Samstag, 22. Mai 2010

Heiß auf Rad und Motorbike



Den Passgipfel erreicht. Klasse. (Foto: panoramahotel.at)

Tolle Touren vom Kärntner Gailtal aus

Ein paar Tage Urlaub: Das ist immer die beste Zeit, um gemächlich mit dem Fahrrad die Landschaft zu erkunden oder mit dem Motorbike auf Tour zu gehen. Der Frühsommer ist ideal, weil viele sich dann bereits eingefahren haben. Und gerade in Berglandschaften wie im Kärntner Gailtal gibt es so viele Möglichkeiten, tolle Ausfahrten zu machen – allein oder bei einer begleiteten Tour.


Im Urlaub zu radeln oder mit dem Motorrad unterwegs zu sein, ist in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. In den Bergen hat man beides: weitgehend ebene Strecken und kurvige Passstraßen. So kommen Genussradler, Mountainbiker und Motorbiker auf ihre Kosten. In Kärntens Naturarena rund um Hermagor hat man das schon lange erkannt. Bereits vor Jahrzehnten legte man den Karnischen Radweg an, der nahezu eben und weitgehend abseits der Hauptstrassen durchs Tal, häufig entlang der Gail, verläuft und sich so auch ideal für Familien eignet. Die Strecke lässt sich gut einteilen. Damit’s nicht zu lange wird, kann man Hin- oder Rückweg auch mit der Gailtalbahn fahren. Dabei müssen es Radler aber nicht belassen. Bei geführten Touren wird zum Beispiel auch ein Stück des Drautalradwegs einbezogen, von dem man später auf den Karnischen Radweg abbiegt.
Mountainbiker, die sich herausfordernden Strecken stellen wollen, bringen ihre Waden an Passstraßen sowie auf Almwegen in Fahrt, um sich später nach einer Rast beim Downhill den Wind um die Ohren sausen zu lassen. Klar, bei über 1.000 Kilometern Mountainbikewegen gibt es reichlich Gelegenheit, Bike und Können auf die Probe zu stellen.
Kurven und Kehren
Ob mit Harley, Gold Wing, BMW, Yamaha oder ...: Neben dem gemütlichen Landschafts-Cruisen sind es doch gerade die Bergstraßen mit ihren Kurven und Kehren, die Motorbiker locken. Vom Gailtal aus geht’s da zum Beispiel mal locker auf die Großglocknerstraße oder zu einer Rundfahrt über Kreuzberg und Gailbergsattel, wobei man auch noch das Lesach-Hochtal „mitnehmen“ kann. Aber natürlich heißt’s hier auch „senza confine“, ohne Grenzen. Über Nassfeld- und Plöckenpass ist man schon gleich drin im südlicheren italienischen Ambiente, und wer den steilen Wurzenpass „erklimmen“ will, schaut sich auf der Südseite Kranjska Gora und das Panorama der Julischen Alpen an. Natürlich lassen sich viele Pässe bei einer Tour kombinieren. Das verspricht durchgehenden Fahrspaß.
In Kärntens Naturarena haben sich einige Häuser besonders auf Fahrradfahrer und/oder Motorbiker eingestellt. Das gilt für die Ausstattung des Hauses, einschließlich Unterstellmöglichkeiten für die Bikes, bis zu ausgearbeiteten Tourenvorschlägen und der Tourbegleitung. So werden zum Beispiel beim Panoramahotel Hauserhof in Kreuth oberhalb von Hermagor seit Jahren begleitete Fahrrad- und Motorradtouren angeboten. Praktisch: Hausherr Karl Wassertheurer ist selbst begeisterter Motorbiker. Insgesamt stehen 24 Tourenvorschläge zur Auswahl, von der kleinen, rund 170 Kilometer langen Ausfahrt bis zu ausgedehnteren Touren wie durch Karawanken und Julische Alpen sowie durch die Dolomiten. Und da gibt’s auch eine außergewöhnliche Tour, die den nicht alltäglichen Namen „Nix für Hosenscheissa“ hat. Diese rund 320 Kilometer lange Strecke führt über den Plöckenpass nach Italien, durch Karnische Alpen und Sextener Dolomiten über zig Bergstrecken wie Sella di Razzo und Passo San Antonio: fahrmäßig und landschaftlich begeisternd.
Wieder zurück im Haus, genießt man den Komfort des Viersternehotels mit großzügiger Saunalandschaft, dem Viergang-Abendmenü und üppigen Frühstücksbuffet. Abends sitzt man noch gemütlich an der Bar oder in der Gaststube zusammen, fachsimpelt über Zahnkränze und Motoren und bespricht neue Touren. Das Angebot wird auch immer wieder gern von Gruppen genutzt. Es sind verschiedene Pauschalpakete aufgelegt. Auf der Webseite des Hotels kann man sich die Touren schon einmal in der Karte anschauen.
Über Fahrrad- und Motorradurlaub erhält man mehr Informationen beim Regionsbüro: info@naturarena.com, www.naturarena.com. Das Panoramahotel erreicht man über info@panoramahotel.at. Oder man schaut sich schon einmal Fotos und Tourenvorschläge an: www.panoramhotel.at (c) Dialog/Jürgen Weller





