Samstag, 5. März 2011

Sonnige Tage für Rad und Motorbike



Aus dem Siegtal geht es über eine passartige
Straße zur Freusburg. (Foto (c): Archiv DialogPresseweller)



Die Zweiradsaison beginnt jetzt

4. März 2011. Siegen (dia.). Sonnenschein und relativ trockene Straßen: Da hebt es Zweiradfahrer gern in den Sattel, um die Landschaft zu erkunden und erste Touren zu unternehmen. Manche Zweiradhersteller zeigen jetzt bei den Händlern die aktuellen Modelle. Ob Fahrrad oder Motorbike: verkehrssicher sollte es sein. Nach der Wintereinmottung ist außerdem ein Check zu empfehlen.
Mit dem bisher sonnigen März steht eine lange Saison für Biker bevor. Klar, Bremsen und Beleuchtung müssen in Ordnung sein, Motorbiker müssen auch nach Motor und Batterie schauen, Radler auf die Kette. Vieles kann man selbst machen, sicherer ist ein Check im Fachbetrieb. Dann kann es auf Tour gehen. Wer Pause gemacht hat, sollte sich erst einmal wieder ein bisschen einfahren. In der Regel ist man schnell wieder mit seinem Bike vertraut.
Für Wochenenden und Frühjahrsurlaub bieten sich viele Tourenmöglichkeiten an. Radler könnten von der Quelle an im Rothaargebirge im Siegerland entlang der Lahn radeln, zum Beispiel über Bad Laasphe nach Marburg und dann Richtung Gießen und Wetzlar. Für Motorbiker ist ein Teil dieser Tour wegen der kurvenreichen Auffahrt von Siegen über Netphen oder über Hilchenbach interessant. Hat man Lust und Zeit, folgt man der Lahn von Wetzlar aus über Weilburg und Limburg nach Bad Ems und Lahnstein bis an den Rhein. Von dort bekommen Biker wieder „die Kurve“, um beispielsweise über den Westerwald zurück ins Siegerland zu fahren. Radler, die nicht so gern ständig Steigungen fahren wollen, sind an Flussrouten, Richtung Mündung befahren, ebenfalls stets gut bedient: entlang der Sieg oder Lahn oder im Norden entlang von Ems oder Elbe, im Süden von Passau aus entlang der Donau. Es gibt unendliche Möglichkeiten.
Für Motorbiker sind, abgesehen vom Alpenraum, Rothaargebirge, Siegerland und Sauerland, der Taunus und die Eifel ideale Reviere sowie der Schwarzwald. Von Freiburg im Breisgau bieten sich zig Routen an, zum Beispiel rund um den Kaiserstuhl oder mal hoch auf den Feldberg düsen oder die Schwarzwaldhochstraße unter die Räder nehmen. Trainierte Radler können das ebenfalls. Leichter geht’s, wenn man mit einem Pedelec, einem E-Bike – also mit Unterstützung durch einen Elektromotor –, unterwegs ist.
Für Fahrrad- und Motorradurlaub gibt es zig Möglichkeiten. Wer eine bestimmte Zeit im Auge hat, sollte sich allerdings rechtzeitig zu freien Quartieren informieren, weil überall eine rege Nachfrage erwartet wird. Inzwischen sind zahlreiche Pensionen, Gasthöfe und Hotels auf Biker eingestellt, bis zu Tourenzusammenstellungen und Begleitung, für Motorbiker auch mit speziellen Garagen oder Wartungsplätzen. Toureninfors auch bei www.presseweller.de unter Bike-Click.

Freitag, 12. November 2010

In Spätherbst und Winter: Der Charme des Nordens



Verwunschen wirkt die Landschaft im Spätherbst in Deutschlands Norden. (Foto copr: Dialog/Jürgen Weller)

