Samstag, 26. Mai 2018

Im Kärntner Gailtal kommt Urlaubslust auf


Hinweise zum Datenschutz gemäß der seit 25. Mai 2018 geltenden Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO): Bitte beachten Sie die Hinweise von Google. Es werden Cookies gesetzt und Statistiken erstellt, zum Beispiel zu Abrufzahlen, IP-Adressen usw. 
Sie können diese und andere Blogs von uns ohne Anmeldung über unsere Webseite oder direkt aufrufen. Wir, Presseweller, erheben daher keine Namen, Adressen usw. von Ihnen, sodass unsererseits keinerlei Verwertung erfolgt, erfolgen kann und soll. Bei der von uns aufrufbaren und vom Betreiber zur Verfügung gestellten Statistik sind für uns nur die Abrufzahlen zum jeweiligen Artikel oder zur Zahl der Abrufe insgesamt, keine weiteren Daten, interessant. Bitte beachten Sie die diese Hinweise und unsere Datenschutzhinweise auf der Seite "Magazine, Videos, Blogs" und im Impressum auf www.presseweller.de
Mit der Nutzung unserer Seiten/ Blogs/ Magazine/ Videos erklären Sie sich gemäß den Datenschutzhinweisen auf "presseweller" mit den Bedingungen einverstanden.  
--------------------------------------------------------------------------------------------




Vom Weg zur Rattendorfer Alm hat man diesen Ausblick auf Rattendorf und die Gailtaler Alpen.



Almen, Radwege und mehr/ Schön wohnen wie am Kastnerhof in Rattendorf

26. Mai 2018 (DiaPrw). Grüne Wiesen und Wälder, der Gailfluss und Berggipfel malen im westlichen Gailtal zwischen Kötschach-Mauthen und Pressegger See ein wunderschönes Landschaftsbild. Das Gailtal zwischen Gailtaler und Karnischen Alpen, in denen auf der Höhe die Grenze zu Italien verläuft, ist so beeindruckend und romantisch, dass viele Gäste immer wieder hierher kommen. Mit seinen Almen, den Brauchtumsfesten, dem warmen Pressegger See, den Wander-, Rad- und Mountainbikewegen einerseits sowie dem international bekannten Skigebiet Nassfeld andererseits ist es seit Jahrzehnten ein beliebtes Sommer- und Winterziel! Uns ist seit Jahren ein Dorf ans Herz gewachsen, Rattendorf.



Der Kastnerhof in Rattendorf. Links im Hintergrund die Spitze des Zweikofels in den Karnischen Alpen, rechts Seitenansicht mit "Spielecke"-Garten und Balkonblumenschmuck. 

Rattendorf kennen wir seit der Jugend. Der Name hat nichts mit den Nagern zu tun, sondern könnte mit „Roden“ zusammenhängen. Seit Jahren quartieren wir uns gerne in einer Ferienwohnung mit inklusivem Frühstück ein. Das ermöglicht zum Beispiel der Kastnerhof (www.kastnerhof.com). Neben den großzügigen Ferienwohnungen gibt es auch Zimmer – alles übrigens neu gestaltet und renoviert sowie natürlich mit Dusche/ WC, teils mit Balkon, SAT-TV, W-LAN und mehr sowie zu erschwinglichen Preisen. Die Ungezwungenheit sowie die freundlichen und sich kümmernden Gastgeber lassen uns stets sagen: „Wir fühlen uns hier wohl!“

Teil des großzügigen Ess-Küchen- und Wohnbereichs mit Sat-TV (o.). Hübsche Dekos im und vorm Haus lockern auf. Am Kastnerhof kann man sich auch mit "Kuh"-ten - statt guten - Tag begrüßen. (Fotos (c) oberhalb: Kastner 3, presseweller 3/ alle Fotos unterhalb: presseweller)


Kuh-ten“ Tag
Aufgrund der vielen Stammgäste mag es anderen Gästen ebenso gehen wie uns. Kinder und Enkel werden im Haus, in dem man sich wegen der Kuhhaltung auch mit „kuh-ten Tag“ begrüßen kann, ihre Freude haben. Einen kleinen Spielplatz gibt es im Vorgarten, wo die Eltern oder Großeltern aus der idyllischen Laube zuschauen können, gleich gegenüber ist der größere Gemeinde-Spielplatz. Abends sitzen die Erwachsenen, oft auch auch mit den Gastgebern, gerne zu gemütlich-fröhlichen Runden auf der Vorterrasse zusammen, wobei über die Erlebnisse des Tages und vieles andere erzählt wird. Irgendwann endet der Abend im Resümee: Das war wieder einmal ein rundum schöner Urlaubstag. Der Kastnerhof steht hier gleichsam für andere Urlaubsbetriebe im Dorf und im Tal, von der Ferienwohnung über Pensionen und Campinganlagen bis zum Viersternehotel.



Praktisch: Einstieg in den Gailtal-Radweg direkt von Rattendorf aus. 


Radweg, Almweg und Spazierstrecken
Rattendorf liegt quasi direkt am Gailtal-Radweg R 3. Auf dem nahezu ebenen und gut ausgeschildertem Weg, der von Kötschach-Mauthen bis bei Villach führt, können kleinere und größere Etappen unter die Räder genommen werden. Da er größtenteils abseits der Hauptverkehrsstraßen verläuft und immer wieder in Dörfer abgezweigt werden kann, eignet er sich auch gut für Familien. Wenn das Bike nicht dabei ist: Es gibt verschiedene Ausleihmöglichkeiten. Zum Teil halten auch die Gastbetriebe Räder vor. Mountainbiker haben in den Karnischen Alpen zig Möglichkeiten, hoch zu schnaufen und sich nachher beim Downhill den Wind um die Ohren wehen zu lassen. Zu Spaziergängen laden zum Beispiel der Wasser-Erlebnis-Weg ein, der Weg zur Fischzucht und ein ausgiebiger Dorfrundgang. Für mehrstündige Wanderungen, zum Beispiel zur Rattendorfer Alm, wo während der Saison der schmackhafte Almkäse produziert wird, gibt es viele Möglichkeiten.


Zur Rattendorfer Alm wandern und den Ausblick genießen. Von hier geht es auch zum Einstieg in den Karnischen Höhenweg - nach Ost Richtung Nassfeld, nach West Richtung Plöckenpass.


Von der Alm unterhalb des fast 2300 Meter hohen Trogkofels steigen Wanderfreunde in den Karnischen Höhenweg ein, den Fernwanderweg Via della Pace, den Friedensweg. Ringsum gibt es zahlreiche Almen. Deshalb beschrieb bereits vor Jahrzehnten der westfälische Autor Georg Hainer das Gailtal als „Tal der Almen“. Vom Frühsommer bis zum Spätherbst lohnt sich die Fahrt mit dem Millennium-Express. Die Talstation der Kabinenbahn im Rattendorfer Nachbarort Tröpolach liegt nur rund zwei Kilometer entfernt. Endstation ist auf knapp 2000 Metern auf der Madritsche, mitten in einer fürwahr aussichtsreichen Bergwelt rund um das international bekannte Wintersportgebiet Nassfeld und in der Sommerzeit mit vielen Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Erwachsene. Klar, dass man sich oben auch stärken kann. Bergluft macht Hunger.


Ob auf der Alm oder im Gasthof: Eine gute Jause, Zwischenmahlzeit, sollte man sich mal gönnen. Neben "Speck" gehören auch Hauswurst und der Almkäse dazu.


Badespaß, Bummel und Einkehr
Viele verbinden Sommer mit Badespaß. In etwa 20 Auto-Minuten ist von Rattendorf aus der bekannte Pressegger See mit seinen Strandbädern erreicht: schwimmen. planschen Bötchen fahren. Außerdem lockt dort der „1. Kärntner Erlebnispark“. Der See gilt als einer der wärmsten Kärntens. Schwimm- und Badespaß lässt sich auch im Freibad Kirchbach erleben. Mit dem Auto ist es von Rattendorf aus in wenigen Minuten erreichbar.


Der Pressegger See wird auch liebevoll "Gailtaler Badewanne" genannt. An den Strandbädern ausruhen, schwimmen, eine Bötchenfahrt unternehmen - es ist vieles möglich. 


Zum Geschäftsbummel laden die Bezirkshauptstadt Hermagor sowie das quirlige Kötschach-Mauthen ein. Aufgrund der zentralen Lage von Rattendorf ist es auch nicht weit nach Villach oder ins italienische Tarvisio mit seinem großen Markt.



Lecker und typisch: Kärntner Nudel, hier beim Almabtriebsfest. 


Wenn es darum geht, auf Gutes einzukehren, haben Gäste rund um Rattendorf die Auswahl aus vielen Gasthöfen und Restaurants, in denen Bodenständiges und Internationales serviert wird. Fahren Sie in Jenig die Bergstraße hoch nach Kreuth zum Hotel Presslauer. Die Speisenkarte ist reichlich, das Essen klasse, und Sie sitzen im Panoramarestaurant oder auf der Terrasse mit Blick auf die Karnischen Alpen. „Drinnen oder draußen“ heißt es ebenfalls beim Waidegger Wirt mit dem runden und guten Speisenangebot. Der „Wirt“ liegt nur unweit vom Golfplatz entfernt. Bodenständiges, von der Leberknödelsuppe bis zum Zwiebelrostbraten, ist richtig lecker. Wir haben es schon gerne im Tröpolacher Hof genossen. Schräg gegenüber ist der Pizzastadl. Dort gibt es Pizza, Pasta und mehr. Natürlich finden sich im Umland viele weitere Möglichkeiten guter Einkehr. Schließlich ist das Gailtal der Slow-Food-Bewegung angeschlossen. In Rattendorf selbst lädt, gleich gegenüber des Kastnerhofes, das kleine aber gemütliche Café Maier – ein Dorfprojekt - auf Snacks bis zur Pizza ein. Eine großer Gastgarten gehört dazu. Für einen abendlichen Fußweg lohnen sich auch die Jeniger Stubn im Nachbarort Jenig. Es gibt neben Getränken aller Art ebenfalls Kleinigkeiten zum Essen. Alle beschriebenen Lokalitäten und viele mehr in der Region haben wir bereits öfter ausprobiert, und wir waren stets zufrieden! Zu den je nach Saison aktuellen Öffnungszeiten sollte man sich vor Ort informieren.