Redaktionen können weitere Rad- und Motorradfotos anfordern: einfach E-Mail an mail@presseweller.de

Beieindruckende Berge: Julier



Der Weg zum Bergkessel führt an dem Wasserfall vorbei. (Foto: Jürgen Weller)


Bergfreunde, die Julier sagen, meinen die Julischen Alpen. Die mächtige Kette zieht sich teils entlang der slowenisch-italienischen Grenze durchs nordwestliche Slowenien und bietet nahezu überall lohnende Motive.
Die Julier mit ihrem höchsten Berg, dem über 2860 Meter hohen Triglav, sind eine beeindruckende Welt aus Gipfeln und Tallandschaften sowie einer weitgehend intakten Flora und Fauna. Und so finden sich Illyrischer Mohn und die blaue Berg-Glockenblume ebenso hier wie Türkenbund und Trichterlilie, Enzian und Edelweiß. Steinböcke und Gämse klettern durch die Felsen, und irgendwo pfeift ein Murmeltier, um seine Kameraden zu warnen. Um das alles zu erhalten, ging man schon früh zu noch jugoslawischen Zeiten unter Tito daran, das Gebiet großräumig zu schützen. Es entstand der Triglav-Nationalpark. Mit solch einer Einrichtung war man damals vielen anderen Ländern voraus. Urlauber, die sich die Gegend erwandern oder auf Klettertour gehen, sagen: „Hier ist’s einfach nur schön, richtig schön!“
Das hatten Naturfreunde schon länger entdeckt. So machten sich der Berggänger Julius Kugy und der Triestiner Chesne de Bois bereits Anfang des 20. Jahrhunderts in diese Idylle aus schroffen Kalkfelsen, grünen Matten und sprudelnder Bergbäche auf. Kugy wollte „die blaue Blume seines Herzens finden“. Eine so einmaligen Fund nach seiner Vorstellung konnte er aber nicht machen. Aber das hinderte die beiden Bergfreunde nicht daran, 1926 einen Blumengarten, ein Alpineum, in der Trenta, oberhalb der smaragdgrünen Soca anzulegen, den Julischen Alpengarten, in dem nahezu alle Alpenblumen vereint sind.
Bergkulisse Vrata-Tal
Im Bereich der oberen Save lohnen zahlreiche Bergtäler einen Besuch. Oft geht das nur auf Waldwegen oder über Wanderrouten. Wir fahren von Kranjska Gora auf der Hauptstraße Richtung Ljubljana. Nach etwa 20 Kilometern gibt es bei Dovje einen Abzweig nach Moistrana, das Bergsteigerdorf. Hier zweigen mehrere Täler wie das Kot- und Krma-Tal in die Wunderwelt der Julischen Berge ab. Wir entscheiden uns für den Weg ins Vrata-Tal. Immer bergauf, an einem kleinen Wasserfall vorbei und über das letzte befahrbare Stück mit 25 Prozent Steigung bis zum Abstellplatz. Heutzutage ist der großzügiger als Parkplatz angelegt. Zu Fuß geht’s zur kleinen Kapelle und ein Stück weiter ins Tal mit dem Talboden voller Steinen aller Größen. Dort steht auch das Bergsteigerdenkmal mit dem überdimensionierten Karabinerverschluss: Aufforderung und Mahnung zugleich. Der Rundblick ist übermächtig: Ein riesiger Bergkessel, in dem es nur so rauscht, wenn ein kleiner Windzug geht. Nach Süden zu das Triglavmassiv. Welch Komposition aus Schöpfung und Naturgewalten! Und ganz nach innen sagt man sich: Wie schön, dass ich das sehen durfte.
Der Vrata-Talkessel ist einer der Einstiegspunkte, um den Triglav zu bezwingen oder sich an den anderen Bergen im Rund zu versuchen. Längst haben auch Mountainbiker entdeckt, dass das Vrata-Tal eine ideale Strecke mit krassen Steigungen und eine Herausforderung ist, im Kessel noch weiter Richtung Berg zu fahren.
Unterkünfte gibt’s übrigens überall, ob im bekannten Kranjska Gora oder in den kleineren Orten am Wegesrand. Auch wenn man in Kärnten seinen Urlaub verbringt, lohnt sich der Ausflug. So sind es zum Beispiel von Hermagor aus gerade einmal um die 90 Kilometer – ein schöner Tagesausflug. Und natürlich muss man in Slowenien einkehren, um die Spezialitäten der slowenischen Küche zu genießen, von der Sauerkrautsuppe bis zum Ljubljana-Schnitzel. Nicht zu vergessen der Prsut, der delikate luftgetrocknete Karstschinken.
(c) Dialog/Jürgen Weller

