DIALOGPresseweller stellt von Zeit zu Zeit selbst "erfahrene" Reiseziele und Urlaubsmöglichkeiten vor: in Deutschland sowie in per Auto oder per Bahn gut erreichbare, nahe Ziele in Europa.
Samstag, 5. Mai 2012
Unabhängigkeits-Plus: Autourlaub
Heute mal dahin, morgen einmal über den Pass wie hier zum Staller Sattel, anlässlich einer Testfahrt mit dem spritzigen Mazda: Im Autourlaub ist vieles möglich. Foto: presseweller
Unabhängigkeits-Plus: Autourlaub
Fahrtrouten und Pausen individuell entscheiden
5. Mai 2012. Siegen (dialog / jw). Wenn es um das Reisemittel geht, hat Urlaub mit dem eigenen Auto nach wie vor die Nase vorn. Steigende Kraftstoffpreise sind zwar mehr als ein Ärgernis, können aber die individuellen Möglichkeiten dieser Reiseform nicht sehr schmälern. Man entscheidet selbst, wann man über welche Strecke zum Urlaubsort fährt und wo man, ganz nach Belieben, eine Pause einlegt. Das allein sind ganz dicke Vorteile!
Wenn ich auf Anfang der 1960er-Jahre zurückblicke, wo es einkommensmäßig bei vielen nicht so leicht war, überhaupt in Urlaub zu fahren und sich irgendwo einzuquartieren, dann ist es rückblickend schön, wie angenehm das mit dem eigenen, allerdings sehr alten Auto war. Mit Bekannten wurde die Route nach Österreich geplant, die noch oft über Landstraßen führte. Einer der Bekannten war im ADAC und hatte Karten mit Hinweisen, die auf Besonderheiten am Wegesrand hinwiesen. Die Spritpreise waren noch relativ günstig, und mit der Bahn hätten die Eltern mit ihren älteren Kindern gleich das Geld für vier Personen aufwenden müssen. Das Flugzeug stand zum einen aus Kostengründen, zum anderen für eine solch überschaubare Entfernung von rund 800 Kilometern überhaupt nicht zur Debatte, weil der Weg das Ziel sein soll und nur so individuell überall Abzweigungen möglich sind, um etwas Interessantes zu sehen.
Individuell, das galt und gilt bis heute noch beim Buchen. Man wendet sich an die Fremdenverkehrsämter oder heute an die Tourismusbüros, lässt sich Prospekte und Unterkunftszusammenstellungen zusenden oder schaut ins Internet, wo meist Einzelverzeichnisse der verschiedenen Unterkunftsmöglichkeiten aufgerufen werden können. Man kann direkt mit einer Pension, einem Hotel, einem Ferienwohnungs- oder Campinganbieter in Kontakt treten und anfragen. Man kann meist auch freie Zeiten abfragen und direkt buchen, wenn gewünscht. Das alles sind sehr gute Voraussetzungen für einen individuellen Urlaub.
Nun kommt das Auto wieder ins Spiel. Man reist ab, wann es passt, und zwar von Haus zu Haus: nicht erst einen Flughafen anfahren oder mit Gepäck zum Bahnhof kommen und in der Nähe des Ziels noch einen Transfer zum Quartier notwendig haben. Wer ohne Auto anreist wird, um was von der Gegend zu erkunden, eventuell eine Leihwagen ordern müssen. Für Autourlauber alles nicht notwendig. Man weiß es doch: heute soll es mal an den See für den Strand- und Wasserspaß gehen, morgen mal ein Berg erwandert werden oder, statt ständig am Strand zu liegen, sieht der eigene Urlaubsplan mal die Erkundung des Hinterlandes vor, das oft besonders reizvoll ist wie beispielsweise in Slowenien und auf Istrien, aber auch an Nord- und Ostsee und in Italien abseits der Strände. Wie ginge das, auch finanziell besser und komfortabler, als mit dem eigenen Auto?
Unabhängig von den vielen Vorteilen der eigenen Autoreise wir das für eine mehrköpfige Familie meist preiswerter sein, als andere Versionen zu wählen. Man schaut dann auch noch, wo man tankt. Dazu kann man sich informieren. So wird es wohl auf der Südpassage besser sein, in Österreich oder Slowenien den Tank zu füllen, als in Italien oder Deutschland. Deshalb ist es nützlich, sich vor der Fahrt zu informieren, egal, wo das Urlaubsziel liegt.
Mit dem Auto sind viele schöne Urlaubsregionen in Deutschland und rund um Deutschland zu erreichen. Bei längeren Strecken wird’s aber bequemer und sicherer, wenn man eine Zwischenübernachtung einlegt und am nächsten Tag ausgeruht dem Ziel entgegengesteuert. Das ist dann quasi wie ein Extra-Urlaubstag.