November 2011. Buxtehude (dia). An der Nordsee fristen die Strandkörbe ein leeres Dasein. Viele sind schon eingelagert. Spätherbstliche Atmosphäre macht sich breit. Manchmal liegt um diese Zeit schon Schneeluft in der Nase. Die Lichter-Martinszüge waren schon wieder gestern. Marsch, Geest und Nordheide verabschieden sich langsam vom Herbst. Die Dämmerung kommt früh. Nochmals über weite Wiesen und Wälder schauen.
Wenn die Zeit des Advents kommt, scheint die Landschaft einfach still dazuliegen. Am dämmerndem Abend mischen sich Wolken mit dem Himmelsgrau, über den Wiesen liegen Nebelschwaden. Stille. Es ist die Zeit, es sich in der warmen Stube gemütlich zu machen. Jetzt im Advent sieht man hier und da verhaltenen Weihnachtsschmuck an den Fenstern, keine Lichterorgien. Dörfliche Idylle. Die Samtgemeinden der Geest wie Apensen und Sittensen haben sich ein wenig herausgeputzt. Buxtehude, die alte Hansestadt, bietet da mit seiner lebhaften Einkaufsstraße und der verwunschen wirkenden Altstadt mit der großen Backsteinkirche St. Petri schon mehr. Im evangelischen Gemeindehaus, gegenüber der Kirche, besuchen wir den Weihnachtsmarkt in Apensen. Überschaubar. Schöne kunsthandwerkliche Arbeiten und ein nahezu rein weihnachtliches Angebot erfreuen. Ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee sind eine willkommene Abwechslung. Kleiner Rahmen, aber doch oft schöner als die großen Märkte mit ihrem Allerweltsangebot. Am Sonntag kommt aber noch der Dorfmarkt in Sauensiek-Wiegersen, auf dem alten Gut, das von einer großen Ziegelmauer umgeben ist. Mittendrin und umgeben von Wald gibt’s Lichterschein und viel Leben. An Ständen, im Zelt und in einem großen Raum werden feine Malereien, Kunsthandwerkliches aus Holz, aber auch Obst, Nüsse und Typisches der Region wie der Katenrauchschinken angeboten. Wir stärken uns mit einer Waffel und einem Kaffee. Weil’s auf dem Gut Holzeinschlag gibt, ist auch die Verwertung ein Thema. Wir schauen uns eine Hackschnitzelheizung an: Bio-Energie aus den heimischen Wäldern. Ebenfalls zum Angebot stehen frisch geschlagene Weihnachtsbäume aus dem umliegenden Wald. Wegen des längeren Transports verzichten wir aber darauf, einen zu kaufen.
Von Sauensiek ist es nur ein Klacks in die Nordheide. Heidenau ist das Tor zur Heidefahrt. Ist man wie wir sonntags da, muss man es genießen. Einkehr im weit bekannten Heidenauer Hof. Obwohl das Haus mit Sälen, abgeteilten Räumen und Terrasse riesig ist, bietet es eine sehr angenehme, gemütliche Atmosphäre. Da ist zum Beispiel der Wintergarten, in dem früher die „Tropicana“ mit exotischen Gewächsen und einem Wasserlauf war. Aber jetzt gibt sich der Wintergarten immer noch mit viel Grün und ausgesprochen schönen Tiffany-Lampen. Für den Sonntagsausflug ist es immer noch ein Geheimtipp, wenn auch von überall her Gäste kommen. Sonntagsmittags gibt es ein Büfett, Neudeutsch Lunch, bei dem Gäste zum zivilen Preis nach der am Tisch servierten Suppe aus einer Fülle an Köstlichkeiten wählen können, von der Salat-Vielfalt über Wildgulasch und Fisch bis zum Rinderbraten. Abgerundet durch etliche Gemüse sowie Beilagen, von den Kartoffeln über Nudeln und Kroketten bis zum Reis, immer je nach den Hauptgerichten. Auswahl gibt’s auch beim Dessert, ob Eis oder Pudding mit verschiedenen Soßen. Gut, deshalb gibt’s bei uns noch einen Espresso zum Abschluss.
Solche Mittagsbüfetts erhält man bei verschiedenen Gasthöfen in Nordheide und Geest. Außerdem ist auch Brunch gefragt. Dabei können Gäste erst noch aus einer Vielfalt an Frühstücksschlemmereien wählen, vom Lachs über verschiedene Käsesorten bis zum deliziösen Landschinken, und vom knusprigen Brötchen bis zum kernigen Landbrot. Dieses erschwingliche Ess-Vergnügen ist zum Beispiel im Gasthof in Sauensiek, direkt an der Hauptstraße, jeden ersten Sonntag im Monat zu haben. Das ist, unserem Geschmack nach, alles so gut, dass man sich immer wieder darauf freuen kann, wenn man mal wieder in der Gegend ist.
Die platte Landschaft mit hier und da mal einem kleinen Hügel hat auch in Spätherbst und Winter ihre Reize. Man unternimmt gut eingemummt einen Spaziergang, schaut an der Elbe vorbei, wo die Schiffe gen und von Hamburg vorbeiziehen, genießt die Tage und wird schon bald vom winterlichen Charme des Nordens eingenommen sein.
Mehr zu Reise hier und auf www.presseweller.de