Freitag, 30. April 2010

Siegen: Abends abrocken


Am 23. April sorgte die Band Darkness Falls im Hotel-Restaurant Schäfer auf dem Siegener Rosterberg für Super-Stimmung. Das ist Sound, der in die Beine geht. Bis 4 Uhr morgens Partystimmung. Wer's verpasst hat: Sie kommen sicher wieder, weil's bei Schäfers öfter ein Event gibt. Foto. A.V.

April 2010. Siegen (dia). Life is live, gemäß diesem bekannten Liedtitel geht es auch in der Krönchenstadt an den Wochenenden, meist schon ab donnerstags, abends in verschiedensten Clubs und Gaststätten musikalisch rund. Bands aus der Region, aber auch internationale Gruppen sorgen mit ihren Konzerten für Partystimmung. Wenn's mal nicht live ist, legen DJs die Scheiben von Indie über Rock bis Wave auf.


Wer im Urlaub, auf Montage oder wegen Geschäftsbesprechungen ein paar Tage in Siegen verbringt und sich gern musikalisch unterhalten lässt, kann abends seine Abwechslung haben. Laufend ist im Vortex-Musikclub in Siegen-Weidenau, Auf den Hütten, was los. Manchmal geben am Abend gleich drei Bands den Ton an. Sonst ist neben dem Haupt-Act meist eine Opener-Band, oft aus der Region, dabei. Hier, wie im Dee2, dem Verein für moderne Musik und Kultur, etwas versteckt in Siegen-Kaan-Marienborn an der Hauptstraße gelegen, ist musikalisch fast alles drin: Indie, Electric, 60s, Gothic, Punk, Rock und mehr.
Im Meyer in Siegen-Mitte in der Hindenburgstraße neben der Hauptpost geht's ebenfalls regelmäßig live und an den verschiedensten Abenden DJ-mäßig in unterschiedlichsten Musikrichtungen rund. Außerdem gibt es in Lokalitäten der Siegener Unterstadt und Oberstadt hin und wieder Live-Konzerte. Und wenn man in der Oberstadt in der Löhrstraße im Clou einkehrt und die Stimmung später gut ist, dann greift vielleicht auch Wirt Ivan zur Gitarre, und man singt gemeinsam, weil es einfach Spaß macht, zusammen bekannte Lieder anzustimmen.
Hier, wie auch im Hotel-Restaurant Schäfer auf dem Siegener Rosterberg, ist das Publikum altersmäßig gemischt. Die Schäfer-Inhaber bieten ebenfalls regelmäßig Live-Musik-Events an, die schnell zur großen Party werden und zum Tanzen animieren. Wenn am Abend zum 1. Mai hin die Greyhounds "Oldie pur" spielen, wird man schnell schwoofen. Bis 4 Uhr morgens dauerte am 24. April die Musik-Party mit der Band Darkness Falls, von der alle begeistert waren. Bei der Western- und Country-Musik,dem Soulig-Jazzigem mit Gesangsbegleitung und vibrierenden E-Gitarren war das Publikum schnell begeisert: Super-Stimmung. Es wird kein Einzelfall bleiben, weil Darkness Falls öfter bei Schäfers spielt.
Klar, außerhalb der Gastro-Szene gibt's auch Konzerte in der Siegerlandhalle und die Ü-30-Partys und demnächst wieder die Live-Konzerte von jazzig bis volkstümlich im Garten des Oberen Schlosses.
Nur ein paar Beispiele. Wer mal gucken will: www.hotelschaefer.com, www.vortex-club.de, www.dee2.de. Ansonsten einfach mal über www.presseweller.de nachfragen.