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Donnerstag, 23. Februar 2012
Julische Alpen im Blick: Kranjska Gora
Bummeln,einkehren,den Bergblick genießen. Foto: presseweller
Beeindruckende Landschaft in Sloweniens Nordwesten / Schauen und entschleunigen
23. Februar 2012. Siegen (dialog/jw). Das eine und andere alte Bauernhaus steht noch in Kranjska Gora, zwischen Julischen Alpen im Süden und Karawanken im Norden, der Landschaft, die man Oberkrain nennt. Über 800 Meter hoch gelegen, ist der Ort quasi das Tor zu den Julischen Alpen. Über die Jahre hat sich manches verändert, wie wir im Vorjahr bei einem Besuch wieder feststellen konnten. Fein herausgeputzt hat sich der Ort, der in Winter und Sommer seine Gäste hat, aber er ist deutlich erkennbar geblieben. Und das ist gut so. Das mag man. Wir jedenfalls.
Kranjska Gora im nordwestlichen Slowenien ist seit jeher ein beliebter Urlaubsort. Ob Slavija, Larix, Lek oder andere: In so vielen Hotels haben wir schon für immer nur wenige Tage gewohnt, weil es von hier über den Vrsic-Pass ins Soca-Tal und der Adria zugeht, und Ljubljana, die slowenische Hauptstadt mit rund 75 Kilometern und ihr reizvolles Hinterland nah sind. Ob man nördlich über den steilen Wurzenpass anreist und im unteren Bereich dann auf einmal die Kulisse der beeindruckenden Julischen Alpen mit den bis auf über 2.800 Meter hohen Gipfeln mit ihren schroffen Felsmassiven vor sich hat, oder von Westen her vom italienischen Tarvisio bei Ratece den Einlass nimmt, bei dem kurze Zeit später rechts das Planica-Tal mit den weltberühmten Skiflugschanzen abzweigt und irgendwo südwestlich der knapp 2.590 Meter Monte Kanin übers Land schaut: Immer ist man vom überwältigenden Berg-Zauber eingefangen. So wechseln wir bei den Ein- und Ausfahrtsrouten ab und zu und nutzen zumindest bei diesen Reisen nur selten den Karawanken-Tunnel und die Autobahn. Hier, in diesem Landstrich der oberen Save, die als Oberkrain bekannt ist, wollen wir nicht beschleunigen, sondern entschleunigen: schauen, Landschaft genießen.
Der wohl bekannteste Oberkrainer, Slavko Avsenik, hat das alles in seinem Stück „Zauber der Julier“ nachhaltig musikalisch dokumentiert. „Sein“ Ort liegt unweit vom Bleder See am Fuße der Karawanken und heißt Begunje, wo es auch ein kleines, feines Museum rund um das so bestimmende Akkordeon und eben Slavko sowie eine Veranstaltungsstätte mit Gastronomie gibt. Hier können Urlauber, Gäste und Freunde der volkstümlichen Musik einen fröhlich-musikalischen Abend verbringen und dazu auch bodenständig zu zivilen Preisen essen. So war’s bei unserer Tour, die Karli Wassertheurer von seinem Panoramahotel Hauserhof in Kreuth ob Hermagor im fast benachbarten Gailtal in Kärnten für Gäste organisiert hatte.
Genuss bis zum Nachtisch
In Kranjska Gora vermissen wir schon das Restaurant des alten „Slavija“, wo es urgemütlich war und die Bildergeschichte rund um die Bienenstöcke und den Imker im Speiseraum hing, die der Ober gern auf gebrochenem Deutsch erläutert hat. Im Prinzip hätte die Vorspeisenplatte mit Prsut, dem trockenen Karstschinken, Krainer Wurst und würzigem Käse, schwarzen Oliven, Paprika, Pepperonis und frischem Weißbrot schon gereicht, um rein appetitlich voll zufrieden zu sein. Und doch, wie angenehm nach kurzer Unterbrechung, die regionstypische Sauerkrautsuppe. Pause muss sein. Ein bisschen unterhalten, bevor es an die Grillplatte mit Djuvec-Reis – dieser besondere Gemüsereis - Fleischspießchen, Hackröllchen und kurz gebratenem Schinkenspeck sowie dem gemischten Salat geht, zu dem meist auch braune Bohnen und Zwiebelringe gehören. Sicher, so ähnlich war das Hauptgericht mit Raznici, Cevapcici und Reis auch schon von zu Hause aus durch die Balkan-Restaurants bekannt. Aber hier war es eben authentischer, würziger, direkter. Keine Frage, die Küche mit mediterranen, alpenländisch-regionalen Einflüssen sowie der Würze des Balkans hat weit mehr zu bieten, das dem Gaumen schmeichelt. Dazu trinkt man Voda, also Wasser, oder einen der Weine, die staubtrocken und herrlich fruchtig sein können. Ganz nach Geschmack. Ein Gedicht, der Nachtisch: Pohorje-Omelette, meist spricht man es „Bochera-Omlett". Irgendwann schon einmal oben im Pohorje-Gebirge, westlich von Maribor und nah bei den „Windischen Büheln“, wo man auch einen köstlichen Wein macht, in einem Gasthof gegessen und nie wieder vergessen. Der Grund liegt darin, dass es kein Omelette im herkömmlichen Sinn ist, sondern eine Art warmer dicker Kuchen, vollgepropft mit Kirschen und Sahne. Eine Portion reicht locker für zwei. Es ist einfach ein süß-angenehmer Gaumenkitzel. Wunderbar! Wer dort unterwegs ist und so etwas Köstliches mag, sollte daher stets nach dem Pohorje-Omelette - dem „Bochera-Omlett“ – fragen. Ist es gut gemacht, wird man es nicht bereuen, sondern wird auf jeder Reise nach Slowenien gerade danach wieder Verlangen verspüren.