Der "Hausberg", der über 2150 Meter hohe Gartnerkofel, ist von Rattendorf aus gut zu sehen.


Bei Festen mitfeiern
Von Frühsommer bis Herbst laden im Gailtal zahlreiche bodenständige Festlichkeiten zum Mitfeiern ein, vom Honigfest über das überregional bekannte Gailtaler Speckfest bis zu Kirchtagen mit „Kufenstechen“, ein Reitwettbewerb mit langer Tradition. In Rattendorf sind es über den Sommer bis in den September hinein zum Beispiel der mehrtägige Kirchtag, das beliebte Waldfest und schließlich der Almabtrieb. Überall sind Urlauber stets gern dabei – so, als gehöre man dazu!
Wenn dann abends in gemütlicher Runde noch einige Gailtaler diese besonderen Kärntner Lieder anstimmen, die von Sehnsucht, Heimat, Almleben und Liebe erzählen, dann wird‘s ringsum stiller, bevor bald der Abend ausklingt. Da wird vielen Gästen schnell klar, warum ihnen dieses so schöne Fleckchen Erde im Südwesten Kärntens schon längst zur „Urlaubs-Heimat“ geworden ist.

Tipp: Im Gailtal gibt es zahlreiche Feste. Neben den Kirchtagen und dem Kufenstechen wie in Egg stehen zahlreiche Genussfeste im Vordergrund wie das Gailtaler Speckfest in Hermagor sowie dort auch das Honigfest sowie das Käse-Festival in Kötschach-Mauthen, außerdem gibt es auch ein Apfelfest und ein Polentafest und viele mehr. Informieren Sie sich zu Veranstaltungen auf der Webseite der Region, www.nlw.at



Da haben Kinder ihren Spaß: Spielplatz in Rattendorf und überall Tiere wie Kühe, Pferde und sogar Esel und mehr. 

Abwechslung für Kinder/ Immer wieder Neues
Urlauberfamilien sind seit jeher in Rattendorf anzutreffen. Auf dem Programm für den Nachwuchs stehen je nach Alter kleine Radrunden, spielen, ein Spaziergang mit den Eltern zum Doberbach, wo Steine gesucht werden, die dann beim Werfen möglichst oft übers Wasser springen sollen, und Steinmännchen, „Steinmanderl“ gebaut werden. Auf weiterem Weg sieht man einen Wasserfall. Wegen der Tiere, Blumen, Pflanzen und schönen Aussichten haben Kinder meist auch Spaß beim Besuch einer der Almen. Gern werden auch dort Steine gesucht. Vielleicht ist eine Versteinerung, eine Fossilie, zu finden. Im Geo-Park Karnische Alpen lässt sich einiges entdecken – ein gutes Stück Erdgeschichte. Alleine spielen? Im Ort gibt es viele Kinder, und Anschluss ist meist schnell gefunden. So entstehen bei Stammgästen häufig Freundschaften über Jahrzehnte und Generationen.
Die hohe Stammgästequote mag daher rühren, weil sich Urlauber in den Hotels, Gasthöfen, Pensionen und Ferienwohnungen einfach wohlfühlen und es außerdem in der Region immer wieder Neues zu entdecken und zu erleben gibt. Da kommen dann gegenseitig Gästefragen wie „Habt ihr euch das schon angeschaut?“ „Nein, wussten wir noch gar nicht.“
Schon die Berge wie der Reißkofel, der Zweikofel, der Trogkofel und Gartnerkofel, der Spitzegel beim Pressegger See und das große Dobratsch-Massiv zeigen von jeder Seite aus sowie im Morgen- und Abendlicht wieder andere Bilder. In den Bergen warten verwunschene Seen wie der Zollnersee und Wiesen mit teils seltenen Blumen wie die Wulfenia, Trichterlilie, Kohlrösl, Frauenschuh und natürlich Enzian und Edelweiß. Was für ein wunderschöne und abwechslungsreiche Bergwelt!
„Wir kommen seit über 25 Jahren hierher“, erzählt uns eine Mutter hoch oben auf der Restaurant-Terrasse. Inzwischen urlauben auch die Kinder mit den Enkeln hier.“ Bei einem Paar aus Holland ist es ähnlich. Es erzählt uns auch von seinen Ausflügen und Wanderungen. Schließlich sind die Möglichkeiten im Gailtal vielfältig, über Grenzen hinweg!

Tipp: Für Abwechslung und Aktivitäten haben Sie zahlreiche Möglichkeiten. Für viele wird im Sommer der Badespaß im Vordergrund stehen. Was kann sonst noch auf dem Programm stehen?  Nur als Beispiele: Wandern in verschiedenen Höhenlagen, Radtouren, Mountainbiken, Motorradtouren, Golf, Besuch der Garnitzenklamm in Möderndorf bei Hermagor, von Möderndorf auch zum Almdorf rund um die Egger Alm, wo man nahezu eben spazieren oder hoch zur Poludnigalm wandern kann, Museums- und Kirchenbesuche sowie Autoausflüge zum Weissensee, ins nahe Italien und nach Slowenien. Verschiedenes finden Sie in unseren Reiseberichten auf diesem Blog.


Wenn die Sonne über den Bergen erwacht ist, freut man sich auf einen schönen Tag.


Anreise mit dem Auto
Grundsätzlich kann auch die Bahn genutzt werden, die über Villach, Arnoldstein bis Hermagor fährt. Mit dem Auto empfehlen sich mehrere Wege, die ihre landschaftlichen Reize haben. Als Zwischenziel nehmen wir München. Beliebt sind die Routen über die Tauernautobahn bis nach Arnoldstein/ Thörl-Maglern über den Gailtalzubringer bis Nötsch und weiter über die B 111 Richtung Hermagor. Eine etwas nähere Alternativstrecke ins westliche Gailtal besteht über die Abfahrt bei Feistritz/ Drau und dann über die teils enge Passstraße Windische Höhe ins Gailtal.
Für das westliche Gailtal wie nach Rattendorf ist es von Rosenheim/ Inntaldreieck kilometermäßig kürzer über die reizvolle Felbertauernroute, ab Kufstein/ Süd/ Felbertauern allerdings ohne Autobahn. Freunde von Passfahrten können auch die Radstädter Tauern und den Katschberg statt der Autobahn nutzen.
Entfernung München – Hermagor um die 300 Kilometer, je nach Stecke mal weniger und mal mehr.
Für Autobahnen und teilweise Schnellstraßen benötigen Sie eine Autobahnvignette, „Pickerl“. Für manche Tunnels (Felbertauern und Tauernautobahn) und Passstraßen (hier zum Beispiel Großgockner) fällt zusätzlich Maut an. (jw)

Mehr Infos: www.kastnerhof.com  Tel./Fax: (0043) /0/ 4285 443, E-Mail: kastnerhof@speed.at
Auf der Seite erfahren Sie mehr zu den Ferienwohnungen, Zimmern, inklusive Preisen, sowie zum Haus.
Zum Gebiet: www.nassfeld.at
Informationen zur Region, einschließlich Aktivmöglichkeiten. Unter „Suche“ Rattendorf eingeben.

Reiseberichte und -tipps sind wie Autothemen immer ohne Anmeldung über die Seite www.presseweller.de aufrufbar.

Autor Jürgen Weller schreibt und veröffentlicht seit 40 Jahren Reiseberichte und -tipps zu Deutschland und von dort mit dem Auto relativ nah erreichbaren Zielen in Europa wie Österreich,  nordöstliches Italien und nordwestliches Slowenien.

Hinweis für Medien: Falls Sie an einem Abdruck, einer Einstellung des Reiseberichts, auch in verkürzter Form, sowie an den Fotos oben oder anderen Fotos interessiert sind, fragen Sie bitte bei uns an. 

Samstag, 27. Januar 2018

„Lahnen“ Sie mal: Goethe und Märchenschloss


Der Wetzlarer Dom und Schloss Braunfels, zwei imposante Baulichkeiten,  stehen neben den Orten selbst im Blickpunkt des "Lahnens", entlang der Lahn in Mittelhessen. Alle Fotos in diesem Bericht aus verschiedenen Jahren und Jahreszeiten. (Fotos und Fotomontagen: (c) presseweller)


Unterwegs im Lahntal zwischen Wetzlar und Braunfels


27. Januar 2017. Eben hatten wir noch Burg Greifenstein hoch über dem Dilltal im Blick, nun fahren wir in Hermannstein von der A 45 ab und zuckeln nach Wetzlar. Eine kleine Umfahrt, lahnaufwärts nach Waldgirmes, würde sich empfehlen. Vom „Römischen Forum Waldgirmes“ (siehe unsere Link-Liste) hatten wir bereits gelesen. Verschiedene Ausgrabungen förderten den Standort einer römischen Stadt von vor rund 2000 Jahren zutage. Im „Römischen Forum“ werden neben anderem Aktionen und Seminare angeboten, um Besucher in die alte Zeit und die Welt der Relikte eintauchen zu lassen. Aber das ist eine weitere Geschichte. Unser Weg führt uns zuerst ins mittelhessische Wetzlar, das viele mit Goethe und Dom verbinden und das zum Bummeln und Anschauen einlädt. Danach geht es nach Braunfels mit dem "Märchenschloss". Für Aktivitäten gibt es ebenfalls viele Möglichkeiten an der Lahn.