Samstag, 21. August 2010

Toller Ausblick und Hausgemachtes



Ein Augenschmaus, der Ausblick vom Michal-Hof in Oberforst im Gailtal. Die Dämmerung hat schon begonnen. Foto: Dialog/Jürgen Weller

Beim Bergbauern im Gailtal

August 2010. Es hat in vielerlei Hinsicht mit Genuss zu tun, wenn man einen Bergbauernhof besucht. Anlässlich einer Testreise besuchten wir mal wieder den Michal-Hof in Oberforst im Gailtal in Kärntens Naturarena. Er liegt auf über 900 Metern und wird vom mächtigen Reißkofel überragt, dem höchsten Berg der Gailtaler Alpen.
Überall im Tal werden auf den Höfen noch nach alter Tradition der Gailtaler Speck und Hauswurst, eine Art Mettwurst, aber feste gewürzt und luftgetrocknet, sowie teils eine Art Salami sowie Ossokollo hergestellt. Auf den Almen entsteht der würzige Gailtaler Almkäse sowie Topfen (Quark) und Schotten, das ist geräucherter Topfen mit einem ganz eigenen Geschmack. In den Bergbauernhöfen, die auf kleinen Anhöhen oder Arrondierungen in den grünen Steilwiesen liegen, scheint vieles noch ein Stück uriger als im Tal. Deshalb fahren wir über den geteeerten, aber engen Bergweg über drei Kilometer von Reisach bergauf zum Michal-Hof. Der Genuss kommt schon unterwegs, weil sich hinter jeder Kurve und Kehre eine neue Aussicht aufs Tal auftut. Von oben blicken wir dann zu den Almen und die Gipfelbereiche der gegenüberliegenden Karnischen Alpen sowie weit ins Tal bis über Kötschach-Mauthen hinaus. Diesen Augenschmaus hat man bei Hans und Hermine am obersten Hof quasi aus dem Küchenfenster. Geht man auf den kleinen talseitigen Balkon, kann man im Westen bis weit ins Lesachtal sowie zu den Lienzer Dolomiten schauen. Die Taldörfer sieht man quasi in Flugzeugperspektive. Der Ausblick ist einfach nur beeindruckend.
Auf den Hofwiesen stehen Äpfel-, Birnen- und Pflaumenbäume. Das Obst wird zu Marmeladen verarbeitet und zu Schnaps. Die Bauern haben die Lizenz zum Brennen - allerdings im vorgegebenen Rahmen. Der Obstler, zur Abrundung einer guten Jause, einer Brotzeit, schmeckt kräftig.
Hausgemacht, das steht bei der Brotzeit an. Zum Bauernbrot, das im Hausofen gebacken wird, reicht uns die Bäuerin Schinken, Hauswurst und Almkäse. Und gern probieren wir auch mal wieder den süß-zimtigen Hefe-Reindling, eine Kärntner Spezialität, mit einer Scheibe Gailtaler Speck. Man mag es kaum glauben: Aber diese Kombination passt bestens und zergeht auf der Zunge. Bei den Bauern wird ohnehin nicht laufend geschlachtet und Speck produziert. Der - sinnvollen - Tradition nach schlachtet man, wenn es kalt wird. Und daher geht auch jetzt der Schinken langsam zu Ende.
Mit zunehmendem Alter wurde die nicht leichte Bergler-Landwirtschaft etwas zurückgefahren. Aber es stehen noch zwei Schweine im Stall und vier Kühe, zwei weitere sind auf der Jochalm, wo sie in "Sommerfrische" sind und die würzigen Almgräser und -kräuter genießen dürfen. Wie gut das tut, schmeckt man an der Milch und beim Käse. Und so gibt's auch für die Michals zur Almsaison wieder einige Laiber. Hans hat sich schon vor Jahren auf "seine Kühe" spezialisiert. Qualität sollte es sein. Deshalb hat er zig Auszeichnungen erhalten. Die Ehrenbänder sind an der Hausfassade auf einer Tafel verewigt.
Es hat mal wieder Freude gemacht, hoch oben in Oberforst gewesen zu sein. Den wundervollen Ausblick und das Hausgemachte - fern der auf Schnelligkeit, Produktuvität und Profit ausgerichteten Lebensmittelherstellung - zu genießen: ganz gemütlich in der großen Küche am großen Tisch im Bergbauernhaus. "Schaut's mal wieder vorbei, wenn ihr hier seid", sagt Hermine zum Abschied, und wir sagen "danke". Gern werden wir wieder einmal vorbeischauen.