Ein bisschen bummeln
Ob in Gasthöfen, Hotel-Restaurants oder der Pizzeria: An Einkehrmöglichkeiten mangelt es nicht In der verkehrsberuhigten Zone an der Kirche vorbei, die schon vor Jahren renoviert wurde, kann man ein bisschen bummeln und hier und da nach Mode, Schmuck und Kunsthandwerklichem schauen. Am Markt kaufen wir Honig und Propolis, dieses besondere Bienen-Elixier. Parkflächen stehen vor dem großen Einkaufsmarkt, der nach der Modernisierung vor vielen Jahren ähnlich wie in der Heimat ist, dafür aber teils nicht mehr so ein paar besondere Dinge hat, beispielsweise aus dem Haushaltsbereich, wie vor der Umgestaltung. Schade. Neben anderem gibt es auch die Markenprodukte, die wir von zu Hause kennen. Die Preise muss man vergleichen. Seit der EU- und besonders seit der Eurozeit sind die Preise ähnlich oder je nach Produkt niedriger oder höher als in Deutschland und meist höher als noch zu Zeiten des Tolars, der ehemaligen slowenischen Währung. Okay, mit den noch früheren Dinar-Preisen wollen wir erst gar nicht vergleichen.
Draußen geht der Blick über den Platz, wo im Sommer Pferdedroschken auf Gäste warten, die sich dieses Kranjska Gora mal ganz gemütlich in noch alten und neuen Facetten anschauen wollen. Der Wegweiser nach Bovec über den Vrsic-Pass lockt. Das werden wir aber erst im Sommer machen. Als wir es vor Jahren kurz vor Ostern angehen wollten, riet uns schon im unteren noch flacheren Bereich ein Bauer: „Bringt nichts, noch ganz viel Schnee oben“. So heben wir uns auch das Vrata-Tal mit dem Direkt-Blick zum Triglav, dem höchsten slowenischen Berg, auf, und fahren, an Bled vorbei zur Hauptstadt, Ljubljana, dieser pulsierenden Metropole, die doch irgendwo an der Ljubjanica, mit der Burg, der Altstadt und dem Dom ein gutes Stück Gemütlichkeit ausstrahlt. "Auf jeden Fall wiederkommen", steht auf unserem Reiseplan. (presseweller/jw).
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Freitag, 23. Dezember 2011
Winter in Friaul und Slowenien
Pisten und Loipen rund um Tarvisio und Kranjska Gora
23. Dezember 2011. Siegen (presseweller). Die Bergregionen in Friaul im nordöstlichen Italien sowie im nordwestlichen Slowenien sind seit jeher auch beliebte Wintersport-Destinationen. Sie sind von Deutschland nahezu durchgehend über die Autobahn/Tauernautobahn erreichbar. Im Verbund mit Kärntner Skigebieten wie dem Nassfeld bieten sie sich auch für Ausflüge an: Dreiländer-Skisport.
Im bekannten italienischen Grenzort Tarvisio locken mehrere Örtlichkeiten mit Bergbahnen und Liften. Für Langläufer werden Loipen gespurt. Ein bekannter Wintersportort ist Sella Nevea, östlich oberhalb von Tarvisio. Das Plateau am Fuße des über 2.580 Meter hohen Monte Canin liegt auf über 1.100 Meter. Die Pisten führen bis auf 2.300 Meter. Das Skigebiet ist ebenfalls vom slowenischen Bovec im Soca-Tal aus erschlossen. Die Gesamt-Pistenlänge wird mit 34 Kilometern angegeben.