Die ehemalige Reichsstadt Wetzlar mit damaligem Sitz des Reichskammergerichts, in dem Johann Wolfgang von Goethe gegen Ende des 18. Jahrhunderts wirkte, ist oberhalb des Talbereichs von Hügeln umgeben. Je nach Standort ist die Burgruine Kalsmunt auszumachen, von wo es einen guten Blick über die Stadt gibt. Wir parken am Domplatz. Gleich neben uns steht das mächtige Gebäude, das insgesamt wohl über 800 Jahre auf dem steinernen Buckel hat. Durch mehrere Bauphasen über die Jahrhunderte hat der Dom unterschiedliche Stile erlebt, von Spätromanik und Gotik bis zu Barock. Das Gotteshaus ist übrigens eine so genannte Simultankirche, dient also evangelischen und katholischen Christen für ihre Gottesdienste und Messen.



Eines der Buntglasfenster mit zahlreichen Motiven im Dom.


Beim Besuch haben wir Glück: Die Orgel spielt. Wie wir, lauschen noch einige andere den Klängen, die sinnieren und innere Ruhe einkehren lassen. Angenehm. Der Bummel durch die Gassen mit Häusern in hessischem Fachwerk lässt Geschichte atmen. In überschaubaren Entfernungen vom Domplatz aus erreicht man zum Beispiel den Kornmarkt und etwas weiter den Eisenmarkt. Auch in dieser Region wurde nach Erz geschürft. Unmittelbar an der Lahn kehren wir in ein Café ein, um in Ruhe über „Gott und die Welt“ und Wetzlar zu plaudern.

Von Goethe zur Optik
Hätte der große deutsche Dichter Goethe in Wetzlar nur kurze Zeit am Reichskammergericht verbracht, wäre das lediglich eine Episode im Lebenslauf gewesen. Aber es kommen zwei weitere Personen ins Spiel: die von ihm verehrte Charlotte Buff, der er wohl im Jahre 1772 begegnete, die aber in "anderen Händen“ war, und sein Freund Karl Wilhelm Jerusalem, dessen Elisabeth ebenfalls bereits verheiratet war. Tragische Geschichte, da beiderseits ohne Erfüllung. Jerusalem erschoss sich 1772 in Wetzlar in seiner Wohnung in der Schillerstraße – heute Museum, Jerusalemhaus. Diese Ereignisse sind der Hintergrund für Goethes Roman „Die Leiden des jungen Werthers“ – Weltliteratur. Ein „Lottehaus“ als Museum gibt es ebenfalls, in der Lottestraße.
Das rührige Kulturamt der Stadt Wetzlar bietet übrigens ständig Stadtführungen und andere Aktionen, bei denen Teilnehmer mehr zu Geschichte und Baulichkeiten erfahren.
Feinmechanik und Optik spielen seit jeher eine Rolle in Wetzlar. Eng damit verbunden sind die Namen „Leica“ und „Leitz“ -Optik, Mitte des 19. Jahrhunderts in Wetzlar gegründet. In der Stadt gibt es mehrere Firmen für feinmechanische, optische Produkte, von Brillen über Fotoapparate bis zu Mikroskopen. Seit dem Jahre 2007 lohnt ein Besuch in der Lottestraße. Dort steht das Viseum, in dem es um moderne Anwendungen, Experimente und mehr geht. Im Leitz-Park locken außerdem die Leica-Erlebniswelt und -Galerie. Dort erfahren Besucher mehr zu Fertigung und Montage und sehen historische Modelle, vom Fotoapparat bis zum Objektiv. Bei Interesse sollten wir diese Einrichtungen unbedingt einmal besuchen, empfahlen uns alte Bekannte.


Fachwerk und Idylle am Kornmarkt in Wetzlar. Vom Domplatz aus gut fußläufig zu erreichen.


Einkehren und übernachten
Ob im Restaurant am Domplatz oder in anderen sowie in verschiedenen Cafés in der Altstadt sind wir bereits eingekehrt und waren mit Essen und Atmosphäre richtig zufrieden. In der Stadt gibt es zig Möglichkeiten: Restaurants, Cafés, Bistros, Pizzerien, Eis-Cafés und mehr. Beim Bummel durch Wetzlar werden Sie ständig auf eine Einkehrmöglichkeit treffen. Wer später am Abend noch Unterhaltung sucht, besucht eine der Lokalitäten, in denen es zum Teil auch Livemusik gibt. Davon lesen wir oft, waren aber selbst noch nicht dort.
Zum Übernachten bieten sich mehrere Hotels an sowie Ferienwohnungen und Camping. Lustig, auf dem Campingplatz Wetzlar in der Dammstraße, Richtung Lahnau, kann man sogar einen Zirkuswagen, ausgerichtet für bis zu vier Personen, mieten.

Hoch oben das Schloss: Braunfels
Über Dalheim fahren wir über die B 49 weiter Richtung Braunfels. Auf dieser Strecke kurz hinter Wetzlar gibt es auch den bekannten Blick auf die alte Lahnbrücke mit dem Dom im Hintergrund! Ein Ansichtskartenmotiv und überall zu finden.
Nach wenigen Kilometern bei Oberbiel ein Abzweig zum Kloster Altenberg. Die Straße windet sich den kleinen Berg hoch. Nach einigen Kurven kommt das Klostergelände in den Blick. Schon oft waren wir hier, oberhalb der Lahn. Spaziergang und Innehalten. Es werden Führungen und mehr angeboten. Die Anlage geht den Informationen nach auf Ende des 12. Jahrhunderts zurück. Schon öfter saßen wir mit anderen im Gastgarten der Klosterschänke und ließen uns bewirten. Es hat gut gepasst!



Hereinspaziert ins "Märchenschloss" in Braunfels, etwas oberhalb des Marktplatzes. 


Unser nächstes Ziel, Braunfels, liegt oberhalb der Lahn, deshalb zweigen wir bei Leun von der Bundesstraße ab. Schon bald kommen Schlosstürme, das Schloss in den Blick. Im Ort geht es dem Marktplatz zu. Irgendwo parken. Im Schatten des auf einem Basaltkegel thronende Schloss gibt ein Altstadt-Ensemble mit Fachwerkhäusern. Geschäften und Einkehrmöglichkeiten den Ton an.
Wie in alten Märchenbüchern sieht die Kulisse von Schloss Braunfels mit Türmen, Zinnen, Erkern und dicken Mauern aus. Beeindruckend und malerisch. Wir erinnern uns an „König Drosselbart“ und „Dornröschen“, an die Märchen aus unserer Kindheit. Die ursprünglich laut Schloss-Webseite in den Urkunden als „Castellum“, Kastell oder auch Burg, geführte Anlage, bis heute Sitz der Grafen zu Solms, datiert urkundlich ab Mitte des 13. Jahrhunderts. Das Schloss wurde mehrmals, auch mit verschiedenen Baustilen, teils grundlegend umgebaut. Es ist ganzjährig für Besucher geöffnet. Unter anderem kann das „Fürstliche Familienmuseum“ besichtigt werden. Ein Café gehört ebenfalls zur Anlage. Führungen, kulturelle Veranstaltungen und mehr runden das Schloss-Angebot ab.


Etwas unterhalb des Schlosses der Marktplatz mit seinem nostalgischen Flair.


In Braunfels und Umgebung bieten sich für Übernachtungsgäste Hotels, Gasthöfe und Ferienwohnungen an. Unweit des Ortes liegt ein 18-Loch-Golfplatz. Wer mehr zur Stadt und ihrer Geschichte erfahren will, kann an Stadtführungen oder besonderen Erlebnis-Führungen teilnehmen.

Radeln, Wandern und Bootstouren
In Braunfels ist man, von Wetzlar kommend, linksseitig bereits am Rande des Taunus, rechtsseitig erstreckt sich der Westerwald. Keine Frage, dass sich überall gut wandern lässt. Ausgedehnte Wälder und Wege laden ein, Touren zu unternehmen oder einfach Spaziergänge zu machen. Nach dem gerade vorübergegangenen Sturmtief „Friederike“ vom 18. Januar 2018 sollte man sich noch auf Sperrungen einstellen und überlegen, überhaupt in den Wald zu gehen.
Von Wetzlar bis Braunfels oder umgekehrt lädt zum Beispiel der Lahn-Wanderweg ein. Bei dieser Etappe muss man gut 13 Kilometer unter die Füße nehmen. Der Weg beginnt im Quellgebiet der Lahn im Rothaargebirge in Nordrhein-Westfalen. Von Braunfels führt der Lahn-Wanderweg weiter über Weilburg.


Gemütlich mit dem Rad auf dem Lahntal-Radweg die Landschaft erkunden.


Für Radler gibt es Ähnliches, den Lahntal-Radweg, etwa zwölf Kilometer von Wetzlar nach Braunfels. Die Strecke bis Weilburg wird von Wetzlar aus mit rund 36 Kilometern angegeben. „Manchmal treffe ich mich mit anderen zu einem Radausllug entlang der Lahn. Das geht richtig gut,“ erzählt ein Bekannter. Der Radweg führt wie der Wanderweg vom Quellgebiet aus bis zur Mündung. Durch Westerwald und Taunus finden Mountainbiker ebenfalls Strecken für ihr Bike-Vergnügen.