Montag, 14. Juni 2010

Tag an der See: Urlaubsstimmung in Cuxhaven



Beliebtes Fotomotiv, die Kugelbake in Cuxhaven.
Foto ((c): Dialog/Jürgen Weller


Juni 2010 (dia). Kommt man von Süden über die B 73 nach Cuxhaven, dann eröffnet sich schon bald die weite Welt: Abzweigung zu „Häfen“ und „Überseehäfen“. Nach England, über den großen Teich oder nur nach Helgoland? Der Ort an der Elbmündung in die Nordsee ist ein Tor zur Welt. Am bekanntesten sind die Strandbäder Döhse und Duhnen. Kurs auf Döhse. Es ist die zweite Juniwoche, und es sind bereits einige Urlauber im Land. Aber ein Parkplatz ist schnell gefunden.
Das Wetter spielt Karussell, mal sonnig und warm, mal bewölkt, mal fieselig. Die Strandbahn fährt. Die Kugelbake, ein mittelgroßer Turm, ist das Wahrzeichen und ein begehrtes Fotomotiv. Die Stimmung steht bei vielen auf Gelassenheit, Freizeit, Urlaub. Die Nordsee kommt und geht, zwar nicht, wann sie will, aber zu bestimmten Tide-Zeiten. Heute war so um 10 Uhr rum kurze Badezeit. Bei der noch mageren Wassertemperatur von 16 bis 17 Grad und der nicht gerade heißen Lufttemperatur im Schatten muss man schon ein Wasserfan sein. Längere Zeit gibt es, um das Watt zu erkunden. Man läuft im weich-schlammigen Boden und schaut, was da so unter- und oberirdisch kreucht und fleucht. Eine Schul- oder Jugendgruppe hört eifrig den Erläuterungen zu und buddelt dann Wattwürmer aus. Das sind die, die für die kringeligen Häufchen an der Oberfläche verantwortlich sind. Man kann auch Wattwanderungen, sogar bis zur Insel Neuwerk, machen oder, einfacher, sich mit dem Pferdewagen durchs Watt rüberbringen lassen. Gerade bei selbst durchgeführten Wattwanderungen ohne kundigen Führer muss man genauestens die Zeiten im Kopf haben, wann das Wasser kommt und geht. Außerdem sollten die Schlickgebiete gemieden werden. Jedes Jahr kommt es zu kritischen Situationen und auch zu Notfällen.
Die Strandkörbe warten noch auf Gäste: Gelb und blau malen sie ein schönes Bild zum hellen Sand. Manche sind auch schon besetzt. Familien mit Kindern, viele ältere Menschen. Wir spazieren auf dem Uferweg und mal kurz auf dem Deich. Der Wind trägt Seeluft in die Lungen. Je näher man an der Wasserkante ist, desto aerosolhaltiger ist die Luft. Aerosolhaltig heißt, mit Salz-Schwebetröpfchen durchsetzt. Das tut Bronchien und Lunge gut. Deshalb sollte man tief einatmen. Viele radeln über den Uferweg und den Deich. Erstaunlich zu sehen, wie viele schon auf Rädern mit Elektrounterstützung fahren. E-Bikes oder Pedelecs nennt man diese Fahrräder, die das Treten leichter machen. An der Kugelbake zieht ein riesiges Containerschiff durch die Fahrrinne der Elbe vorbei.