Freunde des Eissports können im italienischen Kanaltal in Pontebba, am Fuße des Passo Pramollo – Übergang zum Nassfeld und nach Österreich – die Eishalle nutzen.
Einer der bekanntesten slowenischen Wintersportorte ist Kranjska Gora, auf über 800 Metern zwischen Karawanken und Julischen Alpen gelegen. Es sind rund 25 Pistenkilometer im Bereich der Julier angelegt. Wenige Kilometer westlich von Kranjska Gora geht es ins Planica-Tal, wo die weltbekannten Skiflug-Schanzen stehen.
Weiter östlich ist die Hochebene über dem Bleder See eine wichtige Adresse für Langläufer, noch ein Stück weiter, bei Bohinj, liegt das Skigebiet Vogel. Dort führen die Pisten, etwa 18 Kilometer, bis auf rund 1.800 Meter Seehöhe.
In allen Höhen erschließen sich wundervolle Bergpanoramen, je nach Standort auf die Julischen Alpen, die Karawanken und die Karnischen Alpen. Sowohl in Friaul-Julisch-Venetien als auch im westlichen Slowenien gibt es über diese kleine Auswahl hinaus viele weitere Gebiete für Winteraktivitäten. Zu Schneelagen sowie Pisten- und Loipenangebot sollte man sich jeweils aktuell informieren, zum Beispiel bei www.tarvisio.it oder www.slovenija.info. Quartiermäßig gibt es die gesamte Bandbreite, von der Pension bis zum guten Hotel.
Die Anreise mit dem Auto ist am einfachsten über die Tauernautobahn Richtung Italien bis zur Abfahrt Tarvisio. Vom Ort geht es auch weiter nach Slowenien. Alternativ kann auch die Tauernautobahn Richtung Slowenien und durch den Karawankentunnel gefahren werden. Es fallen Autobahn- und Tunnelmautgebühren an. Mit der Bahn kann der Zielort Tarvisio oder, in Slowenien, Jesenice sein.
23. Dezember 2011. Siegen (presseweller). Die Bergregionen in Friaul im nordöstlichen Italien sowie im nordwestlichen Slowenien sind seit jeher auch beliebte Wintersport-Destinationen. Sie sind von Deutschland nahezu durchgehend über die Autobahn/Tauernautobahn erreichbar. Im Verbund mit Kärntner Skigebieten wie dem Nassfeld bieten sie sich auch für Ausflüge an: Dreiländer-Skisport.
Im bekannten italienischen Grenzort Tarvisio locken mehrere Örtlichkeiten mit Bergbahnen und Liften. Für Langläufer werden Loipen gespurt. Ein bekannter Wintersportort ist Sella Nevea, östlich oberhalb von Tarvisio. Das Plateau am Fuße des über 2.580 Meter hohen Monte Canin liegt auf über 1.100 Meter. Die Pisten führen bis auf 2.300 Meter. Das Skigebiet ist ebenfalls vom slowenischen Bovec im Soca-Tal aus erschlossen. Die Gesamt-Pistenlänge wird mit 34 Kilometern angegeben.
Freunde des Eissports können im italienischen Kanaltal in Pontebba, am Fuße des Passo Pramollo – Übergang zum Nassfeld und nach Österreich – die Eishalle nutzen.
Einer der bekanntesten slowenischen Wintersportorte ist Kranjska Gora, auf über 800 Metern zwischen Karawanken und Julischen Alpen gelegen. Es sind rund 25 Pistenkilometer im Bereich der Julier angelegt. Wenige Kilometer westlich von Kranjska Gora geht es ins Planica-Tal, wo die weltbekannten Skiflug-Schanzen stehen.
Weiter östlich ist die Hochebene über dem Bleder See eine wichtige Adresse für Langläufer, noch ein Stück weiter, bei Bohinj, liegt das Skigebiet Vogel. Dort führen die Pisten, etwa 18 Kilometer, bis auf rund 1.800 Meter Seehöhe.
In allen Höhen erschließen sich wundervolle Bergpanoramen, je nach Standort auf die Julischen Alpen, die Karawanken und die Karnischen Alpen. Sowohl in Friaul-Julisch-Venetien als auch im westlichen Slowenien gibt es über diese kleine Auswahl hinaus viele weitere Gebiete für Winteraktivitäten. Zu Schneelagen sowie Pisten- und Loipenangebot sollte man sich jeweils aktuell informieren, zum Beispiel bei www.tarvisio.it oder www.slovenija.info. Quartiermäßig gibt es die gesamte Bandbreite, von der Pension bis zum guten Hotel.