Irgendwo an der Lahn. Wie wäre es je nach Jahreszeit und Interesse mit einer Bootstour?


Ganz anders sind da wieder Bootstouren, das Wasserwandern, zum Beispiel mit Kanu oder Kajak: ruhig übers Wasser gleiten. Wer – vor allem im Sommer – entlang der Lahn unterwegs ist, sieht immer wieder Bootsfahrer.
Zu allen Aktivitäten empfehlen wir, sich anhand der Internetseiten der Städte, meist unter „Tourismus/  Freizeit“, detaillierter zu Strecken und Möglichkeiten zu informieren und gegebenenfalls außerdem auf andere Seiten von passenden Vereinen, Clubs oder in Blogs zu schauen.
Beste Autoanfahrt nach Wetzlar: über die Autobahn A 45; nach Braunfels von Wetzlar über die B 49, in Gegenrichtung von Limburg über die B 49. Anfahrten über Bundesstraßen wie die B 277 über Dillenburg und Landstraßen sowie durch Orte sind Alternativen.

Ein kleines Stück nur entlang der mittleren Lahn und doch so viel zu sehen und zu erleben. Wir haben uns als nächste Etappe Weilburg-Limburg, mit schönen Altstadtbereichen, Schloss und Dom vorgenommen. „Lahnen“ Sie einfach auch einmal. (jw)


Unsere Linkübersicht für Ihr einfachere Planung. Unter Wetzlar.de und Braunfels.de finden Sie unter „Tourismus“ auch Angaben zu Hotels und weiten Untertkünften sowie zu Restaurants, Gasthöfen und vieles mehr.



Hinweis: Dieser Reisebericht im Blog ist – wie weitere Reiseberichte und Tipps - über unsere Internetseite erreichbar: www.presseweller.de
Dort finden Sie auch das ergänzende Impressum zu uns: Medienbüro DialogPresseweller, Medienbüro + PR, Inhaber und verantwortlich i. S. des Presse- und Telemediengesetzes Jürgen Weller, Lessingstr. 8, D-57074 Siegen, T. 0271 33 46 40.

Fotos aus verschiedenen Jahren. Örtlichkeiten können sich verändert haben. Für Öffnungszeiten, Besichtigungsmöglichkeiten, aktuelle Bezeichnungen, Befahrbarkeit von Straßen und Wegen, einschließlich Wander- und Radwegen sowie Bootstourenmöglichkeiten wird keinerlei Gewähr übernommen. Irrtum bleibt in allen Fällen vorbehalten. Für Text, Fotos, Bildmontagen © bei Presseweller. Es gilt deutsches Urheberrecht. Für Hinweise in Medien dürfen Textpassagen und Einzelfotos genutzt werden, aber stets nur mit Urhebervermerk „presseweller“. Das gilt für Kurzpassagen und ein Foto auch für Social Media jeder Art. Für umfangreichere Abdrucke bis zum Gesamttext und mehreren Fotos bitte unbedingt vorher bei uns anfragen! Gerichsstand und Erfüllungsort ist D-Siegen, unabhängig vom Streitwert in 1. Instanz stets das Amtsgericht.  

Freitag, 3. November 2017

Bleder See, Dinos und "Oberkrainer" in Begunje



Von der Grenzstation auf der Wurzenpasshöhe gibt es im Sonnendunst schon einmal einen ersten Einblick in die Julischen Alpen. (Alle Fotos/ Montagen: (c) 2017 presseweller)



Kommen Sie mit an den See in den Julischen Alpen und in die Karawanken/ Jetzt mit Teil 2 - Bis Begunje und über den Loibl-Pass zurück


Von Jürgen Weller

Erleben Sie jetzt auch den weiteren Reiseweg mit, der nochmals an den Bleder See führt sowie zum Dino-Park, in dem Kinder staunen können. Schließlich gelangen wir nach Begunje, wo Freunden volkstümlicher Musik das Herz aufgeht, ist es doch die Heimat des 2015 verstorbenen Slavko Avsenik, der mit seinen "Original Oberkrainern" Weltruhm erlangte.

Teil 1

Der Herbst ist im Land, die Wälder rauschen unter blauem Himmel in Braun, Grün, Rot und dunklem Gelb, und von der Wurzenpass-Höhe gibt es schon einmal einen kleinen Einblick in die Julischen Alpen, die sich schon bald in ihrer ganzen majestätischen Pracht zeigen - für Bergfreunde stets  ein Augenschmaus. Der Wurzenpass ist einer der Verbindungswege zwischen Kärnten und Slowenien. Mit rund 1070 Metern ist er nicht sehr hoch, aber bis zu 18 Prozent steil – eine Lust für alle, die gerne Passstraßen fahren. Da das Ziel der Bleder See ist, schwärmt unsere Bekannte bereits jetzt von der Creme Snita, der Cremeschnitte, die sie unbedingt essen will. 

Gut, dann werden wir mal schauen und diese süße Verführung ebenfalls probieren. Nach der Wurzenpassabfahrt wird das obere Savatal erreicht sowie dann in Fahrtrichtung Ljubljana das quirlige Kranjska Gora mit wundervollen Bergpanoramen. Bei der weiteren Fahrt durchs Tal legen wir einen Zwischenstopp bei Moistrana ein, gibt es dort doch den Blick auf den höchsten Berg der Julier, den über 2.860 Meter hohen Triglav. Moistrana ist übrigens auch ein „Bergsteigerdorf“. Durchs Vratatal steht man bald vor einem riesigen Bergkessel und hat den Triglav und eine Berg-Rundumsicht vor Augen. Aber das ist eine andere Geschichte.



Da es von Kranjska Gora bis Bled noch keine 40 Kilometer sind, fahren wir weiter über die Staatsstraße Richtung Ljubljana statt über die – mautpflichtige- Autobahn. Wir passieren die pulsierende Kleinstadt Jesenice und freuen uns an den malerischen Landschaftsbildern zwischen Karawanken und Juliern. Bei Lesce verlassen wir die Hauptroute Richtung Süden, nach Bled, Julische Alpen.

Bled und See im Blick
Die Straße führt teils an Wäldern vorbei, steigt in Bled leicht an und offenbart dann den Blick auf einen Teil des Sees und den belebt-beliebten Ort. Ja, wir kennen diesen Blick nicht nur von vor wenigen Jahren, als wir zum Bohinje-See fuhren, sondern seit Jahrzehnten, als alles noch Jugoslawien war, wir um Teile des in der Sonne funkelnden Sees einen Spaziergang machten und wir bei einer Ruderbootfahrt Bled, die Insel und das Schloss von der Wasserseite aus betrachteten. Wir unterhielten uns damals mit Slowenen, die ein bisschen Deutsch und passabel Englisch sprachen, da wir in Slowenisch nur wenige wichtige Worte wie „Danke“, „Bitte“, „Guten Tag“ usw. drauf hatten. Die jungen Leute hatten einen Samstagsausflug nach Bled gemacht: Boot fahren, Spaß haben. Fazit war, dass sie alle immer wieder ein Mal gerne nach Bled kommen, weil ihnen der See und das besondere Flair gefallen. Das konnten und können wir bestätigen: Uns umgibt immer wieder neu dieser Landschaftszauber.



Bereits bei der Zufahrt erhaschen wir einen Blick auf den See.



Bled hat seit jeher internationales Flair. Wir sehen es jetzt wieder. Japanische Gäste fotografieren Ortsansichten, den See von immer wieder anderen Standpunkten und die Bergkulisse. Im Hotel-Restaurant sitzt eine größere Gruppe ausländischer Gäste mittags an einem großen Tisch zusammen, um slowenische Spezialitäten zu essen.

Gut essen und eventuell ein „Spielchen“ machen
Auch die Terrasse mit Seeblick ist gut gefüllt. An den Tischen neben uns hat sich eine Motorradfahrer-Gruppe aus Montenegro eingefunden. Alle Neuankömmlinge vertiefen sich in die Speisenkarte. Na klar gibt’s mehr als die uns seit jeher bekannten Gerichte wie Raznici und Cevapcici, da stehen auch Krautwickel, gefülltes Schnitzel und Steaks jeder Coleur auf der Karte. Und natürlich Suppen, Juha. Deftig wie die Sauerkrautsuppe oder fein mit allen möglichen Kräutern wie Kürbissuppe. Es schmeckt uns gut. Die Preise sind ähnlich wie in Deutschland, je nach Gericht auch einmal einen Deut geringer. Das gilt vor allem für den Espresso nach dem Essen. Was passt dann als Abschluss gut dazu? Natürlich eine Creme Snita! Eine süße Verführung.


Gute Idee, die Suppe im Topf mit "Warmhalter" zu servieren. Die Cremeschnitte darf nicht fehlen.

Wer ein „Spielchen“ machen will, findet – wie in manchen Orten Sloweniens – auch ein Casino, zum Beispiel im Park-Hotel. Die Palette reicht von amerikanischem Roulette bis zu Black Jack und Bingo. Und da wir bei Hotel sind: Davon gibt es einige im Ort am grünblauen See.

Teil 2

Spaziergang mit „Herz“, vorbei an der Tito-Villa, weiter zum Dinosaurier-Park und zu Avsenik, der Oberkrainer Veranstaltungsstätte


Beim Spaziergang entlang des Seewegs gelangen wir zu einem „Seeblick mit Herz“, im Hintergrund die Berge. Das ist doch was für alle und besonders für Pärchen: „Bitte lächeln“. Das wird ein schönes Ausflugs- und Erinnerungsmotiv. 


Das gibt doch ein schönes Erinnerungs- oder Versandmotiv, Foto im Herz. Rechts die Titovilla.