Im Strandbereich kann man Ansichtskarten, Souvenirs und mehr kaufen. Es gibt Restaurants und Imbiss-Restaurants. Die Preise gehen in Ordnung. Teils kann man auch draußen in einer Art Gastgärten sitzen. Wer Fisch mag, hat die Auswahl; vielleicht mal frische Matjes nach Hausfrauenart mit Kartoffeln und Salat. Kostete bei uns 7,90 Euro, war reichlich und schmeckte gut. Heute geht alles schnell, und es gibt Platz genug. Der große Gästedruck fehlt eben noch. An Wochenenden ist’s wegen der Ausflügler allerdings voller. Für den Nachmittagskaffee spazieren wir einige Minuten weiter und kehren in einer Art Panorama-Restauration ein. Der richtig gut schmeckende Kaffee wurde in bauchigen Tassen serviert, für 4,40 Euro zwei Portionen. Ist zu Hause günstiger, aber dafür haben wir nicht wie in einem Wintergarten den freien Blick auf Strand und Nordsee.
Campen, Ferienwohnungen, Pensionen, Hotels: Alles ist möglich. „Es ist schön hier“, erzählt ein Camper, „aber wie lange wir bleiben, wissen wir nicht. Mit dem Wohnmobil schauen wir mal hier und da“ und fügt augenzwinkernd hinzu „Wenn das Geld alle ist, fahren wir wieder nach Hause“. Bei den riesigen Ferienwohnungsanlagen hinter dem Deich, was vom Anblick her ein bisschen wie diese Hochhaussünden in Mallorca, Spanien und anderen Küsten aussieht, sind wir erstaunt, dass so viele Autos mit dem Kennzeichen aus unserer Heimat vor den Türen stehen. Man konnte und kann solche Wohnungen kaufen, aber auch mieten. Wohnt man weit oben mit Balkon zur Seeseite hin, hat man über den Deich hinweg den Ausblick auf die See.
Es bewölkt sich zusehends. Erste Tropfen kommen. Es ist spätnachmittags. Rückweg. Weil wir wegen eines Autotests hier sind, nutzen wir die topfebene Autobahn Richtung Bremerhaven/Bremen, um Tempo-Tests zu machen. Das geht nur, bis man ins Mini-Land Bremen kommt, weil die rot-grüne Regierung auf allen ihren, zum Glück nicht so vielen, Autobahnen Tempo 120 verordnet hat. Unabhängig davon ist man relativ schnell in Bremen und fährt dann nach Bedarf weiter. Ein guter und landschaftlich reizvoller Weg für andere, die über Hamburg nach Cuxhaven fahren wollen, ist die Strecke über Stade. Zum Teil – bis Stade – kann die neue Autobahn genutzt werden. Dann geht es über die B73 weiter. Reizvoll ist es ebenfalls, auf der Ostseite der Nordsee nördlich von Hamburg bis nach Glücksstadt zu fahren, dann mit der Elbfähre nach Wischhafen überzusetzen und dann über die Landstraße wieder auf die B 73 zu fahren: überall schön mit plattem Land, Wiesen und Weiden. Und irgendwo am Horizont wartet schon die See.
Verschiedene Infos zu Urlaub in Norddeutscland sowie im per Auto gut erreichbaren Zielen im nahen Auslanduch bei www.presseweller.de

Samstag, 22. Mai 2010

Heiß auf Rad und Motorbike



Den Passgipfel erreicht. Klasse. (Foto: panoramahotel.at)

Tolle Touren vom Kärntner Gailtal aus

Ein paar Tage Urlaub: Das ist immer die beste Zeit, um gemächlich mit dem Fahrrad die Landschaft zu erkunden oder mit dem Motorbike auf Tour zu gehen. Der Frühsommer ist ideal, weil viele sich dann bereits eingefahren haben. Und gerade in Berglandschaften wie im Kärntner Gailtal gibt es so viele Möglichkeiten, tolle Ausfahrten zu machen – allein oder bei einer begleiteten Tour.