Donnerstag, 25. März 2010

Start der Golfsaison im Mühlviertel




Von der Pike auf lernt man in der Golfakademie Kleebauer das Golfen. Gespielt wird im Golfpark Böhmerwald. Foto: Geiger




April 2010. Siegen/Altenfelden. Es ging bereits auf Green: Seit dem 27. März läuft im oberösterreichischen Mühlviertel die Golf-Saison. Endlich mal wieder über die Greens ziehen, just for fun ein Spielchen machen, am Handicap arbeiten oder das Golfen von der Pike auf bis zur Platzreife lernen.
Im beschaulichen Altenfelden ist alles das bei der Golfakademie Kleebauer mit dem angeschlossenen Landhotel möglich. In ruhiger Alleinlage und mit wunderschöner Aussicht auf die grünen Hügel des Mühlviertels ist Wohlfühlen angesagt. Beim "Kleebauer", mit verschiedenen Tourismuspreisen ausgezeichnet, gibt's wohl das umfangreichste Golfprogramm Österreichs. Auch Einsteiger kommen hier auf ihre Kosten. Bei dem bewährten Kurs "In sechs Tagen zur Platzreife" gibt es nicht nur garantiert die Platzreife, die auf europäischen Plätzen meist gefordert wird, sondern Teilnehmer können auch unabhängig davon direkt frei spielen und sich versuchen. Hier sagen Urlauber aus dem Kölner Raum, die das schon mitgemacht haben: "Da lernt man's richtig gut!" Viele sind danach vom Golfsport gepackt.
Ob Einsteiger oder Golfer, die ihr Handicap verbessern wollen: Alles ist in Komplett-Arrangements gepackt. Man wohnt mit - erweiterter Halbpension - im schönen Landhotel und nutzt einen der Kurse. Gespielt wird im Golfpark Böhmerwald.
Wie gesagt, Start ist am 27. März. Aber danach ist noch bis in den Herbst Gelegenheit, golfen zu lernen, einfach zu spielen oder sein Handicap in einem Kurs zu verbessern
Schon einmal - mit Einspielfilm und mehr - zum Anschauen auf www.kleebauer.at, Infos auch bei mail@presseweller.de

Samstag, 6. März 2010

Siegerland: Klöße vom Feinsten



Bitte zugreifen: Siegerländer Klöße mit Speck-Zwiebelsoße. So mag man es gern bei richtigen Siegerländern. Foto: DialogPresseweller

März 2010 (dia). Das Siegerland bietet traditionell eine ausgewogene Landküche, mit allem Nährungsbedarf wie Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett sowie Vitaminen über Gemüse und Salate. Für viele Jahre ein Außenseiter aufgrund "moderner" Speisen, hat man längst auch in der Gastronomie erkannt, dass die althergebrachten Essenszusammenstellungen wieder gefragt sind.
Traditionell, das heißt im Siegerland nicht nur Grünkohl und Mangold, Speck, Äpfel, Birnen, sondern vor allem auch Kartoffel. Davon gibt es ein Gericht, bei dem fast jedem Siegerländer schon beim Wort das Wasser im Munde zerläuft, Genussstimmung hervorruft: Siegerländer Klöße. Anders als in anderen Regionen geht es hier nicht um Beilagen wie Sauerkraut und Fleisch, sondern um die Klöße und ihre Zubereitung selbst. Die Klöße werden aus einer Masse von gekochten und geriebenen rohen, ausgepressten Katoffeln hergestellt. "Per Hand gerieben schmecken sie noch besser", monieren manche. Aber die moderne Hausfrau oder der Hausmann kann sie natürlich auch maschinell zerkleinen und entsaften lassen. Die Masse wird in Kloßform gebracht und gekocht. Die Farbe ist nach dem Kochen hell bis grau.
Ein sehr wichtiger Teil ist die Soße, da es normalerweise sonst keine Beilagen gibt. Dafür werden eine große Menge von Speck und Zwiebeln angebraten. So wird's auch angerichtet: Klöße mit Speck-Zwiebelsoße, und darüber kommt Kloßsud. Es schmeckt so trefflich, dass manche meinen, sich am besten " hinein zu setzen" und nur zu essen. Man nimmt reichlich Kohlenhydrate, aber auch Fett und Eiweiß auf sowie die Rest-Vitamine und -Mineralstoffe aus Kartoffeln und den gesunden Zwiebeln. Wer mag, richtet sich dazu einen Salat an. Traditionell gibt's den aber nicht dazu.
Früher war's günstiger, aber selbst seit der teuren Eurozeit kommt man auch hier mit rund einem Euro pro Person hin. Und alle sind - normalerweise - zufrieden und satt.