Vom Weg aus sehen wir auch die ehemalige Tito-Villa. Der Präsident des früheren Jugoslawien, Josip Broz-Tito, hatte sich mehrere schöne Fleckchen ausgesucht wie auch auf den Brioni-Inseln in Istrien.
Abschied von Bled. Von hier gelangt man auch zur Hochebene Pokljuka,weltbekannt als Austragungsort für die Biathlon-Wettbewerbe im Winter, sowie Richtung Osten zum wunderschönen Bohinje-See, auch als Wocheiner See bekannt. Malerisch.


Ein Schwan zieht über den herbstlichen Bleder See. 


Unser Weg führt uns zurück Richtung Hauptstraße. Nach einem Wegstück kommt links ein Dino-Park. Anhalten und gucken. Steht da der riesige Dinosaurus Rex? Im bewaldeten Gelände sind mächtige Saurier verschiedener Art aufgebaut, und die akustische Begleitung macht es noch spannender. Laut tönen die Saurier-Rufe über das Gelände hinaus. Für Eltern, deren Kinder sich für die Welt der Dinos begeistern, ist der – eintrittspflichtige – Parkbesuch sicher ein Programmpunkt.



Da gibt's viel zu gucken: im Dino-Park zwischen Staatsstraße und Bled. Im Themen- und Show-Park  sind unterschiedliche Saurier zu sehen und eine passende Geräuschkulisse zu hören.  


Von den Juliern in die Karawanken
Nachdem wir die Hauptstraße gequert haben, fahren wir von der Nordseite der Julischen Alpen zur Südseite der Karawanken. Ziel ist Begunje. Bekannt? Wenn nicht: Freunde der Volksmusik wissen mit - dem leider 2015 verstorbenen - „Slavko Avsenik“ (meist Slauko Ausenik gesprochen) etwas anzufangen. Er und seine „Original Oberkrainer“ eroberten die Welt mit den flotten und auch „leisen“ Klängen, hier das „Trompetenecho“, dort „Zauber der Julier“. Vor Jahren schon hatten wir Slavko und seine Musiker im Ulmtal, in Hessen zwischen Wetzlar und Herborn, kennengelernt. Nach dem ausverkauften Konzert saßen wir mit den Oberkrainer Musikanten und dem Gastgeber noch länger zusammen.


Begunje liegt am Fuße der Karawanken. Die Wälder hatten sich schon herbstlich gekleidet.

In Begunje gibt es direkt neben dem „Avsenik-Gasthofs“ ein Museum, in dem natürlich auch das Akkordeon eine Rolle spielt. Auf der anderen Seite des Gebäudes ist eine Veranstaltungsstätte mit großem Gastgarten-Bereich angeschlossen. Immer wieder gibt es hier Konzerte im unverkennbaren „Oberkrainer-Sound“, die viele Besucher und Busgruppen anlocken und wo man sich gerne auch mal auf ein Tänzchen einlässt. Unser Freund Karli, Panoramahotel Hauserhof in Kreuth/ Hermagor im Kärntner Gailtal, erzählt uns, dass seine Busgäste stets sehr gerne am Ausflug nach Begunje teilnehmen und immer wieder begeistert sind. Spätabends geht es meist erst zurück ins Hotel.
Einkehren kann man zu den Öffnungszeiten des Gasthofs immer. Ob Kaffee und Kuchen oder Herzhaftes: Die Preise sind zivil, erschwinglich. 


Gasthof mit Veranstaltungsstätte und großem Gastgarten bei Avsenik in Begunje.

Abschied nehmen. Über eine Passstraße an den Hängen der Karawanken schlängeln wir uns uns bis zum Loibl-Pass. Neue Zeit ist alte Zeit: An der Grenze stehen seit wenigen Jahren wieder Zoll- oder Gendamerie-Beamte. Wir können ohne Kontrolle passieren und fahren über viele Kehren hinab ins Rosental in Kärnten und weiter zurück ins Gailtal. Schön war es!

Link-Tipps
www.bled.si/DE/ Über diese Seite gelangen Sie auch zu Hotels/ Unterkünften sowie zu Begunje
www.dinopark.si/de/
www.avsenik.com/de Die Seiten bieten zahlreiche Informationen 
www.slovenia.info/de 
www.presseweller.de Auf den Seiten finden Sie regelmäßig Hinweise zu Reise/ Tourismus

*Für die Seiten, Verbindungsaufbau und Sicherheit übernehmen wir keine Gewähr. Wir weisen lediglich auf die Links hin.

Hinweis/ 3. November 2017: Alle Fotos sind aus dem Frühherbst 2016. Für Örtlichkeiten selbst, ihren Bestand, Öffnungs- und Schließungszeiten sowie zwischenzeitliche Ansichtsänderungen keine Gewähr.Irrtum bleibt insgesamt stets vorbehalten. Unabhängig von EU kann es an den Grenzen Kontrollen geben. 

Für Medien: Bei Interesse an Einzelfotos oder weiteren Fotos bitte bei uns anfragen (www.presseweller.de), auch bei Interesse an anderen Reiseberichten. 
Der Autor Jürgen Weller schreibt und veröffentlicht seit Ende der 1970er-Jahre Reiseberichte zum früheren Jugoslawien, incl. Istrien bzw. seit den 1990er-Jahren zu Slowenien. Weitere Schwerpunkte sind Norddeutschland, Brandenburg, Siegerland, Wittgenstein,Schwarzwald, Osttirol, Kärnten. 

Freitag, 25. August 2017

Voll geil, das Gailtal: Almen, Berge, Abenteuer


In Herbstfarben, Teil des Oberen Gailtals. (Alle Fotos: Presseweller)


Liebliche Landschaft im Südwesten Kärntens


August 2017 (DiaPrw). Spätestens nachdem wir Urlaubstage am Starnberger See und am Kochelsee in Oberbayern verbracht hatten, waren die Alpen für uns ein Sehnsuchtsziel. So ist es irgendwo in den Gehirnwindungen der Kindheit abgelegt. Bei Otto war es ähnlich. Er schwärmte nach dem Urlaub im Kärntner Gailtal vom felsigen Berg, den er und Familie aus ihrem Pensionszimmer sahen, von der Gail mit den kleinen Kiesbänken und vom nahen Pressegger See. Das untermauerte er damals mit seiner imposanten Diavorführung, womit er auch uns Lust auf diese Landschaft machte. Wie schön ist doch die Welt! Nach einigen Beratungen in den Folgewochen folgten wir seiner Empfehlung, uns für das nächste Jahr zusammen mit seiner Familie für den Sommer anzumelden. Und wir gewannen noch eine weitere befreundete Familie dafür. Man schrieb das Jahr 1961, und wir Kinder waren begeistert dabei. So machten wir uns im Sommer 1962 mit drei Autos auf die damals lange Reise. Die Begeisterung für die liebliche Landschaft hat sich bei allen über mehrere Jahre gehalten. Bei uns ist das bis heute so.



Das war und ist der Fensterblick: auf den Zweikofel in den Karnischen Alpen. 

Um ein Zimmer im Sommer zu bekommen, musste man sich früher bereits zur Weihnachtszeit anmelden. Vieles hat sich seitdem geändert, aber das liebliche Tal mit seinen Dörfern und Almen begeistert uns noch immer. Schaut man im Dorf, in Rattendorf, in diese Richtung aus dem Fenster, ist der Berg noch stets vor Augen, der knapp 2060 Meter hohe Zweikofel, dem sich das Zuckerhütl anschließt, hinter dem dann der mächtigere Trogkofel liegt. Die Landschaft ist zauberhaft, die Menschen sind gastfreundlich und nett,. „Urlaub bei Freunden“. Bis in den Spätsommer bietet sich für alle „Urlaub nach Gusto“ an. Wasserratten haben viele Möglichkeiten, beispielsweise im Bad Kötschach-Mauthen, im Freibad Kirchbach, im Naturschwimmbad Radnig und im Erlebnis-Naturbad Vorderberg, Gemeinde St. Stefan. Und natürlich lockt der warme Pressegger See mit seinen Strandbädern und Liegewiesen. Aber auch der Herbst ist wunderschön.

Baden, Boot fahren und mehr

Der Pressegger See erstreckt sich etwa zwischen der Bezirksstadt Hermagor-Pressegger See und St. Stefan. Oft haben wir ihn erkundet und auf der Südseite wie auf der Nordseite unseren Badespaß gehabt. Hin und wieder haben wir uns ein Boot geliehen, um mit Muskelkraft über den See zu schippern. Vor allem dem Osten zu schließt sich ein großer Schilfgürtel an, in dem Vögel wie der Teichrohrsänger und andere beheimatet und wo die unterschiedlichsten Pflanzen anzutreffen sind. Im Norden hat man die Gailtaler Alpen mit dem über 2100 Meter hohen Spitzegel im Blick, im Süden die Karnischen Alpen. Angeschlossen ist der 1. Kärntner Erlebnispark, sodass es reichlich Gelegenheiten für Spiel und Sport gibt.


Klein, aber groß genug für Wasserspaß: der Pressegger See. 

Der See, den die Einheimischen liebevoll „Gailtaler Badewanne“ nennen, lässt sich gut mit dem Auto erreichen. Es gibt einen großen Parkplatz. Viele kommen mit dem Fahrrad. Das Gailtal verfügt mit dem Gailtal-Radweg, R3, der von Kötschach-Mauthen bis bei Villach führt, über gute Möglichkeiten für Radler.


Der Gailtalradweg eignet sich auch gut für Familien.