Im Urlaub zu radeln oder mit dem Motorrad unterwegs zu sein, ist in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. In den Bergen hat man beides: weitgehend ebene Strecken und kurvige Passstraßen. So kommen Genussradler, Mountainbiker und Motorbiker auf ihre Kosten. In Kärntens Naturarena rund um Hermagor hat man das schon lange erkannt. Bereits vor Jahrzehnten legte man den Karnischen Radweg an, der nahezu eben und weitgehend abseits der Hauptstrassen durchs Tal, häufig entlang der Gail, verläuft und sich so auch ideal für Familien eignet. Die Strecke lässt sich gut einteilen. Damit’s nicht zu lange wird, kann man Hin- oder Rückweg auch mit der Gailtalbahn fahren. Dabei müssen es Radler aber nicht belassen. Bei geführten Touren wird zum Beispiel auch ein Stück des Drautalradwegs einbezogen, von dem man später auf den Karnischen Radweg abbiegt.
Mountainbiker, die sich herausfordernden Strecken stellen wollen, bringen ihre Waden an Passstraßen sowie auf Almwegen in Fahrt, um sich später nach einer Rast beim Downhill den Wind um die Ohren sausen zu lassen. Klar, bei über 1.000 Kilometern Mountainbikewegen gibt es reichlich Gelegenheit, Bike und Können auf die Probe zu stellen.
Kurven und Kehren
Ob mit Harley, Gold Wing, BMW, Yamaha oder ...: Neben dem gemütlichen Landschafts-Cruisen sind es doch gerade die Bergstraßen mit ihren Kurven und Kehren, die Motorbiker locken. Vom Gailtal aus geht’s da zum Beispiel mal locker auf die Großglocknerstraße oder zu einer Rundfahrt über Kreuzberg und Gailbergsattel, wobei man auch noch das Lesach-Hochtal „mitnehmen“ kann. Aber natürlich heißt’s hier auch „senza confine“, ohne Grenzen. Über Nassfeld- und Plöckenpass ist man schon gleich drin im südlicheren italienischen Ambiente, und wer den steilen Wurzenpass „erklimmen“ will, schaut sich auf der Südseite Kranjska Gora und das Panorama der Julischen Alpen an. Natürlich lassen sich viele Pässe bei einer Tour kombinieren. Das verspricht durchgehenden Fahrspaß.
In Kärntens Naturarena haben sich einige Häuser besonders auf Fahrradfahrer und/oder Motorbiker eingestellt. Das gilt für die Ausstattung des Hauses, einschließlich Unterstellmöglichkeiten für die Bikes, bis zu ausgearbeiteten Tourenvorschlägen und der Tourbegleitung. So werden zum Beispiel beim Panoramahotel Hauserhof in Kreuth oberhalb von Hermagor seit Jahren begleitete Fahrrad- und Motorradtouren angeboten. Praktisch: Hausherr Karl Wassertheurer ist selbst begeisterter Motorbiker. Insgesamt stehen 24 Tourenvorschläge zur Auswahl, von der kleinen, rund 170 Kilometer langen Ausfahrt bis zu ausgedehnteren Touren wie durch Karawanken und Julische Alpen sowie durch die Dolomiten. Und da gibt’s auch eine außergewöhnliche Tour, die den nicht alltäglichen Namen „Nix für Hosenscheissa“ hat. Diese rund 320 Kilometer lange Strecke führt über den Plöckenpass nach Italien, durch Karnische Alpen und Sextener Dolomiten über zig Bergstrecken wie Sella di Razzo und Passo San Antonio: fahrmäßig und landschaftlich begeisternd.
Wieder zurück im Haus, genießt man den Komfort des Viersternehotels mit großzügiger Saunalandschaft, dem Viergang-Abendmenü und üppigen Frühstücksbuffet. Abends sitzt man noch gemütlich an der Bar oder in der Gaststube zusammen, fachsimpelt über Zahnkränze und Motoren und bespricht neue Touren. Das Angebot wird auch immer wieder gern von Gruppen genutzt. Es sind verschiedene Pauschalpakete aufgelegt. Auf der Webseite des Hotels kann man sich die Touren schon einmal in der Karte anschauen.
Über Fahrrad- und Motorradurlaub erhält man mehr Informationen beim Regionsbüro: info@naturarena.com, www.naturarena.com. Das Panoramahotel erreicht man über info@panoramahotel.at. Oder man schaut sich schon einmal Fotos und Tourenvorschläge an: www.panoramhotel.at (c) Dialog/Jürgen Weller