Donnerstag, 25. Februar 2010

Nach Reiseberichten schauen



Von einer Aussichtstereaase aufs Tal schauen, hier im Defereggental.
(Foto: jw)

Zu reisen und andere Landschaften zu entdecken, ist immer wieder schön. Jürgen Weller vom Medienbüro DIALOGPresseweller beschränkt sich darauf, mit dem Auto - oder auch der Bahn - gut erreichbare Regionen in Deutschland sowie nahen Ländern zu erkunden. Denn dort warten oft mehr Geheimnisse und wunderschöne Landschaften als man meint oder man sie nur "am anderen Ende der Welt" zu finden glaubt.
Wer mal auf einer urigen Alm im Kärntner Gailtal Senn und Sennerin bei ihrer Arbeit und dem Käsen zugeschaut hat, wird ganz eigene Eindrücke mitnehmen, wer bei Bergbauern gewohnt hat, im slowenischen Karst unterwegs war oder im Vrata-Tal im Bergkessel vor dem Triglav-Massiv gestanden hat, lernt ungewöhnlich Schönes und andere Lebensgewohnheiten kennen. Innerliche Ruhe kennen lernen, steht neben möglichen Aktivitäten. Tief schauen wir im Osttiroler Deferegental von der Terrasse der "Schönen Aussicht" aufs Tal und die umliegenden Dreitausender, begeben uns am Kärntner Nassfeld auf Fossiliensuche, entdecken zurzeit noch dieses grandios breite Flussbett des Tagliamento in Friaul-Julien, im nordöstlichen Italien. Viel weiter oben fährt man durch die liebliche Hügellandschaft, kehrt auf Gutes ein, entdeckt diese nicht so sehr bekannte Weinstraße, schaut sich historische Geäude und Museen wie in Cividale an und gelangt zum Grenzort Gorizia mit der Feste auf dem Berg.
In Deutschland radelt man an Sieg, Lahn, Elbe oder Kocher entlang, nutzt die platten Wege der Geest und Nordheide, um gemächlich per Pedaltritt von Sittensen nach Buxtehude zu kommen, wo das Heimatmuseum auf jeden Fall einen Besuch wert ist. So rad- und spaziergerecht ist auch das Märkische wie im Havelland, von der Fliederstadt Friesack bis zu den Havelufern, wo man mit dem Schiff auf weitere Tour gehen kann. Alles einen Katzensprung von Potsdam und Berlin entfernt. Und auf den Spuren des Erzbergbaus und der Niederwaldwirtschaft ist das Siegerland immer wieder Anlaufpunkt, an dem sich durch die weiten Wälder auch prima wandern lässt. Es gibt so vieles Schönes, was sich ganz ohne Flieger erkunden lässt. Aber klar, man muss es für sich entdecken.

Jürgen Weller greift auf diesem Blog immer wieder solche Reisethemen auf. Nicht nur für Medienschaffende, sondern allgemein frei zugänglich sind auch die Seiten "Bike-Click" mit Radtourenhinweisen und anderem sowie "Medientexte" mit immer wieder anderen Regionsbeschreibungen und den jweils aktuellen Urlaubsmöglichkeiten. Alles kann unter www.presseweller.de einfach angeklickt werden: Die Seiten sind ohne Firlefanz aufgebaut: einfach so, dass sie schnell geladen, übersichtlich und gut lesbar sind. Ein einfacher Klick führt weiter, auch zu pdf-Darstellungen. Hier weiß der Nutzer direkt, wo er klicken kann und findet ohne langes Suchen sogar das Impressum. Na ja, einfach mal anklicken.