Erlebnisreich: Almen
Mit dem Fahrrad oder besser mit dem Mountainbike lassen sich die Almen erkunden. Aus den Taldörfern muss man zu den Sennereien in den Karnischen Alpen jeweils rund zwölf Kilometer bergauf einkalkulieren. Teils steiler, aber meist kürzer, sind die Wege zu den Almen in den Gailtaler Alpen. Einen imposanten Blick zum höchsten Berg der Gailtaler Alpen, dem über 2370 Meter hohen Reißkofelmassiv, hat man von der Reisacher Jochalm. Der massige Berg scheint „direkt gegenüber“ zu liegen. Die andere Möglichkeit ist, sich die Almen zu erwandern, was vor Jahrzehnten noch Standard war. Einige Stunden – je nach Gehtempo – ist man unterwegs. Dabei geht es oft schattig durch Wälder und teils an Bergbächen vorbei. Hier und da bieten sich tolle Ausblicke aufs Tal. Seit vielen Jahren sind die meisten Almen mit dem Auto erreichbar.
Entdecken Sie die Vielfalt. Schon vor Jahrzehnten wurde das Gailtal als „Tal der Almen“ beschrieben. In den Bergsennereien wird meist die Milch direkt verarbeitet. Der würzige Gailtaler Almkäse g. U (geschützte Ursprungsbezeichnung) halt viele Freunde, aber auch Topfen, das ist Quark, den es in Variationen gibt, und Joghurt gehören zu den Produkten. Bei einem Almbesuch sollten Sie sich eine deftige Jause nicht entgehen lassen. Außer Käse und Brot gehören meist auch Hauswürstel, eine Art Mettwurst, und Gailtaler Speck g. g. A. (geschützte geografische Angabe) dazu. Alles köstlich! Vielleicht können Sie sich auch das Käselager zeigen lassen, wo die Käse-Laibe reifen. Almkäse, Speck und mehr finden Sie ebenfalls auf Bauernmärkten wie in Hermagor. Ihr Gastgeber wird Ihnen sagen können, wo und wann Bauernmarkt ist. Genießen Sie Regionales.


Da reift der würzige Almkäse, bodenständig, regional, lecker!


Von den Almen aus bieten sich die verschiedensten weiteren Wanderungen an. Naturfreunde schauen sich die reiche Blumen- und Gräserwelt an. Je nach Witterung endet die Almsaison teils schon Anfang September. Es ist schön, einen Almabtrieb mitzuerleben. In Rattendorf ist der – mit Bauernmarkt und mehr – für 2017 auf den 9. September terminiert.

Auf Abenteuerspuren
Wohin soll es mit dem Mountainbike gehen? Vielleicht einmal den Nassfeld-Pass bis zur italienischen Grenze unter die Pedale nehmen? Im Gailtal finden Sie zig herausfordernde Strecken, laut den Webseiten-Angaben des Tourismusbüros lockt alleine am Nassfeld ein Wegenetz mit 31 Strecken. Nach dem Aufstieg verlocken die Abfahrten. So lassen sich zum Beispiel von der knapp 2000 Meter hohen Madritsche knapp zwölf Kilometer, oft auf Schotterfahrbahn, bis ins Tal abspulen. Praktisch: Die Tour kann ohne eigenen Aufstieg oben beginnen. Dafür gibt es den „Lift- und Bike-Giro“: Das Bike in der Bergbahn Millennium-Express, Talstation Tröpolach, mitnehmen. Endstation ist auf der Madritsche. Dann, vielleicht nach einer kurzen Rast, auf zum Radspaß ins Tal. Von verschiedenen Ausgangspunkten sind auch grenzüberschreitende Touren nach Italien möglich. Die Herausforderung von Bergtouren brauchen wir nicht mehr. Wir radeln ab und zu gemütlich ein Stück des familiengerechten Gailtaler Radwegs oder drehen eine Runde im Dorf.
Hinweis für Radler: Es bestehen auch Leihmöglichkeiten für Räder und E-Bikes. Ob Radtour, Wanderung, Motorrad- oder Autofahrt: Im Grenzgebiet ist es immer wichtig, die Ausweispapiere dabei zu haben sowie bei Kraftfahrzeugfahrten den Führerschein und Autopapiere!
Ein Spaß ist auch stets die Abfahrt mit der Sommerrodelbahn „Pendolino“ von der Madritsche bis zur Tressdorfer Alm. Läuft gut!
Fahren Sie mit dem Millennium-Express bis zur Tressdorfer Alm, lässt sich von dort leicht der NTC-Outdoorpark mit Felsenlabyrinth und Flying Fox erreichen. Im Felsenlabyrinth stehen unter anderem zwölf Parcours durch Wald und Felsen zur Auswahl.


Von der Tressdorfer Alm geht es zum NTC-Outdoorpark. 

Ganz nach persönlichem Wunsch sind überall natürlich Bergwanderungen und -touren möglich, zum Beispiel eine Etappe über den Karnischen Höhenweg, den „Friedensweg“. Planen Sie mehrere Stunden vom Nassfeld zur Rattendorfer Alm oder umgekehrt ein. In Kötschach-Mauthen steigen Sie seitlich des Plöckenpasses bei der Valentinalm in einen herausfordernden Weg ein, der in einer mehrstündigen Wanderung zum Wolayersee im Lesachtal führt. Immer wichtig ist es, die Wetteransagen schon vor einer Tour zu verfolgen oder sich örtlich zu informieren. Sofern Ihnen der Weg unbekannt ist, fragen Sie im Tourismusbüro oder in ihrem Gastbetrieb. Zumindest wird man Ihnen Ansprechpartner nennen können. Gutes Kartenmaterial sollte man immer dabei haben. Unsererseits wurden die Wege Nassfeld – Rattendorfer Alm bereits in beiden Richtungen gegangen sowie der Weg Plöcken – Wolayersee. Die Bergwege sind zum Teil schmal. Für viele Strecken sollte man schwindelfrei sein.
Hinter Möderndorf bei Hermagor ist der Einstieg in die Garnitzenklamm, in der wir schon mehrmals einige vordere Etappen begangen haben. Hohe Felsen, rauschender Bach, teils schmale Wege mit Drahtseilen zum Festhalten malen Schluchtenbilder. Es gibt mehrere Sektionen mit ansteigenden Schwierigkeitsgraden. Am besten informieren Sie sich im Eingangsbereich an der Kasse.
Mit Kindern empfehlen sich leichte Wanderungen über Almwege oder im Tal durch Wiesen und entlang von Bächen. In manchen Dörfern bieten sich Spielplätze an. Auf dem Nassfeld locken Themenspielplätze, die sich zum Beispiel rund um die altbekannten Comic-Figuren Fix und Foxi drehen. Da wird der Nachwuchs seine Freude haben.

Unterhaltung und Geschichte
Bis in den Herbst hinein kann man sich auf verschiedenen Festen vergnügen, zum Beispiel beim Apfelfest in Kirchbach am ersten Sonntag im Oktober, beim Kufenstechen in Egg oder beim Käsefestival in Kötschach-Mauthen, das in diesem Jahr 2017 auf das Wochenende 23./ 24. September terminiert ist – Unterhaltungsprogramm inklusive.


Beim Käsefestival in Kötschach-Mauthen gibt's feine Produkte und Unterhaltung.

Wenn Sie auf Geschichtsspuren wandeln wollen, schauen Sie sich im Museum „1. Weltkrieg“ im Rathaus in Kötschach-Mauthen um. Alleine von den Bildern her kann man erahnen, welche Mühen und Qualen die Soldaten hoch oben im Berg an dieser ehemaligen Frontlinie auf sich nehmen mussten. Zahlreiche Exponate veranschaulichen die damalige Ausrüstung. Wir wurden nachdenklich und waren beeindruckt. Eine Ergänzung dazu liefert das Freilichtmuseum am Plöckenpass mit alten Stellungen, engen Durchgängen und vielem mehr.
An Erdgeschichte und Fossilien Interessierte sind in Dellach im Besucherzentrum GeoPark Karnische Alpen richtig. Lassen Sie rund 500 Millionen Jahre Erdgeschichte Revue passieren. Bei Wanderungen in den Karnischen Alpen sind wir schon häufig auf Fossilien mit Farnen und Muschel-Eindrücken gestoßen. Ja, damals war das Meer hier!
Im Schloss Möderndorf bei Hermagor bietet das Gailtaler Heimatmuseum einen reichen Einblick in die Geschichte, Kultur und Traditionen des Tales. Zu den Exponaten gehören unter anderem auch eine alte Luther-Bibel und ein versteinerter Baumstamm.
In Nötsch stehen das Schloss Wasserleonburg sowie das Museum des Nötscher Kreises. Der bekannten Künstlergruppe gehörten vier Maler an, unter anderem Franz Wiegele. Aufgrund eines unserer früheren Berichte wissen wir zur schönen Schlossanlage Wasserleonburg noch, dass hier einst der wegen seiner Heirat abgedankte britische König Edward VIII. mit seiner Frau Wallis Simpson seine Flitterwochen verbracht hat. So „klein“ war schon damals die Welt – ein Stück vor Mitte des 20. Jahrhunderts.
Für Motorrad- und Autoausflüge gibt es außerdem zig lohnende Ziele, ob in Kärnten oder in den angrenzenden Ländern Italien und Slowenien. Für Motorbiker bieten manche Hotels außer passenden Einrichtungen auch viele Infos und zum Teil begleitete Touren an.
Wenn Sie einen großen überdachten Markt mit allen möglichen Sachen besuchen wollen, dann empfehlen wir Tarvisio, nur ein paar Kilometer hinter der italienischen Grenze bei Arnoldstein/ Thörl-Maglern. Tarvis empfiehlt sich auch zum Bummeln und Einkehren. Mit genügend Zeit kann man auch eine Radtour dorthin einplanen. 