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Beieindruckende Berge: Julier



Der Weg zum Bergkessel führt an dem Wasserfall vorbei. (Foto: Jürgen Weller)


Bergfreunde, die Julier sagen, meinen die Julischen Alpen. Die mächtige Kette zieht sich teils entlang der slowenisch-italienischen Grenze durchs nordwestliche Slowenien und bietet nahezu überall lohnende Motive.
Die Julier mit ihrem höchsten Berg, dem über 2860 Meter hohen Triglav, sind eine beeindruckende Welt aus Gipfeln und Tallandschaften sowie einer weitgehend intakten Flora und Fauna. Und so finden sich Illyrischer Mohn und die blaue Berg-Glockenblume ebenso hier wie Türkenbund und Trichterlilie, Enzian und Edelweiß. Steinböcke und Gämse klettern durch die Felsen, und irgendwo pfeift ein Murmeltier, um seine Kameraden zu warnen. Um das alles zu erhalten, ging man schon früh zu noch jugoslawischen Zeiten unter Tito daran, das Gebiet großräumig zu schützen. Es entstand der Triglav-Nationalpark. Mit solch einer Einrichtung war man damals vielen anderen Ländern voraus. Urlauber, die sich die Gegend erwandern oder auf Klettertour gehen, sagen: „Hier ist’s einfach nur schön, richtig schön!“
Das hatten Naturfreunde schon länger entdeckt. So machten sich der Berggänger Julius Kugy und der Triestiner Chesne de Bois bereits Anfang des 20. Jahrhunderts in diese Idylle aus schroffen Kalkfelsen, grünen Matten und sprudelnder Bergbäche auf. Kugy wollte „die blaue Blume seines Herzens finden“. Eine so einmaligen Fund nach seiner Vorstellung konnte er aber nicht machen. Aber das hinderte die beiden Bergfreunde nicht daran, 1926 einen Blumengarten, ein Alpineum, in der Trenta, oberhalb der smaragdgrünen Soca anzulegen, den Julischen Alpengarten, in dem nahezu alle Alpenblumen vereint sind.
Bergkulisse Vrata-Tal
Im Bereich der oberen Save lohnen zahlreiche Bergtäler einen Besuch. Oft geht das nur auf Waldwegen oder über Wanderrouten. Wir fahren von Kranjska Gora auf der Hauptstraße Richtung Ljubljana. Nach etwa 20 Kilometern gibt es bei Dovje einen Abzweig nach Moistrana, das Bergsteigerdorf. Hier zweigen mehrere Täler wie das Kot- und Krma-Tal in die Wunderwelt der Julischen Berge ab. Wir entscheiden uns für den Weg ins Vrata-Tal. Immer bergauf, an einem kleinen Wasserfall vorbei und über das letzte befahrbare Stück mit 25 Prozent Steigung bis zum Abstellplatz. Heutzutage ist der großzügiger als Parkplatz angelegt. Zu Fuß geht’s zur kleinen Kapelle und ein Stück weiter ins Tal mit dem Talboden voller Steinen aller Größen. Dort steht auch das Bergsteigerdenkmal mit dem überdimensionierten Karabinerverschluss: Aufforderung und Mahnung zugleich. Der Rundblick ist übermächtig: Ein riesiger Bergkessel, in dem es nur so rauscht, wenn ein kleiner Windzug geht. Nach Süden zu das Triglavmassiv. Welch Komposition aus Schöpfung und Naturgewalten! Und ganz nach innen sagt man sich: Wie schön, dass ich das sehen durfte.
Der Vrata-Talkessel ist einer der Einstiegspunkte, um den Triglav zu bezwingen oder sich an den anderen Bergen im Rund zu versuchen. Längst haben auch Mountainbiker entdeckt, dass das Vrata-Tal eine ideale Strecke mit krassen Steigungen und eine Herausforderung ist, im Kessel noch weiter Richtung Berg zu fahren.
Unterkünfte gibt’s übrigens überall, ob im bekannten Kranjska Gora oder in den kleineren Orten am Wegesrand. Auch wenn man in Kärnten seinen Urlaub verbringt, lohnt sich der Ausflug. So sind es zum Beispiel von Hermagor aus gerade einmal um die 90 Kilometer – ein schöner Tagesausflug. Und natürlich muss man in Slowenien einkehren, um die Spezialitäten der slowenischen Küche zu genießen, von der Sauerkrautsuppe bis zum Ljubljana-Schnitzel. Nicht zu vergessen der Prsut, der delikate luftgetrocknete Karstschinken.
(c) Dialog/Jürgen Weller