Reiseberichte und Aktionen u.a. zu: Siegerland, Geest/Nordheide, Osttirol/Defereggental, Kärntens Naturarena, Nordwest-Slowenien, Friaul-Julisch-Venetien, Pressegger See, Lesachtal, Golfen im Mühlviertel usw.

Samstag, 16. Januar 2010

Vom Siegerland zum Westerwald: Krippenschau



16.1.2010. Will man vom Siegerland aus zum Westerwald mit seinen Höhenzügen, Dörfern und Städtchen fahren, dann nutzt man am einfachsten das Siegtal. Ab Betzdorf geht es Richtung Hachenburg in die Höhenlagen bei Steinerot, Gebhardshain und Malberg. Über Hachenburg und Altenkirchen gelangt man ins Wiedtal, wo eine monumentale Krippenschau zu bewundern ist.

Wer diesen Weg aus dem hügeligen Siegerland wählt, kann sich freuen. Schon auf der Höhe zwischen Steinerot und dem Talort Elben gibt es bei klarer Sicht einen Ausblick bis zum Siebengebirge. Nutzt man danach die kleine Umfahrung an Gebhardshain vorbei über Steinebach nach (Malberg-) Steineberg sind von der Höhe Drachenfels, Ölberg und Kanzel sehr gut auszumachen, und mancher glaubte früher gar, den Schornsteindampf der Rheinschiffe gesehen zu haben. Dieser Westerwald, dem in den 40- und 50er-Jahren der längst verstorbene Heimatschriftsteller Ewald Weller mit spannenden Geschichten Leben einhauchte (Kräuter-Kathrin, Der Geist von der Steineberger Höhe und andere) unterscheidet sich in Sprache und Kultur vom Siegerland.
Bei diesigem Winterwetter kann man die Aussicht nicht genießen. Aber man schaut dann über verschneite Wiesen und Wälder, in denen mittendrin die Dörfer liegen. Ja, in Schnee-Wintern wie jetzt sieht es aus wie aus dem Märchenbuch.
Über Hachenburg mit seiner sehenswerten Fachwerkaltstadt geht es zum Beispiel nach Altenkirchen und von dort weiter ins romantische Wiedtal. Die Wied breitet sich zum Teil recht breit aus. Es geht über Höhenorte bis in die Talgemeinden teils kurvenreich bergab Richtung Neuwied. Der Rhein ist nah.
Dann wird Waldbreitbach, direkt an der Wied gelegen, erreicht. Auf den ersten Blick einer der üblichen Orte, auf den zweiten Blick ein etwas anderer. Denn genau hier gibt es mit nach Ausstellerangaben rund 1.600!! eine der weltweit größten Krippenausstellungen und Sammlungen. Ob bayerische Bergkrippe oder orientalische Darstellung der Geburt Jesu; ob aus Holz, Wurzeln, Papier, Porzellan, Kunststoff oder Zinn gearbeitet: Es gibt fast alles zu sehen. Riesige Szenerien an einer Wurzelwand wechseln sich mit kleinen überschaubaren Krippen ab: eine Vielfalt, die man bei einem Besuch gar nicht in ihrer Fülle wahrnehmen kann. Nahezu lebensgroße Krippen sind im Außenbereich aufgestellt. Für Krippenfreunde wir die bildlich-kunsthandwerkliche Darstellung der Geburtsgeschichte um Maria und Josef und das Kind in der Krippe immer etwas Anschaubares, Besonderes sein.
Der "christliche" Ort mit Kloster auf dem Berg hat auch in seiner Pfarrkirche ein Extra zu bieten: eine riesige, mehrere Meter hoch aufgebaute Wurzelkrippe mit einem abwechslungsreichen Szenarium. Die kann man sich allerdings nur bis zum 2. Februar anschauen.
Nach so viel Schauen, Staunen und Erkunden kehrt man ein. Direkt neben der Ausstellung kann man sich im Gasthof mit heißem Kakao, Kaffee sowie dem Speisenangebot aus der Karte oder eben Waffeln stärken. Ringsum im Ort liegen außerdem viele Gasthöfe und Restaurants. Klar, dass man auch übernachten kann, um die ganze Vielfalt nach und nach intensiver zu erkunden.
Wer's mal schauen will, schaut sich auf den Seiten von Waldbreitbach um oder erhält Tipps von presseweller, zum Beispiel über Anfragen bei mail@presseweller.de.