Auf gute Einkehr
Überall im Tal finden Sie Einkehrmöglichkeiten in traditionellen Gasthöfen und Restaurants und in neueren Lokalitäten. In vielen sind wir bereits eingekehrt, einschließlich des Restaurants Kellerwand von Sissy Sonnleitner in Kötschach-Mauthen. Ja, nahezu überall hat's gut geschmeckt, "gepasst". Deshalb geben wir auch keine „Spezialtipps“ ab. Gerne sind wir dort, wo auch Traditionelles wie die „Kärntner Nudel“ sowie Speisen mit Produkten aus der Region serviert werden. Probieren Sie mal wieder einen deftigen Schweinsbraten oder entscheiden Sie sich für Vegetarisches. Sie werden in vielen Dörfern ebenso fündig wie in Kötschach-Mauthen und Hermagor. Im Vorjahr waren die Preise ähnlich wie in Deutschland.



Ganz nach Gusto:Kärntner Nudel und deftiger Schweinsbraten mit gemischtem Salat. 


Von Camping bis Hotel
An Unterkünften steht Ihnen die gesamte Bandbreite zur Verfügung: Campingplätze, auch im Winter, Ferienwohnungen (FeWo), Bauernhöfe und Privatpensionen, Gasthöfe, Hotels bis zu Wellnesshotels. Zum Teil werden auch Extras wie begleitete Motorradtouren, Radtouren und Wanderungen geboten. Wir haben quasi schon alle Wohnarten genutzt und waren bisher sehr zufrieden. Meist nehmen wir auch wieder Quartier bei einem der vorherigen Betriebe. 
Auf Preisangaben verzichten wir, weil sie sehr unterschiedlich sind. Sie finden meist FeWos und Pensionen, die für Familien durchaus erschwinglich sind, und auch Hotelpreise, die im Rahmen liegen. Klar, in den Anfängen haben wir in der privaten Bauernhofpension noch um die 21 Schilling, etwas über drei D-Mark, für Übernachtung mit Frühstück gezahlt. Die Zeiten sind längst vorbei. Nur zum Vergleich: Heute lässt sich ein weitaus besser ausgestattetes Zimmer ab um die 30 Euro finden. Auf den Internetseiten der Orte oder der Region (www.nlw.at) finden Sie Anbieter. Klicken Sie von da direkt, soweit vorhanden, zur Webseite des Betriebes. Größere Einzelorte im oberen Talbereich und bis hinter Hermagor sind: Kötschach-Mauthen, Dellach/ Gail, Kirchbach, Hermagor, St. Stefan/ Gail, Nötsch, Feistritz/ Gail.



Die Gail, hier im Frühherbst, gab dem Tal den Namen.

Ob Aktiv- und Erlebnismöglichkeiten, Unterhaltung, Geschichte und anderes: Aufgrund der Vielfalt sind jeweils nur einige Beispiele angegeben. Es gibt so vieles mehr, das das Erkunden und Anschauen lohnen. Wir waren bereits an die 100-mal dort, haben so vieles gesehen und entdecken doch immer wieder Neues und sagen „Da waren wir noch gar nicht“. In einem Lied zum Gailtal heißt es: Stets wenn ich in den Bergen bin, denk ich an mein Tal, liegt im tiefen Kärnten drin, grüß es viel tausendmal. Das ist mein Gailtal ...“.



Immer ein Augenschmaus: die weiten Ausblicke, hier über die Rattendorfer Alm hinweg.


Es ist ein lieblich Tal der ungezählten Urlaubsmöglichkeiten, das auch reichlich Platz zum Ausspannen bietet. Wir sind jedes Mal neu begeistert. Es ist für uns zur „Urlaubsheimat“ geworden. Wir danken Otto, der 1961 die Idee hatte, alle gemeinsam ins Kärntner Gailtal zu fahren. (jw)

Anfahrt-Hinweise
Wir beginnen in München, weil sich die Zufahrten aus dem Südwesten, Norden und Osten anders gestalten als aus dem Westen. Kilometer ab München, je nach Anfahrtsroute und Zielort, ca. 280 km. Wahl 1: Autobahn Richtung Salzburg, Tauernautobahn. Entweder bis kurz vor die italienische Grenze (Südrast), Abfahrt Hermagor, Karnische Region usw. Über Thörl-Maglern, Arnoldstein und Gailtalzubringer sind Sie dann schon direkt mittendrin im Gailtal.
Alternativ: je nach Urlaubsort Abfahrt bei Feistritz/ Drau Richtung Hermagor. Über die Windische Höhe – teils enge Passstraße – gelangen Sie auf die Gailtalbundesstraße. Dann je nach Ziel Richtung Westen oder Osten abbiegen.
Wahl 2: Autobahn Richtung Salzburg bis Inntaldreieck, dann abbiegen Richtung Innsbruck. Bis Kufstein-Süd. Teils Kreiselverkehr. Dort der Beschilderung Felbertauern folgen. Über Pass Thurn und Mittersill durch den Felbertauerntunnel nach Lienz (Kreisel), dort Richtung Oberdrauburg. Dort rechts Richtung Kötschach-Mauthen usw. abbiegen und über den Gailbergsattel (starke Kuren und Kehren) fahren. Am Fuß erreichen Sie Kötschach-Mauthen und sind im Gailtal.
Da es in Österreich außer für die Autobahn auch Maut für bestimmte „Schnellstraßen“ gibt, empfehlen wir auf jeden Fall, sich vor der Einreise eine Mautvignette (Pickerl) zu kaufen und sie anzubringen. Die Mautkarte ist weitaus günstiger, als die eventuelle hohe Strafzahlung. Für die Tunnels auf Tauernautobahn und Felbertauernstrecke sind zusätzlich Mautgebühren zu zahlen. Das ist auch so, wenn man die Passfahrt über die Großglockner-Hochalpenstraße genießen will.

Nützliche Links
Zu einzelnen Orten, Unterkunftszusammenstellungen, Veranstaltungen und mehr gelangen Sie zentral über die Seite: www.nlw.at
Nassfeld – auch ein bekanntes Winterrevier: www.nassfeld.at
Für Radler/ Biker: Verschiedene Touren auch aus Kärnten und zum Teil länderübergreifend:

Reiseberichte und Magazine, teils auch zum Südwesten Kärntens und länderübergreifend
Text/ Fotos/ Repros: Alle Urheberrechte © 2017 bei presseweller. Es gilt deutsches Urheberrecht. Fotos aus verschiedenen Jahren/ Jahrezeiten. Keine Gewähr für Termine, Aktualität der Örtlichkeiten, ebenfalls keine Gewähr für Straßen- und Wege-Befahrbarkeiten.Zu Almen ist es ratsam, sich zu Saison-Schlusszeiten zu informieren sowie bei Bergbahnen zu den einzelnen Fahrtzeiten und ebenfalls zu den Saison-Schlusszeiten.Textveröffentlichungen nur unter Beibehaltung der Kürzel DiaPrw und jw oder mit dem Hinweis presseweller. Bei Abdruck erbitten wir Link-Angabe oder PDF. Originalfotos für Print-Abdrucke senden wir gern. Es stehen außerdem zwei Infotafeln zu Bergen der Umgebung und Almen zur Verfügung. Bitte zu Konditionen anfragen.  

Donnerstag, 13. Juli 2017

Schönes Friaul: Vom Bergsee ins Weingebiet

In Cividale war schon Julius Caesar/ Übers Collio nach Görz




Malerisch, die Fusine-Seen. Wanderung beendet. (Alle Fotos: presseweller)


Juli 2017 (DiaPrw). Auf einer Fensterbank im Obergeschoss des Hauses neben dem grünen See stehen am frühen Nachmittag Wander- und Turnschuhe auf der Fensterbank. Da sind wohl eben ein paar Leute von einer Tour durch die Julischen Alpen oder rund um die Fusine-Seen zurückgekommen. Wanderer gehen hier viele Wege. Am oberen See steuert eine Gruppe den Gasthof an. Alle scheinen gut drauf zu sein und suchen sich Platz auf der großen Terrasse. „Hallo!“ Zufall, den Begleiter kennen wir. Eine mehrstündige Tour vom See durch die Julier liegt hinter ihm und den anderen. Die zwei Seen liegen malerisch oberhalb von Tarvisio im nordöstlichen Italien, in Friaul. Von schroffen Bergen im Hintergrund eingerahmt, sieht das wie ein Gemälde aus, das viele für altbacken halten würden, hinge es an einer Wohnzimmerwand. Dennoch ist es Natur pur und landschaftlich einfach nur schön. Für uns war das nur ein erster Ausflugs-Abstecher. Wir wollen weiter - bis in Collio und nach Görz.

Von Tarvis, wie viele den Ort nennen, fahren wir gut 60 Kilometer weiter nach Tolmezzo. Dort kommt ein riesiges kiesig-erdiges Flussbett in den Blick, in dem in der Mitte der schmale Lauf des Wassers auszumachen ist. Der Tagliamento. Schön, dass es noch so unverbaute Uferbereiche gibt! Schließlich füllen sie sich zusehends ab dem Herbst und nach dem Winter, und der Tagliamento wird zum großen Strom. Bald schauen wir von etwas oberhalb über rote Ziegeldächer auf die weiten Ebenen des Friaul im Nordosten Italiens. Manche kennen dieses sehenswerte Friaul, andere durchfahren es nur über die Autobahn oder die Staatsstraße Richtung Süden. Schade.



Immer zum Staunen, der Tagliamento mit seinem riesig-breiten Flussbett.