Freitag, 30. April 2010

Siegen: Abends abrocken


Am 23. April sorgte die Band Darkness Falls im Hotel-Restaurant Schäfer auf dem Siegener Rosterberg für Super-Stimmung. Das ist Sound, der in die Beine geht. Bis 4 Uhr morgens Partystimmung. Wer's verpasst hat: Sie kommen sicher wieder, weil's bei Schäfers öfter ein Event gibt. Foto. A.V.

April 2010. Siegen (dia). Life is live, gemäß diesem bekannten Liedtitel geht es auch in der Krönchenstadt an den Wochenenden, meist schon ab donnerstags, abends in verschiedensten Clubs und Gaststätten musikalisch rund. Bands aus der Region, aber auch internationale Gruppen sorgen mit ihren Konzerten für Partystimmung. Wenn's mal nicht live ist, legen DJs die Scheiben von Indie über Rock bis Wave auf.


Wer im Urlaub, auf Montage oder wegen Geschäftsbesprechungen ein paar Tage in Siegen verbringt und sich gern musikalisch unterhalten lässt, kann abends seine Abwechslung haben. Laufend ist im Vortex-Musikclub in Siegen-Weidenau, Auf den Hütten, was los. Manchmal geben am Abend gleich drei Bands den Ton an. Sonst ist neben dem Haupt-Act meist eine Opener-Band, oft aus der Region, dabei. Hier, wie im Dee2, dem Verein für moderne Musik und Kultur, etwas versteckt in Siegen-Kaan-Marienborn an der Hauptstraße gelegen, ist musikalisch fast alles drin: Indie, Electric, 60s, Gothic, Punk, Rock und mehr.
Im Meyer in Siegen-Mitte in der Hindenburgstraße neben der Hauptpost geht's ebenfalls regelmäßig live und an den verschiedensten Abenden DJ-mäßig in unterschiedlichsten Musikrichtungen rund. Außerdem gibt es in Lokalitäten der Siegener Unterstadt und Oberstadt hin und wieder Live-Konzerte. Und wenn man in der Oberstadt in der Löhrstraße im Clou einkehrt und die Stimmung später gut ist, dann greift vielleicht auch Wirt Ivan zur Gitarre, und man singt gemeinsam, weil es einfach Spaß macht, zusammen bekannte Lieder anzustimmen.
Hier, wie auch im Hotel-Restaurant Schäfer auf dem Siegener Rosterberg, ist das Publikum altersmäßig gemischt. Die Schäfer-Inhaber bieten ebenfalls regelmäßig Live-Musik-Events an, die schnell zur großen Party werden und zum Tanzen animieren. Wenn am Abend zum 1. Mai hin die Greyhounds "Oldie pur" spielen, wird man schnell schwoofen. Bis 4 Uhr morgens dauerte am 24. April die Musik-Party mit der Band Darkness Falls, von der alle begeistert waren. Bei der Western- und Country-Musik,dem Soulig-Jazzigem mit Gesangsbegleitung und vibrierenden E-Gitarren war das Publikum schnell begeisert: Super-Stimmung. Es wird kein Einzelfall bleiben, weil Darkness Falls öfter bei Schäfers spielt.
Klar, außerhalb der Gastro-Szene gibt's auch Konzerte in der Siegerlandhalle und die Ü-30-Partys und demnächst wieder die Live-Konzerte von jazzig bis volkstümlich im Garten des Oberen Schlosses.
Nur ein paar Beispiele. Wer mal gucken will: www.hotelschaefer.com, www.vortex-club.de, www.dee2.de. Ansonsten einfach mal über www.presseweller.de nachfragen.