Die Anreise mit dem Auto ist am einfachsten über die Tauernautobahn Richtung Italien bis zur Abfahrt Tarvisio. Vom Ort geht es auch weiter nach Slowenien. Alternativ kann auch die Tauernautobahn Richtung Slowenien und durch den Karawankentunnel gefahren werden. Es fallen Autobahn- und Tunnelmautgebühren an. Mit der Bahn kann der Zielort Tarvisio oder, in Slowenien, Jesenice sein.
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Winterurlaub
Samstag, 28. Mai 2011
Per Bike: Landschaftserlebnis Aupatal in Friaul
Einfach nur schön: das Aupatal in Friaul
auf der Südseite der Karnischen Alpen. Foto: dia/Jürgen Weller
Eine schöne Landstraßentour für Radler, Biker, Autofahrer
Mai 2011 Siegen. Die Sonne brennt, der Himmel ist ritzeblau. Von Tarvisio in Friaul, Nord-Ost-Italien, sind wir entlang des Kanaltals nach 22 Kilometern nahezu eben in Pontebba am Fuße der Karnischen Alpen angekommen. Nach einer kurzen Auffahrt zweigen wir links ab Richtung Aupa. Das Tal wird in Reiseführern teils auch als Blumental beschrieben. Eine tolle Landschaft wird auf dem weiteren Weg der Begleiter sein.
Wer wie wir über die österreichische Grenze bei Arnoldstein/Thörl-Maglern in kurzer Zeit ins lebhafte Tarvis mit dem international bekannten überdachten Markt und den vielen Fachgeschäften, Ristoranti und Pizzerias kommt, kann als Biker relativ leicht in die Pedale treten. Ab Tarvis geht es nahezu eben durchs Kanaltal zum Örtchen Pontebba. Wer es herausfordernder haben will, startet von Tröpolach im Gailtal in Kärntnens Naturarena und fährt über den Nassfeldpass. Dabei sind harte Steigungen zu nehmen. Auf über zwölf Kilometern müssen rund 900 Höhenmeter überwunden werden. Dann kommt aber, ebenfalls über gut zwölf Kilometer, die erfrischende Abfahrt. Vorsicht ist wegen der gepflasterten Tunneldurchfahrten geboten! Noch vor dem Passende kommt eine „Verteilerbrücke“. Für die Fahrt zum Aupatal geht’s rechts ab, und man kommt bald nach Studena Alta. Alle, auch die folgenden Straßen, haben Teerschicht, so dass man auch mit dem Rennrad fahren könnte.
Von nun an steigt die Straße ständig und teils steil bergauf. Wer nun glaubt, nach acht Kilometern Bergauffahrt in Aupa das meiste geschafft zu haben, liegt falsch. Das kleine Staßendorf in den Bergen liegt quasi mittendrin im weiteren Aufstieg. Fast überall sind sommerbunte Wiesen und Gärten am Wegesrand zu sehen, und es gibt tolle Ausblicke auf die Berge. „Imposant, einfach schön“ sind denn auch die Kommentare dazu. Das setzt sich fort, wenn der Scheitel erreicht ist.
Endlich geht’s abwärts, oft am rauschenden Bergbach und Wäldern vorbei. Selten begegnet man einem Auto. Da die Straße sowohl auf der Auffahrt als auch auf der Abfahrt bis zum unteren Bereich teils sehr eng und kurvenreich ist, muss dennoch stets mit aller Vorsicht gefahren werden. Wenn auch sonst alles wie „Natur pur“ aussieht, hat man dem Bergbach im unteren Bereich aus Schutzgründen doch Stufen angelegt. Bald mündet er in den Tagliamento.
Von Aupa aus waren es bis zum Scheitel und abwärts ins Tal noch 19 Kilometer. Schließlich sind wir – nach der Abfahrt bei Pontebba – nach 27 Kilometern in Moggio Udinese angekommen. Das Thermometer zeigt 27 Grad. Hochsommer. Wir schauen noch einmal zurück in diese Welt toller Bergpanoramen und gönnen uns etwas später eine Einkehr. Stark frequentiert ist das Ristorante, das für seine Hähnchen vom Holzgrill bekannt ist. Das passt – mit reichlich Salat und Pommes. Einen erstaunlichen Blick gibt’s aber noch auf den Radweg gegenüber. Er ist autobahnähnlich ausgebaut – eine ehemalige Bahntrasse. Das haben die Friulaner toll hinbekommen.
Die Temperaturen auf der Alpensüd- und hier zusätzlich auf der Karnischen Südseite sind oft von Frühjahr bis Herbst ein bisschen höher als im Norden. Da die Witterung aber nur noch schwer einschätzbar ist, ist es ratsam, sich aktuell vor einem Ausflug zu informieren. Es ist zwefellos schöner, dieses Landschaftserlebnis bei Sonnenschein zu genießen.
