wird am Kärntner Weissensee groß geschrieben. (Foto: naturarena.com)



Gemütlich-beschaulicher Winterurlaub in kleineren Orten


Dezember 2012. Siegen (DialogPresseweller). Sicher, für ausgefuchste Skifahrer stehen die Wintersportgebiete mit vielen Pisten obenan auf der Urlaubsliste. Davon gibt’s mittlerweile viele. Wer mehr auf Beschaulichkeit statt eines sehr umfangreichen sportlichen Angebots setzt, findet in Deutschland, Österreich, Italien und Slowenien auch viele schöne kleinere Winterurlaubsorte.

Beschaulichkeit, kleine Familienskigebiete, Eislauf, Rodeln, Langlauf und Winterspaziergänge, solche Ziele wissen manche ebenfalls zu schätzen. Wer in Deutschland im Schwarzwald, im Allgäu, in Oberbayern und im bayerischen Wald urlauben will, wird neben den bekannten Skirevieren viele solcher Orte entdecken können. In Österreich, Italien und Slowenien ist das ebenso. Ein paar Beispiele.
Weitgehend naturbelassen gibt sich das Lesachtal in Kärnten. Das Hochtal mit seinen Bergdörfern zwischen Karnischem Hauptkamm und Lienzer Dolomiten bietet eine verschneite Landschaft wie aus dem Märchenbuch. Mit Kloster und Wallfahrtskirche Maria Luggau, die 2013 ihr 500-jähriges Bestehen feiert, wird’s sogar himmlisch. Rodeln, Langlauf, Spaziergänge und Schneeschuhwanderungen stehen auf der Urlaubsliste. Brauchtum und Bodenständigkeit werden gepflegt – rundum gemütlich für Urlauber, die Abstand von Alltag und Hektik  gewinnen wollen.
Durchs Drau- oder Gailtal geht die Reise an den Kärntner Weissensee, der fjordähnlich in den Bergen liegt. Da der See im Winter eine der größten Natureisflächen Westeuropas bietet, steht alles vorn, was mit glatter Eisfläche zu tun hat, vom Eislaufen über das Eisstockschießen bis zum Eisgolf. Es sind aber auch rund 50 Kilometer Doppelspur- und Skatingloipen angelegt, und ein Familienskigebiet mit Vierersesselbahn und einigen Schleppliften sowie der Kinderskiwelt gibt es ebenfalls.

In Bohinjska und Tarvisio

Gar nicht so weit ist es vom Weissense nach Nordwest-Slowenien. Südöstlich von Kranjska Gora und dem bekannen Bleder See liegt bei Bohinjska Bistrica der Bohinjer See, auch als Wocheiner See bekannt – märchenhaft in einem Talkessel der Julischen Alpen, die überall im Nordwesten des Landes beeindruckende Bergpanoramen bieten. In „Zauber der Julier“ hat es der bekannte Slavko Avsenik mit seinen „Original Oberkrainern“ einfühlsam musikalisch ausgedrückt. Skirevier ist rund um Bohinjska der über 1.900 Meter Berg Vogel, mit der Seilbahn aus dem Tal erreichbar. Dann kann's mit Ski alpin und Snowboarden losgehen. Bergfreunde werden die verschneite Landschaft und die tollen Ausblicke genießen.
Ganz im Westen Sloweniens bei Ratece beeindruckt neben dem bekannten Wintersportort Kranjska Gora das Planica-Tal mit seinen weltberühmten Skiflug-Schanzen. Das Tal lädt zum Langlauf ein. Die Berglandschaft ist einfach nur wunderschön.
Ein gutes Stück südlicher im Soca-Tal liegt Bovec, der Ort, der im Sommer schon mediterran anmutet. Von hier gelangt man mit der Kabinenbahn ins Skigebiet rund um den über 2.500 Meter hohen Monte Kanin. Skifahrer und Tiefschneefahrer, aber auch Tourengeher und Schneewanderer können hier neben dem Landschaftsgenuss in der Regel bis ins Frühjahr hinein auf ihre Kosten kommen. Alles ist überschaubar.
Auf der Westseite davon, jenseits der Grenze und damit in Italien, liegt unterhalb des Monte Kanin der Ort Sella Nevea, wo man gleichfalls dem alpinen Skisport und  den anderen  aktiven Wintervergnügen nachgehen kann. Der Ort auf der Höhe gliedert sich ins Skigebiet von Tarvisio in Friaul-Julisch-Venetien ein. Tarvisio oder Tarvis ist von Juliern und Karnischen Alpen umgeben und bekannt für seinen großen Markt. Überall bestehen Einkehrmöglichkeiten, ob auf leckere Antipasti, Pasta oder Pizza, auf  einen Cappucciono oder einen Vino.
In allen diesen Regionen empfiehlt es sich, Bodenständiges zu probieren, ob Krainer Wurst und den guten Karstschinken in Slowenien, die herrlichen Antipasti in Italien, die Kärntner Nudel oder eine Zwiebelrostbraten im Lesachtal und am Weissensee. Überall gibt es ein gemischtes Quartierangebot, von Ferienwohnungen und Pensionen bis zu Hotels.
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