Abwechslungsreiche Landschaft

Das Friaul ist eine abwechslungsreiche Landschaft. Die Gesamtregion heißt Friaul-Julisch-Venetien, bei den Italienern Friuli Venezia Giulia. Es ist altes Kulturland, in dem bereits Julius Caesar, der frühere römische Herrscher, wirkte. Lange bevor waren auch schon Langobarden und andere dort. Das Friaul bietet Urlaubsmöglichkeiten in allen Facetten, vom Sonnen auf einer Kiesbank am Fluss, Baden oder Boot fahren auf einem See über Wandern und Besichtigen bis zum Abschalten, carpe diem, genieße den Tag! Abgesehen vom Meer - im Süden um Grado - finden Urlauber im Nordosten Bergwelten mit Julischen Alpen, Karnischen Alpen und ihren Ausläufern, hügeliges Land und weite Ebenen. Gerne streifen wir immer wieder einmal durch diese Landschaften, die zumindest einen Ausflug lohnen,




Gemona, hier die Kirche, und Venzone lohnen einen Besuch.



Oberhalb durchs Hügelland
Wieder schön hergerichtet sind die Orte Venzone und Gemona, die 1976 durch Erdbeben zum großen Teil zerstört wurden. Nachdem wir wissen, wie verwüstet es noch einige Monate später aussah, waren wir vor Jahren überrascht, wie schön diese lieblichen Orte wieder hergerichtet wurden. Über eine Landstraßenroute etwas oberhalb des Tales tauchen wir ein Stückchen ein in diesen Landstrich abseits der Durchgangsroute. Es geht etwas aufwärts in diese hügelige Landschaft, die auf der Ostseite von den Julischen Alpen überragt wird und wo der Blick aufs Tal über rote Dächer und die Landschaft im Westen geht.



Weit geht an diesem sonnenflirrenden Tag der Blick von der oberen Straße über die Ebene.



Auf der Fahrt sehen wir kleine Orte, kommen nach Nimis und Faedis, Zwischenziel ist Cividale. Begleiter sind grüne Landschaften mit Gärten, wir bewundern Feigenbäume und Feuerlilien, bald Weinfelder und Höfe.



Da wachsen die Feigen zum Greifen nah.


Zur Rast laden je nach Ort unter anderem Ristoranti, Trattorias und Osterias ein. Manches Mal kocht noch die „Mama“. Bodenständig, gut und lecker. Wir kehren in ein Ristorante ein. Riesige überspannte Terrasse. Typisch: Wir entscheiden uns für Pizza. Sie war reichlich und schmeckte klasse! Sehr einfallsreich war das nicht von uns. Schließlich hätten wir auch friulanische Spezialitäten wählen.können. Kaltes oder Warmes, zum Beispiel mit dem bekannten Schinken der Region, dem Prosciutto aus San Daniele, und/ oder mit wunderbarem Käse wie dem „Montasio“. Gerichte mit Polenta, eine Art Maisbrei, mit Käse, Würsten oder Fleisch, klingen ebenfalls verlockend wie die gehaltvolle Suppe mit vielen Gemüsen die Minestrone oder – wie auch im benachbarten Slowenien – mit Sauerkraut. Lecker.



Auf Gutes einkehren. Angenehm unter der beschirmten Terrasse. 


Außer dem Fahrer gönnten sich die anderen einen gehaltvollen Rotwein zum Essen. Die Preise waren vertretbar. Bereits in der Eurozeit, erinnerten wir uns gerne daran, früher mit Lire gezahlt zu haben. Andere Währungen waren stets Teil des Urlaubserlebnisses.




Forum, "Hauptplatz" und Stadttor in Cividale - wo Geschichte atmet. 


Cividale – Geschichte pur
Auf der Weiterfahrt gibt es immer öfter Hinweise auf Agriturismo. Bei uns heißt das „Ferien auf dem Bauernhof“. Hier sind es Höfe und Weingüter, die Urlaubsfreuden etwas abseits der Straße versprechen. Cividale del Friuli ist nah. Bald sind wir mittendrin. Von Gemona aus haben wir mit kleinen Nebenfahrten zu Ausblicken erst rund 40 Kilometer absolviert – ganz gemütlich. Cividale, nah an der Grenze zu Slowenien, ist eine Wucht und auch wegen seiner Geschäfte und Einkehrmöglichkeiten beliebt – quasi ein Zentrum. Aufgrund zahlreicher Bauten mit Museen, Palästen und Kirchen aus alten Zeiten können sich Geschichtsfreunde hier austoben: archäologisches Nationalmuseum, der Marien-Dom Santa Maria Assunta, die alte Kirche der Heiligen Petrus und Blasius, die Ponte del Diavolo, die Teufelsbrücke, Erinnerungen an die Langobardenzeit, eine Statue des Stadtgründers Julius Cäsar und so, so vieles mehr.



Die Brücke führt über die Natisone. Schöne Ausblicke auf Natur und Hausgärten.


Es ist eine Lust, in dieser Stadt zu bummeln und sich umzuschauen. Umso mehr, wenn dann auch noch die Sonne alles ins rechte Licht rückt und diese südlich-heitere Atmosphäre unterstreicht.

Durchs Weinland nach Görz
Das Weinland in dieser Grenzregion, das wir nun über Cormons bis Görz, Goricia, weiter durchfahren, hat einen heute international bekannten Namen: Collio. Überall begegnen uns Reben, Weinfelder und Güter. Viele laden zur Einkehr und auch zur Übernachtung ein. So manche Weinbauern haben sich spezialisiert und bieten besonders gepflegte Tröpfchen an.



Weingüter und -höfe bieten oft auch Übernachtungsmöglichkeiten. 


Längst hat man erkannt, dass Qualität und Besonderheiten gefragt sind. Weißweine wie der Friulano, Sauvignon Blanc und Pino Bianco stehen ebenfalls auf dem An- und Ausbauprogramm wie die roten Weine in teils kräftigen Farben wie der Refosco und der Merlot – sowie Weine in Weiß und Rot aus verschiedenen anderen Rebsorten. Weinfreunde klinken sich von der Fahrt erst einmal aus und gehen auf „Probiertour“.



Vom Weinfeld zur Rebe und ins Fass, das hier auf das Gasthaus hinweist. 


Wie wundervoll doch diese Landschaft zwischen Hügeln mit dem Blick auf die Ebene ist, eine Welt guten Essens und feiner Tröpfchen. Hat die Sonne ihr Lächeln aufgesetzt hat, schimmern die weißen Trauben golden. Diese gesamte Melange lässt uns erahnen, dass hier manche gerne das Dolce far niente, das sprichwörtliche „süße Nichtstun“, genießen (würden). Wie in aller Welt gibt es freilich auch in dieser Region den Unterschied zwischen Alltagsleben und Urlaub.



In der Grenzstadt Görz: südliches Ambiente, die Adria ist nah. 


Nach rund 30 Kilomtern haben wir Görz, auch Goricia, erreicht, den Grenzort zu Slowenien, der auf der östlichen Seite „Nova Gorica“, Neu-Görz, heißt und wo in den umliegenden Orten der Wein ebenfalls ein Thema ist.



Über den Dächern von Görz thront die Burg.


Unterhalb der Burg spazieren wir durchs Städtchen, kehren auf ein Gelati, ein Eis, und einen abschließenden Cappuccino ein. Schön war's!
Beim Blick auf die „Ebene“ muss es nicht bleiben. Neben vielen anderen Städten und Orten lädt Udine, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, ein. Lebendig, voller Kultur und Geschichte mit historischen Bauwerken und Galerien. Nicht sehr weit entfernt kommen Schinkenfreunde auf ihre Kosten: Etwas erhaben liegt San Daniele. Schinkengerichte in vielen Variationen erhält der Gast in Prosciutterias. Weiter nördlich lohnt auch die alte Stadt Tolmezzo am Tagliamento mit ihren historischen Gebäuden und mehr.
Es ist „später Nachmittag“ geworden. Mit Einkehr, Anschauen und Bummeln waren wir für die nur über 150 Kilometer bis Görz viele Stunden unterwegs. Schließlich kam es nicht auf Tempo an, sondern auf Sehen und Erleben. Und das war wundervoll. (jw)

Hinweise zu Fahrt und Bericht: Rechnen Sie bis zum Ausgangsort Tarvisio ab München über die Autobahn rund 350 Kilometer. Für Österreich benötigen Sie eine Autobahn-Vignette, „Pickerl“, außerdem fällt über die Tauernautobahn Tunnelmaut an. Für die Fahrten über und durch die oft kleineren Orte unserer Tour orientierten wir uns an Beschilderungen und einem alten Autoatlas, hier ein Shell-Atlas, sowie einer Straßen-Landkarte zu Friaul. Wir empfehlen für solche und andere Überlandfahrten gutes Kartenmaterial zu Norditalien oder spezieller!  
Es ist sehr ratsam, die österreichischen und italienischen Verkehrsregeln und -vorschriften zu beachten, zum Beispiel hinsichtlich Tempobegrenzungen, Handy- oder Smartphone-Gebrauch oder „Alkohol am Steuer“. Die „Strafen“ fallen zum Teil weitaus höher aus als in Deutschland. Überall aber macht es Sinn, die Regelungen zu beachten. 
Die Fotos sind aus verschiedenen Jahren. Ansichten von Örtlichkeiten könnten sich geändert haben. 



Zu Friaul: www.fvg.info/de/
Zu Collio/ Görz: www.turismofvg.it/Görz-und-Collio

Reiseberichte immer auf "Tourismus" bei http://www.presseweller.de
Bei Interesse zu Berichten und Fotos bitte anfragen. 
Für unsere Blogeinträge gilt ergänzend stets unser Impressum auf der Presseweller-Homepage.