Die Tour eignet sich für Radler/Mountainbiker, für Motorbiker und auch für diejenigen, die einen tollen Autoausflug, zum Beispiel vom Urlaubsstandort Friaul-Julien oder vom Kärntner Gailtal aus (www.naturarena.com) unternehmen wollen. Diese und weitere Touren findet man auch auf www.bikeclick.de oder über den Button Bike-Click bei presseweller.de.
Weitere Fotos gibt's auf Wunsch. (© DialogPresseweller/Jürgen Weller)
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Samstag, 5. März 2011
Sonnige Tage für Rad und Motorbike
Aus dem Siegtal geht es über eine passartige
Straße zur Freusburg. (Foto (c): Archiv DialogPresseweller)
Die Zweiradsaison beginnt jetzt
4. März 2011. Siegen (dia.). Sonnenschein und relativ trockene Straßen: Da hebt es Zweiradfahrer gern in den Sattel, um die Landschaft zu erkunden und erste Touren zu unternehmen. Manche Zweiradhersteller zeigen jetzt bei den Händlern die aktuellen Modelle. Ob Fahrrad oder Motorbike: verkehrssicher sollte es sein. Nach der Wintereinmottung ist außerdem ein Check zu empfehlen.
Mit dem bisher sonnigen März steht eine lange Saison für Biker bevor. Klar, Bremsen und Beleuchtung müssen in Ordnung sein, Motorbiker müssen auch nach Motor und Batterie schauen, Radler auf die Kette. Vieles kann man selbst machen, sicherer ist ein Check im Fachbetrieb. Dann kann es auf Tour gehen. Wer Pause gemacht hat, sollte sich erst einmal wieder ein bisschen einfahren. In der Regel ist man schnell wieder mit seinem Bike vertraut.
Für Wochenenden und Frühjahrsurlaub bieten sich viele Tourenmöglichkeiten an. Radler könnten von der Quelle an im Rothaargebirge im Siegerland entlang der Lahn radeln, zum Beispiel über Bad Laasphe nach Marburg und dann Richtung Gießen und Wetzlar. Für Motorbiker ist ein Teil dieser Tour wegen der kurvenreichen Auffahrt von Siegen über Netphen oder über Hilchenbach interessant. Hat man Lust und Zeit, folgt man der Lahn von Wetzlar aus über Weilburg und Limburg nach Bad Ems und Lahnstein bis an den Rhein. Von dort bekommen Biker wieder „die Kurve“, um beispielsweise über den Westerwald zurück ins Siegerland zu fahren. Radler, die nicht so gern ständig Steigungen fahren wollen, sind an Flussrouten, Richtung Mündung befahren, ebenfalls stets gut bedient: entlang der Sieg oder Lahn oder im Norden entlang von Ems oder Elbe, im Süden von Passau aus entlang der Donau. Es gibt unendliche Möglichkeiten.
Für Motorbiker sind, abgesehen vom Alpenraum, Rothaargebirge, Siegerland und Sauerland, der Taunus und die Eifel ideale Reviere sowie der Schwarzwald. Von Freiburg im Breisgau bieten sich zig Routen an, zum Beispiel rund um den Kaiserstuhl oder mal hoch auf den Feldberg düsen oder die Schwarzwaldhochstraße unter die Räder nehmen. Trainierte Radler können das ebenfalls. Leichter geht’s, wenn man mit einem Pedelec, einem E-Bike – also mit Unterstützung durch einen Elektromotor –, unterwegs ist.
Für Fahrrad- und Motorradurlaub gibt es zig Möglichkeiten. Wer eine bestimmte Zeit im Auge hat, sollte sich allerdings rechtzeitig zu freien Quartieren informieren, weil überall eine rege Nachfrage erwartet wird. Inzwischen sind zahlreiche Pensionen, Gasthöfe und Hotels auf Biker eingestellt, bis zu Tourenzusammenstellungen und Begleitung, für Motorbiker auch mit speziellen Garagen oder Wartungsplätzen. Toureninfors auch bei www.presseweller.de unter Bike-Click.
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Freitag, 12. November 2010
In Spätherbst und Winter: Der Charme des Nordens
Verwunschen wirkt die Landschaft im Spätherbst in Deutschlands Norden. (Foto copr: Dialog/Jürgen Weller)
November 2011. Buxtehude (dia). An der Nordsee fristen die Strandkörbe ein leeres Dasein. Viele sind schon eingelagert. Spätherbstliche Atmosphäre macht sich breit. Manchmal liegt um diese Zeit schon Schneeluft in der Nase. Die Lichter-Martinszüge waren schon wieder gestern. Marsch, Geest und Nordheide verabschieden sich langsam vom Herbst. Die Dämmerung kommt früh. Nochmals über weite Wiesen und Wälder schauen.
Wenn die Zeit des Advents kommt, scheint die Landschaft einfach still dazuliegen. Am dämmerndem Abend mischen sich Wolken mit dem Himmelsgrau, über den Wiesen liegen Nebelschwaden. Stille. Es ist die Zeit, es sich in der warmen Stube gemütlich zu machen. Jetzt im Advent sieht man hier und da verhaltenen Weihnachtsschmuck an den Fenstern, keine Lichterorgien. Dörfliche Idylle. Die Samtgemeinden der Geest wie Apensen und Sittensen haben sich ein wenig herausgeputzt. Buxtehude, die alte Hansestadt, bietet da mit seiner lebhaften Einkaufsstraße und der verwunschen wirkenden Altstadt mit der großen Backsteinkirche St. Petri schon mehr. Im evangelischen Gemeindehaus, gegenüber der Kirche, besuchen wir den Weihnachtsmarkt in Apensen. Überschaubar. Schöne kunsthandwerkliche Arbeiten und ein nahezu rein weihnachtliches Angebot erfreuen. Ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee sind eine willkommene Abwechslung. Kleiner Rahmen, aber doch oft schöner als die großen Märkte mit ihrem Allerweltsangebot. Am Sonntag kommt aber noch der Dorfmarkt in Sauensiek-Wiegersen, auf dem alten Gut, das von einer großen Ziegelmauer umgeben ist. Mittendrin und umgeben von Wald gibt’s Lichterschein und viel Leben. An Ständen, im Zelt und in einem großen Raum werden feine Malereien, Kunsthandwerkliches aus Holz, aber auch Obst, Nüsse und Typisches der Region wie der Katenrauchschinken angeboten. Wir stärken uns mit einer Waffel und einem Kaffee. Weil’s auf dem Gut Holzeinschlag gibt, ist auch die Verwertung ein Thema. Wir schauen uns eine Hackschnitzelheizung an: Bio-Energie aus den heimischen Wäldern. Ebenfalls zum Angebot stehen frisch geschlagene Weihnachtsbäume aus dem umliegenden Wald. Wegen des längeren Transports verzichten wir aber darauf, einen zu kaufen.
Von Sauensiek ist es nur ein Klacks in die Nordheide. Heidenau ist das Tor zur Heidefahrt. Ist man wie wir sonntags da, muss man es genießen. Einkehr im weit bekannten Heidenauer Hof. Obwohl das Haus mit Sälen, abgeteilten Räumen und Terrasse riesig ist, bietet es eine sehr angenehme, gemütliche Atmosphäre. Da ist zum Beispiel der Wintergarten, in dem früher die „Tropicana“ mit exotischen Gewächsen und einem Wasserlauf war. Aber jetzt gibt sich der Wintergarten immer noch mit viel Grün und ausgesprochen schönen Tiffany-Lampen. Für den Sonntagsausflug ist es immer noch ein Geheimtipp, wenn auch von überall her Gäste kommen. Sonntagsmittags gibt es ein Büfett, Neudeutsch Lunch, bei dem Gäste zum zivilen Preis nach der am Tisch servierten Suppe aus einer Fülle an Köstlichkeiten wählen können, von der Salat-Vielfalt über Wildgulasch und Fisch bis zum Rinderbraten. Abgerundet durch etliche Gemüse sowie Beilagen, von den Kartoffeln über Nudeln und Kroketten bis zum Reis, immer je nach den Hauptgerichten. Auswahl gibt’s auch beim Dessert, ob Eis oder Pudding mit verschiedenen Soßen. Gut, deshalb gibt’s bei uns noch einen Espresso zum Abschluss.
Solche Mittagsbüfetts erhält man bei verschiedenen Gasthöfen in Nordheide und Geest. Außerdem ist auch Brunch gefragt. Dabei können Gäste erst noch aus einer Vielfalt an Frühstücksschlemmereien wählen, vom Lachs über verschiedene Käsesorten bis zum deliziösen Landschinken, und vom knusprigen Brötchen bis zum kernigen Landbrot. Dieses erschwingliche Ess-Vergnügen ist zum Beispiel im Gasthof in Sauensiek, direkt an der Hauptstraße, jeden ersten Sonntag im Monat zu haben. Das ist, unserem Geschmack nach, alles so gut, dass man sich immer wieder darauf freuen kann, wenn man mal wieder in der Gegend ist.
Die platte Landschaft mit hier und da mal einem kleinen Hügel hat auch in Spätherbst und Winter ihre Reize. Man unternimmt gut eingemummt einen Spaziergang, schaut an der Elbe vorbei, wo die Schiffe gen und von Hamburg vorbeiziehen, genießt die Tage und wird schon bald vom winterlichen Charme des Nordens eingenommen sein.
Mehr zu Reise hier und auf www.presseweller.de
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Samstag, 21. August 2010
Toller Ausblick und Hausgemachtes
Ein Augenschmaus, der Ausblick vom Michal-Hof in Oberforst im Gailtal. Die Dämmerung hat schon begonnen. Foto: Dialog/Jürgen Weller
Beim Bergbauern im Gailtal
August 2010. Es hat in vielerlei Hinsicht mit Genuss zu tun, wenn man einen Bergbauernhof besucht. Anlässlich einer Testreise besuchten wir mal wieder den Michal-Hof in Oberforst im Gailtal in Kärntens Naturarena. Er liegt auf über 900 Metern und wird vom mächtigen Reißkofel überragt, dem höchsten Berg der Gailtaler Alpen.
Überall im Tal werden auf den Höfen noch nach alter Tradition der Gailtaler Speck und Hauswurst, eine Art Mettwurst, aber feste gewürzt und luftgetrocknet, sowie teils eine Art Salami sowie Ossokollo hergestellt. Auf den Almen entsteht der würzige Gailtaler Almkäse sowie Topfen (Quark) und Schotten, das ist geräucherter Topfen mit einem ganz eigenen Geschmack. In den Bergbauernhöfen, die auf kleinen Anhöhen oder Arrondierungen in den grünen Steilwiesen liegen, scheint vieles noch ein Stück uriger als im Tal. Deshalb fahren wir über den geteeerten, aber engen Bergweg über drei Kilometer von Reisach bergauf zum Michal-Hof. Der Genuss kommt schon unterwegs, weil sich hinter jeder Kurve und Kehre eine neue Aussicht aufs Tal auftut. Von oben blicken wir dann zu den Almen und die Gipfelbereiche der gegenüberliegenden Karnischen Alpen sowie weit ins Tal bis über Kötschach-Mauthen hinaus. Diesen Augenschmaus hat man bei Hans und Hermine am obersten Hof quasi aus dem Küchenfenster. Geht man auf den kleinen talseitigen Balkon, kann man im Westen bis weit ins Lesachtal sowie zu den Lienzer Dolomiten schauen. Die Taldörfer sieht man quasi in Flugzeugperspektive. Der Ausblick ist einfach nur beeindruckend.
Auf den Hofwiesen stehen Äpfel-, Birnen- und Pflaumenbäume. Das Obst wird zu Marmeladen verarbeitet und zu Schnaps. Die Bauern haben die Lizenz zum Brennen - allerdings im vorgegebenen Rahmen. Der Obstler, zur Abrundung einer guten Jause, einer Brotzeit, schmeckt kräftig.
Hausgemacht, das steht bei der Brotzeit an. Zum Bauernbrot, das im Hausofen gebacken wird, reicht uns die Bäuerin Schinken, Hauswurst und Almkäse. Und gern probieren wir auch mal wieder den süß-zimtigen Hefe-Reindling, eine Kärntner Spezialität, mit einer Scheibe Gailtaler Speck. Man mag es kaum glauben: Aber diese Kombination passt bestens und zergeht auf der Zunge. Bei den Bauern wird ohnehin nicht laufend geschlachtet und Speck produziert. Der - sinnvollen - Tradition nach schlachtet man, wenn es kalt wird. Und daher geht auch jetzt der Schinken langsam zu Ende.
Mit zunehmendem Alter wurde die nicht leichte Bergler-Landwirtschaft etwas zurückgefahren. Aber es stehen noch zwei Schweine im Stall und vier Kühe, zwei weitere sind auf der Jochalm, wo sie in "Sommerfrische" sind und die würzigen Almgräser und -kräuter genießen dürfen. Wie gut das tut, schmeckt man an der Milch und beim Käse. Und so gibt's auch für die Michals zur Almsaison wieder einige Laiber. Hans hat sich schon vor Jahren auf "seine Kühe" spezialisiert. Qualität sollte es sein. Deshalb hat er zig Auszeichnungen erhalten. Die Ehrenbänder sind an der Hausfassade auf einer Tafel verewigt.
Es hat mal wieder Freude gemacht, hoch oben in Oberforst gewesen zu sein. Den wundervollen Ausblick und das Hausgemachte - fern der auf Schnelligkeit, Produktuvität und Profit ausgerichteten Lebensmittelherstellung - zu genießen: ganz gemütlich in der großen Küche am großen Tisch im Bergbauernhaus. "Schaut's mal wieder vorbei, wenn ihr hier seid", sagt Hermine zum Abschied, und wir sagen "danke". Gern werden wir wieder einmal vorbeischauen.
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